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Bahnhof Stendal


Stendal
Daten
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bahnsteiggleise

8

Abkürzung

LS

IBNR 8010334
Vorlage:Infobox Bahnhof/Wartung/IBNR in Wikidata verschieden von lokaler IBNR
Kategorie

3[1]

Eröffnung

1871[2]

Profil auf Bahnhof.de Stendal
Lage
Stadt/Gemeinde

Stendal

Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
}
Höhe (SO) 32 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt
i11i16

Der Bahnhof Stendal (inoffiziell auch: Stendal Hauptbahnhof) ist einer von drei Bahnhöfen der Stadt Stendal in Sachsen-Anhalt. Er ist ein wichtiger Eisenbahnknoten für Züge des Regionalverkehrs und wird auch von IC- und ICE-Zügen regelmäßig bedient. Bis zum Winterfahrplan 2012 wurde der Bahnhof Stendal ausschließlich von Zügen der Deutschen Bahn angefahren. Seit Dezember 2012 fährt auch die ODEG den Bahnhof mit einzelnen Zügen an.

Geschichte

Am 7. Juli 1849 erhielt die Stadt Stendal ihren ersten Eisenbahnanschluss, als die Magdeburg-Wittenbergesche Eisenbahn-Gesellschaft die Magdeburg-Wittenbergesche Eisenbahn eröffnete. Diese führte am östlichen Ortsrand entlang, wo sich zunächst auch der Bahnhof befand.

Im Zuge der Bauarbeiten für die Bahnstrecke Stendal–Uelzen und die Berlin-Lehrter Eisenbahn um 1870 musste der Bahnhof jedoch an den Südrand der Stadt verlegt werden, um den Reisenden einen Umstieg zwischen den drei Strecken zu ermöglichen. Die Magdeburg-Wittenbergesche Bahn wurde ebenfalls verlegt, um an den neuen Bahnhof angeschlossen zu werden und umfährt die Stadt seitdem im Westen. Zwischen 1869 und 1871 entstand auch das heutige Empfangsgebäude.[2]

Im April 1886 erhielt der Bahnhof Anschluss an die Stendal-Tangermünder Eisenbahn.

Im Juni 1892 wurde eine Straßenbahnverbindung zwischen dem Bahnhofsvorplatz und dem Uenglinger Tor eröffnet; im Oktober 1909 kam eine weitere hinzu, die ebenfalls zum Uenglinger Tor, von dort aber weiter zum damaligen Ostbahnhof führte. Beide Straßenbahnstrecken wurden im Oktober 1926 stillgelegt und durch eine Omnibusverbindung ersetzt.

Im Herbst 1908 wurde der Bahnhof mit der Kleinbahn Stendal–Arendsee verbunden, im Mai 1914 auch mit der Kleinbahn Stendal–Arneburg, nachdem diese von Meterspur auf Normalspur umgebaut worden war. Die Strecke nach Arendsee wurde zwischen 1978 und 1995 schrittweise stillgelegt. Auf der Strecke nach Arneburg endete der gesamte Bahnbetrieb im Oktober 1972.

Ab Januar 1977 endeten auch die Züge der neuen Bahnstrecke Stendal–Niedergörne im Bahnhof, die Strecke war als Anbindung für das nie fertiggestellte Kernkraftwerk Stendal vorgesehen. Seit der Aufgabe des Personenverkehrs Ende 1995 wird diese Strecke nur noch von Güterzügen befahren.

1984 erhielt Stendal mit der Elektrifizierung der Strecke nach Magdeburg Anschluss an das elektrische Eisenbahnnetz.[2]

Zwischen 1994 und 1998 wurde parallel zur Berlin-Lehrter Bahn die Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin gebaut. Entgegen dem Wunsch der Stadt wurde dabei auch eine südliche Umfahrung Stendals geschaffen, die bis heute von den meisten auf der Strecke verkehrenden Fernzügen genutzt wird. Trotzdem hielt am 27. September 1998 der erste ICE im Stendaler Bahnhof.[2]

Im Januar 2015 wurde die Personenunterführung zur Südseite verlängert. Ab 2016 ist geplant, die Mittelbahnsteige zu erneuern und Aufzüge zu bauen, sodass der Bahnhof nun auch barrierefrei ist. Es sollen dafür insgesamt 5 Millionen Euro investiert werden.[7]

Anlage

Der Bahnhof verfügt über fünf Durchgangsgleise und drei Stumpfgleise. Das durchgängig befahrbare Gleis 1 liegt am Hausbahnsteig, die Gleise 2–5 an zwei Mittelbahnsteigen. Die Kopfgleise 6 und 7 befinden sich östlich bzw. westlich des Empfangsgebäudes und sind über den Hausbahnsteig erreichbar. Das dritte Kopfgleis 8 schließt sich in östlicher Richtung an den Mittelbahnsteig 2/3 an. Westlich des Bahnhofs befindet sich eine große Abstellanlage.

Auf dem Bahnhofsvorplatz verkehren mehrere Omnibuslinien, die von Stendalbus betrieben werden, außerdem befindet sich dort ein Taxistand.

Verkehrsanbindung

Fernverkehr

Linie Linienverlauf Takt EVU
ICE 10 BerlinStendalWolfsburgHannoverBielefeldHammKöln/Düsseldorf einzelne Züge DB Fernverkehr
IC 32 Köln – Düsseldorf – Dortmund – Bielefeld – Hannover – Wolfsburg – StendalBerlinEberswaldePrenzlauStralsund einzelner Zug DB Fernverkehr
IC 56 LeipzigLeipzig/Halle FlughafenHalle (Saale)MagdeburgStendalWittenbergeSchwerinRostockWarnemünde einzelner Zug DB Fernverkehr
IC 77 Berlin – Stendal – Wolfsburg – Hannover – OsnabrückRheineHengeloAmersfoortAmsterdam Centraal 120 min DB Fernverkehr

Regionalverkehr

Linie Linienverlauf Takt EVU
IRE 1 Berlin – StendalSalzwedelUelzenLüneburg – Hamburg einzelne Züge DB Regio
RE 4 StendalRathenowWustermark – Berlin – Ludwigsfelde – Jüterbog einzelner Zug Ostdeutsche Eisenbahn
RE 20 Magdeburg – Tangerhütte – Stendal – Hohenwulsch – Salzwedel – Uelzen 120 min DB Regio Südost
RB 32 Stendal – Kläden – Hohenwulsch – Brunau-Packebusch – Salzwedel 060 min (Mo–Fr)
120 min (Sa–So)
DB Regio Südost
RB 33 Stendal – Tangermünde 060 min DB Regio Südost
RB 34 Stendal – Schönhausen – Rathenow 120 min Ostdeutsche Eisenbahn
RB 35 Stendal – Uchtspringe – Gardelegen – Mieste – Oebisfelde – Wolfsburg 060 min (Mo–Fr)
120 min (Sa–So)
DB Regio Südost
S 1 Wittenberge – Osterburg – Stendal – Tangerhütte – Magdeburg – Schönebeck-Bad Salzelmen 060 min DB Regio Südost

Weblinks

 Commons: Bahnhof Stendal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gleisanlagen und einige zulässige Geschwindigkeiten des Bahnhofs auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweise

  1. DB Station&Service AG: Stationspreisliste 2016. Abgerufen am 21. Januar 2016 (PDF).
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Die Geschichte der Hansestadt Stendal. Abgerufen am 14. Januar 2011.
  3. Bahnhofsprogramm Sachsen-Anhalt: Stendal. Abgerufen am 23. Januar 2016.

Kategorien: Bahnhof in Sachsen-Anhalt | Verkehrsbauwerk im Landkreis Stendal | Bauwerk in Stendal | Bahnhof in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof Stendal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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