Bahnen der Stadt Monheim - LinkFang.de





Bahnen der Stadt Monheim


Bahnen der Stadt Monheim GmbH
Basisinformationen
Unternehmenssitz Monheim am Rhein
Webpräsenz www.bahnen-monheim.de/
Bezugsjahr 2012
Eigentümer Stadt Monheim am Rhein
Geschäftsführung

Detlef Hövermann[2]

Verkehrsverbund VRR
VRS
Mitarbeiter 88 (2014)[1]
Umsatz 6 Mio. Euro
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Bus 11
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 3
Omnibusse 21 Niederflur-Busse
9 Niederflur-Gelenkbusse
Sonstige Fahrzeuge 1 Gesellschaftswagen
Statistik
Fahrgäste 6,7 Mio. pro Jahr
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 9,2 km

Die Bahnen der Stadt Monheim GmbH, kurz BSM, ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen im Bereich der Stadt Monheim am Rhein sowie ein Busbetrieb mit 30 Omnibussen.[3] Sie ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und im Verkehrsverbund Rhein-Sieg.

Geschichte

Die Relation Monheim–Langenfeld wurde ab 1904 zunächst durch die Gleislose Bahn Monheim–Langenfeld, einem frühen Oberleitungsbus-Betrieb bedient. Schon 1908 wurde dieser schließlich durch eine normalspurige Eisenbahnstrecke ersetzt, die Kleinbahn Langenfeld-Monheim-Hitdorf. Die Gesellschaft wurde als GmbH geführt, Gesellschaften waren die Gemeinden Monheim, Hitdorf, und Rheindorf. Von 1908 bis 1963 betrieb man die Strecken Langenfeld–Monheim–Hitdorf–Rheindorf und Monheim–Baumberg. Ab 1. Januar 1963 firmierte man unter dem Namen Bahnen der Stadt Monheim. Gesellschafter waren seitdem die Städte Monheim und Leverkusen. Die Betriebsführung lag bis 1963 bei der RWE, seit 1963 wurde der Betrieb als Eigenbetrieb der Stadt Monheim durchgeführt.[4] In den Jahren 1962/1963 wurde der Personenverkehr komplett auf Busse umgestellt; 1979 wurde der mit 800 V Gleichstrom elektrifizierte Betrieb mit Lokomotiven aus den 1920er Jahren beendet.[5] Gleichzeitig begann man mit dem Bau von Umgehungsstrecken, da bis dahin die Strecke durch die Monheimer Innenstadt führte. Seitdem wurde der Betrieb komplett mit Dieselloks abgewickelt, von denen zuletzt drei im Einsatz waren.

1984 wurde ein neuer Betriebshof im Industriegebiet an der Daimlerstraße fertiggestellt.[5]

Die äußeren Streckenäste zu den Orten Hitdorf, Rheindorf und Baumberg wurden 1986 mangels Verkehrsaufkommens aufgegeben und abgebaut. Zurzeit besteht ein rund 9,2 Kilometer langes Eisenbahnnetz, welches nur für den Güterverkehr genutzt wird. Für Sonderfahrten wurde aber auch Personenverkehr angeboten.

Seit 1987 gehört das Tarifgebiet von Monheim am Rhein auch zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), an dem die Bahnen der Stadt Monheim beteiligt sind.[5]

Zum Jahresende 2014 hat das Unternehmen den Betrieb als Eisenbahnverkehrsunternehmen wegen des seit 1987 anfallenden jährlichen Defizits und des gestiegenen Risikos aufgegeben.[6] Der Betrieb der Eisenbahninfrastruktur ist davon nicht betroffen.[1] Die drei Dieselloks werden verkauft.

Kostenvorteile bei der Beschaffung neuer Omnibusse realisieren die Bahnen der Stadt Monheim seit dem Jahr 2000 durch eine Mitgliedschaft in der „Kooperation Östliches Ruhrgebiet“ (KÖR).[7] 2009 wurden mit 31 Bussen 1,5 Mio. km zurückgelegt und 6,7 Mio. Fahrgäste befördert.[8] 2012 wurde an vielen Bushaltestellen im Monheimer Stadtgebiet ein dynamisches Fahrgastinformationssystem mit Anzeigetafeln installiert.[9] 2013 investierte das Unternehmen in den Omnibussen 1,5 Mio. Euro in das elektronische Kontrollsystem für den Einstieg.[3]

Buslinien der BSM

Die Bahnen der Stadt Monheim bedienen den Personenverkehr heute mit zehn Buslinien, wovon allerdings nur fünf an sieben Tagen der Woche auf dem Stadtgebiet fahren:

Linie Linienweg Bemerkung/Taktzeit Mo–Fr/Sa/So
233 Monheim, Busbahnhof – Monheim-Blee – Leverkusen-HitdorfLEV-RheindorfLEV Mitte Bf (S) 20–30/30/30; C
777 Langenfeld-Richrath, Götsche – ImmigrathBerghausen SMonheim-Baumberg – Monheim, Busbahnhof 20/30–-60/60/60
788 D-Paulsmühlenstr. – D-Benrath SD-Urdenbach – Monheim-Baumberg – Monheim, Busbahnhof 20–30/30/30
789 ' D-Holthausen, Am Falder – D-Benrath S – D-Garath SD-Hellerhof S – Monheim-Baumberg – Monheim, Mona Mare 10–20/30/30
790 Langenfeld-Richrath, Götsche – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S – Monheim, Busbahnhof – Monheim, Landwirtschaftszentrum 20–30; am Wochenende im Stundentakt nur zwischen Langenfeld, Götsche und Langenfeld S
791 Solingen Hbf – Langenfeld Mitte – Langenfeld S – Monheim, Busbahnhof – Monheim, Mona Mare 10–60/30–60/30–60
793 Monheim, BSM-Betriebshof – Monheim, Busbahnhof – Monheim, Landwirtschaftszentrum Kein Takt; fährt nur an Schultagen mit drei bis vier Fahrten je Richtung
795 Langenfeld-Berghausen S – Monheim-Baumberg - Hochschule Monheim – Düsseldorf-Hellerhof S - D-Hellerhof Ost/Eichsfelder Str. Mo-Fr morgens 20 und nachmittags 20[10]
SB 79 Creative Campus – Landwirtschaftszentrum – Langenfeld S Mo-Fr morgens 20 und nachmittags 20-30[11]
NE 13 Langenfeld S – Monheim, Busbahnhof – Monheim, Altstadt – Monheim-Baumberg Fährt in den Nächten Fr/Sa, Sa/So und vor Feiertagen ganztägig /30–60
NE 14 Düsseldorf-Hellerhof S - Bowling-Center - Monheim-Baumberg, Griesstraße Fährt nur in den Nächten Fr/Sa, Sa/So und vor Feiertagen/30–60

Busbahnhof Monheim

Die zentrale Umsteigeanlage zwischen den Buslinien ist der Busbahnhof Monheim, der sich in der Altstadt am Rathausplatz befindet. Dort verkehren bis auf wenige Ausnahmen alle Monheimer Buslinien in die Nachbarstädte zentral ab. Der Busbahnhof besitzt eine Längsparallelform und ist wie ein Ei an die Straße angefügt.[12] Der Busbahnhof liegt etwa 3,7 km westlich des Bahnhofs Langenfeld.

Eingesetzte Lokomotiven

Zuletzt verfügten die Bahnen der Stadt Monheim über drei Diesellokomotiven: Zwei Fabrikate des Typs MC 700 N der Firma O&K, die 1979 an die BSM geliefert wurden und die Namen Max und Moritz tragen, sowie eine Rangierlokomotive des Typs Köf III, welche im Dezember des Jahres 2005 von der Deutschen Bahn erworben wurde.

Von 2012 bis 2013 setzten die Bahnen der Stadt Monheim eine angemietete Lokomotive des Typs Voith Revita Twin 1700 CC ein.[13]

Die beiden Diesellokomotiven Max und Moritz wurden neben dem Einsatz auf den betriebseigenen Strecken mangels Auslastung zu weiteren Aufgaben, wie dem Rangier- und Bereitstellungsdienst für DB AutoZug am Düsseldorfer Hauptbahnhof bis Oktober 2014 und der Bedienung weiterer Werksanschlüsse im Düsseldorfer Raum, verwendet.

Seit der Einstellung des eigenen Güterverkehrs zum Jahresende 2014 werden die drei Lokomotiven nicht mehr benötigt und sollen verkauft werden.[14] Die Diesellok Moritz, Bj. 1979, wurde im September 2015 an Siemens in Krefeld-Uerdingen verkauft.[15]

Literatur

  • Bernd Franco Hoffmann: Stillgelegte Bahnstrecken im Rheinland. Sutton-Verlag, Erfurt 2014, ISBN 978-3-95400-396-9.
  • Stefan Kunig, Gunter Mackinger: Die Bahnen der Stadt Monheim. Kenning, Nordhorn 2001, ISBN 3-933613-00-0.
  • Gerd Wolff, Lothar Riedel: Deutsche Klein- und Privatbahnen.Band 5: Nordrhein-Westfalen, nordwestlicher Teil. EK-Verlag, Freiburg 1998, ISBN 3-88255-662-5, S. 31–47.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Stephan Meisel: Monheimer Bahnen stellen Betrieb jetzt ein. In: Rheinische Post. 20. Dezember 2014 (Online [abgerufen am 21. Dezember 2014]).
  2. Business mit Bus und Bahn. In: Rheinische Post. 27. Mai 2008.
  3. 3,0 3,1 Neue Bordtechnik gegen Schwarzfahrer. In: Rheinische Post. 1. Juni 2013.
  4. Gerd Wolff, Lothar Riedel: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 5: Nordrhein-Westfalen, nordwestlicher Teil. EK-Verlag, Freiburg 1998, ISBN 3-88255-662-5, S. 32.
  5. 5,0 5,1 5,2 Monheim: Von der Elektrischen zur Diesellok
  6. Bahnen der Stadt ziehen sich aus dem Güterverkehr zurück. auf der Webseite der BSM, 28. Januar 2014, abgerufen am 25. April 2014.
  7. Geschichte der BSM auf der Unternehmenswebsite
  8. Birgit Alkenings besucht die Bahnen der Stadt Monheim. 10. März 2013.
  9. Monheim Buszeiten – laufend aktualisiert. In: Rheinische Post. 30. August 2012.
  10. Linie 795 - vom S-Bahnhof Berghausen zur Ecolaballee bzw. AFUM
  11. SchnellBus SB 79
  12. VRR Haltestellenlageplan Monheim Busbahnhof
  13. Fahrzeugportrait Deutz 57649. auf: rangierdiesel.de, abgerufen am 16. August 2014.
  14. Monheimer Bahnen stellen Betrieb jetzt ein , Rheinische Post, 20. Dezember 2014
  15. Jahresrückblick 2015

Kategorien: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr | Verkehrsverbund Rhein-Sieg | Eisenbahninfrastrukturunternehmen (Deutschland) | Busunternehmen (Nordrhein-Westfalen) | Schienenverkehr (Kreis Mettmann) | Verkehrsunternehmen (Kreis Mettmann) | Eisenbahnverkehrsunternehmen (Deutschland) | Monheim am Rhein

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnen der Stadt Monheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.