Baffininsel - LinkFang.de





Baffininsel


Baffin-Insel (Qikiqtaaluk)
Baffin Island, Baffinland
Satellitenbild der Insel
Gewässer Arktischer Ozean
Atlantischer Ozean
Länge 1600 km
Breite 700 km
Fläche 507.451 km²
Höchste Erhebung Mount Odin
2147 m
Einwohner 11.855 (10. Mai 2011)
<1 Einw./km²
Hauptort Iqaluit
Nordostküste der Baffin-Insel
aus 11.500 Metern Höhe

Die Baffininsel (engl. Baffin Island, Inuktitut Qikiqtaaluk) ist die größte Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels. Mit einer Ausdehnung von 507.451 km², etwa 1600 km Länge und zwischen 200 und 700 km Breite ist sie die fünftgrößte Insel der Erde.

Topografische Beschreibung

Die zum Gebiet des kanadischen Territoriums Nunavut gehörende Baffininsel liegt nördlich der Provinz Québec und westlich von Grönland. Der geringste Abstand zum kanadischen Festland besteht gegenüber der Melville-Halbinsel, von der die Baffininsel nur durch die schmale, an ihrer engsten Stelle etwa 15 km breiten Fury-und-Hecla-Straße getrennt ist.

Die Nordostseite der Insel ist überwiegend gebirgig (Arktische Kordillere) und stark vergletschert. Die im Südosten gelegene Penny-Eiskappe, ein Relikt der letzten Eiszeit und Teil des Auyuittuq-Nationalparks, erhebt sich bis auf knapp 2100 m Höhe. Der Westen und der Nordwesten bestehen aus glazial geformtem Tiefland mit den typischen abgeschliffenen Felshöckern des kanadischen Schilds und sind von Gletscherschuttflächen und Tundren bedeckt.

Die Baffininsel ist stark zerklüftet und zeigt durch ihre zahlreichen Buchten, Meeresarme, Fjorde und Halbinseln einen unverkennbaren Umriss: Im Norden ist die Brodeur-Halbinsel durch einen langgezogenen Meeresarm, gebildet aus Admiralty Inlet mit anhängendem Berlinguet Inlet, einerseits und eine tief ins Inselinnere dringende Meeresbucht, die Bernier Bay, andererseits fast ganz von der eigentlichen Insel getrennt. Die gebirgige Südostküste ist durch zahlreiche Fjorde geprägt. Im Südwesten führt eine ähnlich schmale Landbrücke zur Foxehalbinsel, und im Süden wird die Meta-Incognita-Halbinsel durch die Frobisher-Bucht geformt. Der breite und tief einschneidende Cumberland-Sund und der Nettilling Lake gestalten auch das am Polarkreis gelegene südliche Zentrum der Insel zu einer Landenge.

Bewohner

Die Baffininsel ist Teil der Nunavut-Region Qikiqtaaluk (Baffin). Auf der Insel selbst leben 13.768 Menschen (Stand Zensus 10. Mai 2011), überwiegend Inuit, in sechs an den Küsten gelegenen Inuit-Siedlungen. Iqaluit, die Hauptstadt des am 1. April 1999 gebildeten Territoriums Nunavut, liegt im Südosten. Auf unmittelbar vorgelagerten kleinen Inseln befinden sich zwei weitere Siedlungen: Cape Dorset im Südwesten und Qikiqtarjuaq im Osten.

Gemeinden im Überblick

 Karte mit allen Koordinaten: OSM , Google oder Bing

Name Bevölkerung
Zensus
10. Mai 2011
Koordinaten
Iqaluit (Frobisher Bay) 6.699
Pond Inlet (Mittimatalik) 1.549
Pangnirtung (Panniqtuuq) 1.425
Cape Dorset (Kinngait) 1) 1.363
Clyde River (Kanngiqtugaapik) 934
Arctic Bay (Ikpiarjuk) 823
Qikiqtarjuaq (Broughton Island) 1) 520
Kimmirut (Lake Harbour) 455

1) Die Siedlungen Cape Dorset und Qikiqtarjuaq liegen strenggenommen nicht auf der Baffininsel selber, sondern auf den küstennahen Nebeninseln Dorset Island und Broughton Island. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache beträgt die Gesamtbevölkerung der Baffininsel (Stand Volkszählung vom 10. Mai 2011) nicht 13.768, sondern nur 11.855.

Fauna

Auf der Baffininsel ist eine Vielzahl arktischer Tierarten heimisch: vor allem der Eisbär, das Barrenland-Karibu, der Polarfuchs, der Polarhase und der Schneehase, ferner Hermeline, Wiesel, Erdhörnchen (Ziesel) und Lemminge.

An den Küsten der Insel leben viele Meeressäuger: der Grönlandwal, der Weißwal (Belugawal), der Narwal, verschiedene Robbenarten wie Ringelrobben, Bartrobben und Walrosse. An Fischen kommen in den Fjorden und Buchten vor allem Seesaiblinge vor.

Während der Frühlings- und Sommerwochen zwischen Juni und August herrscht großer Reichtum an hier brütenden See- und Landvogelarten, darunter Greifvögel wie Gerfalken und Wanderfalken, Wasservögel wie Polar-, Thayer- und Eismöwen, Eiderenten und Kanadagänse, außerdem auch Schneehühner, Spornammern und Schneeammern. Ganzjährig sind u. a. der Kolkrabe und die Schnee-Eule anzutreffen.

Flora

Auf ehemaligen Gletschergründen haben sich Bodenkrumen gebildet, auf denen sich außer Flechten und Moosen auch Kissen von Stängellosem Leimkraut, einigen Steinbrechgewächsen, Arktischem Mohn und Silberwurz entwickelt haben. In Sandecken wachsen Grasbüschel und niedrige Sträucher wie Zwergbirken, Weidengewächse und Heidekrautgewächse. An den mit den üblichen Tundraböden versehenen Meeresbuchten und entlang den Küstenlinien gedeiht nahezu die ganze Arktische Flora und auch manche seltene Pflanzenart wie etwa eine weiß blühende Unterart des Zwerg-Weidenröschens; allein im Auyuittuq-Nationalpark wurden bislang 112 höhere Blütenpflanzenarten, 129 Moosarten und 97 verschiedene Flechten katalogisiert.

Bodenschätze

Im Norden der Baffininsel wurden Vorkommen von Blei und Zink entdeckt (Bergbausiedlung Nanisivik; inzwischen aufgegeben).

Literatur

Weblinks

 Commons: Baffin-Insel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Insel (Nunavut) | Insel (Arktischer Ozean) | Insel (Atlantischer Ozean) | Insel (Nordamerika)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Baffininsel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.