Bad Sulz - LinkFang.de





Bad Sulz


Das ehemalige Bad Sulz (auch Bad Hohensulz genannt) liegt auf dem Gebiet des heutigen Peißenberg und war einst eine Heilquelle mit einem Kurbetrieb.

Geschichte

Die Quelle war bis zur Säkularisation 1803 im Besitz der Augustiner-Chorherren in Polling. In der Folge gab es öfter einen Besitzerwechsel, bis 1886 der Ingenieur Friedrich Schwarz die Anlage übernahm. Er erhielt am 22. Oktober 1889 eine Projektierungskonzession für eine Zahnradbahn zum Hohen Peißenberg hinauf, in der „Münchner Stadt-Zeitung“ Nr. 58 von 1890 erschien ein detaillierter Artikel hierüber.[1] Die Realisierung kam aber nicht über das Planungsstadium hinaus.[2][3][4]

Die Quelle ist während der 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts allmählich versiegt, vermutlich aufgrund des Bergbaues in Peißenberg. 1935 wurde der Kurbetrieb mangels Rentabilität eingestellt.[5] Als nur noch Sulz wird heute dieser Ortsteil von Peißenberg genannt. Das Kurhotel gehörte lange Zeit zu der Peißenberger Brauerei und wurde inzwischen abgerissen.

Bekannte Kurgäste

Es waren verschiedene Adlige zum Beispiel des Hauses Wittelsbach dort. Einmal war eine russische Zarin da.[5] Auch die spätere Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn (Sisi), die aus dem relativ nahegelegenen Ort Possenhofen stammte, war dort. Der bekannte Biedermeiermaler Carl Spitzweg fasste dort bei einem Kuraufenthalt 1833[5] den Entschluss, Maler zu werden.[6]

Weitere bekannte Kurgäste

Literatur

  • Max Biller: Peißenberger Heimat-Lexikon, 2. erw. Auflage von 1984, S. 45–68
  • Max Biller: Hohenpeißenberger Heimat-Lexikon, Herausgeber: Gemeinde Hohenpeißenberg 1998, S. 323–326

Einzelnachweise

  1. L. Degele: Die Eisenbahn im Landkreis Weilheim-Schongau, Eigenverlag, Weilheim 1981, S. 62
  2. Christian Buck: Kartengrüsse aus der guten alten Zeit (Alpenvorland, Pfaffenwinkel, Fünfseengebiet), 1989, Stöppel-Verlag, Weilheim, S. 96
  3. Ernst Ursel: Ein Bergbahn auf den Hohen Peißenberg? Die Erschließung des „Bayerischen Rigi“ für den Fremdenverkehr. In: Lech-Isar-Land Jahrbuch von 1983, S. 148–152
  4. Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn & Co rund um den Bayerischen Rigi. EOS Verlag, St. Ottilien 2011, ISBN 978-3-8306-7455-9, S. 189 f
  5. 5,0 5,1 5,2 Vom Kurort zum Bergarbeiterdorf, in: Weilheimer Tagblatt, Wochenendausgabe vom 21./22. Juli 2007, S. 10 (Lokales)
  6. Max Biller: Peißenberger Heimatlexikon, 2. erw. Auflage von 1984, S. 53
  7. 7,0 7,1 7,2 Ortsgeschichte. In: Max Biller, Peißenberger Heimatlexikon, 2. erw. Auflage von 1984, S. 439


Kategorien: Kurort in Bayern | Peißenberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bad Sulz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.