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Bad Brambach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: VogtlandkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 604 m ü. NHN
Fläche: 43,83 km²
Einwohner: 1941 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08648
Vorwahl: 037438
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 030
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Adorfer Straße 1
08648 Bad Brambach
Webpräsenz: www.badbrambach.de
Bürgermeister: Helmut Wolfram (CDU)
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Bad Brambach ist ein staatlich anerkannter Kurort im Vogtlandkreis, die südlichste Gemeinde Sachsens und somit der neuen Bundesländer insgesamt. Die Gemeinde ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt für die Wettinquelle und bildet mit Bad Elster die Sächsischen Staatsbäder.

Geografie

Lage

Bad Brambach gehört zum Oberen Vogtland und grenzt im Westen, Süden und Osten an Tschechien. Der Kurort liegt in einer von West nach Ost ausgerichteten Quermulde am Röthenbach, der im Ort seinen Namen in Fleißenbach ändert. Die Gemeinde ist Teil der grenzüberschreitenden Mikroregion Freunde im Herzen Europas. Plauen, die größte Stadt des Vogtlandes, befindet sich 39 Kilometer nördlich von Bad Brambach.

Ortsteile

Zum Gemeindegebiet von Bad Brambach gehören die Ortsteile:

Geschichte

Das Rittergeschlecht de Brantbuch wurde 1154, der Ort Brambuch 1307 erstmals genannt.[2] Die Veste des Ortes wurde 1372 erwähnt. Brambach war später lange Zeit in Besitz der Grundherrenfamilien von Zedtwitz und von Schirnding und als Sitz eines Leutpriesters kirchlicher Mittelpunkt der Umgebung. Der Ort unterstand dem Dekanat des Bistums Regensburg.

Am 11. September 1842 fielen die Kirche und 28 bäuerliche Häuser mit zugehörigen Wirtschaftsgebäuden einem Großbrand zum Opfer. Beim Wiederaufbau trug man bei der Anlage der neuen Gebäude dem Strukturwandel Rechnung, der mit dem Einzug der Musikinstrumentenmacherei einherging, so dass überwiegend Werkstatthäuser errichtet wurden. Brambach und seine heutigen Ortsteile gehörten bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Voigtsberg.[3]

Um 1890 nahm der Pächter Schüller unter dem Namen Schillerquelle den Mineralwasserversand mit Wasser einer 1860 entdeckten Quelle auf. Später trugen noch weitere zwei Quellen zu einer erhöhten Mineralwassererzeugung bei. 1912 wurden bereits über zwei Millionen Flaschen Sprudel produziert. Der später daraus entstandene VEB Brambacher Sprudel wurde größter Mineralwasserlieferant des Oberen Vogtlandes.

Im Jahr 1911 wurde die spätere Wettinquelle entdeckt, die als stärkste Radiummineralquelle der Welt bezeichnet wurde, worauf 1912 der Kurbetrieb mit Radonbalneologien (Radonbäder) einsetzte. Die Gemeinde erhielt 1922 den Titel Bad Brambach (von 1933 bis 1963 Radiumbad Brambach). Es entstanden in der Folge zahlreiche Kureinrichtungen. Durch Beschluss des Königlich Sächsischen Ministerium des Innern in Dresden vom 15. Dezember 1914 wurde die Wettinquelle als Heilquelle erklärt. Nach 1945 diente Bad Brambach der Sowjetarmee als Sanatorium. 1949 wurden wieder Patienten der Sozialversicherungen aufgenommen und 1957 das gesamte Bad den Behörden der DDR übergeben, die die Gebäude modernisierten. 1961 wurde das Kurgelände mit 40.000 Bäumen aufgeforstet.

Seit der politischen Wende 1989/90 hat Bad Brambach seine Weiterentwicklung zu einem ländlichen Heilbad vorangetrieben. Zahlreiche kommunale und private Investitionen sowie ein nicht unerhebliches Engagement der Sächsischen Staatsbäder GmbH haben das Ortsbild (insbesondere auch im Bereich des Kurparks) erheblich geprägt. Dazu gehören die Bade- und Saunalandschaft AQUADON, die sanierte Festhalle und das sanierte zentrale Quellengebäude, der Neubau der EBEL-Fachklinik, das umgebaute und sanierte ehemalige Kurheim des R.D.B. (in der DDR Kurheim Julius-Fučík-Haus) zu einer Seniorenresidenz, das Hotel Ramada Bad Brambach Resort (ehemals Vogtlandhaus) sowie das Parkhotel.

Die Mineralwasserproduktion wurde mit dem Neubau des Betriebsgebäudes der Bad Brambacher Mineralquellen GmbH & Co. Betriebs KG fortgesetzt und ausgebaut. Das Unternehmen ist einer der größten Arbeitgeber im Ort. Es unterstützt zahlreiche Vereine.

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bärendorf[4][5] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Hohendorf
Frauengrün[6] vor 1880
29. November 1937
Eingemeindung nach Brambach (Unterbrambach),
Umgliederung nach Oberbrambach
Gürth[4][5] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Raun
Hennebach[6] vor 1880 Eingemeindung nach Rohrbach
Hohendorf[4] 1. Januar 1974
Kleedorf[6] vor 1880
29. November 1937
Eingemeindung nach Raun,
Umgliederung nach Oberbrambach
Oberbrambach[4] 1. Januar 1972
Raun[7] 1. Januar 1994
Raunergrund [6] 1. Januar 1883 Eingemeindung nach Raun
Röthenbach[6] vor 1880
Rohrbach[4] 1. Januar 1972
Schönberg (mit Bärenteich)[7] 1. März 1994

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 52,5 % (2009: 48,9 %)
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
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81,8 %
n. k.
18,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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 20
 18
 16
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 12
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   8
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Als Bürgermeister der Gemeinde wirkt Helmut Wolfram (CDU).

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1583: 39
  • 1764: 69
  • 1871: 1502
  • 1890: 1527
  • 1910: 1975
  • 1925: 2226
  • 1939: 2331
  • 1946: 2706
  • 1950: 2647
  • 1964: 2135
  • 1971: 2122
  • 1998: 2396
  • 1999: 2421
  • 2000: 2425
  • 2001: 2416
  • 2002: 2368
  • 2003: 2326
  • 2004: 2260
  • 2007: 2139
  • 2008: 2109
  • 2012: 2024
  • 2013: 1989
  • 2014: 1991
Datenquelle: Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen (bis 1964), ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Verkehr und Wirtschaft

Der Ort liegt an der B 92 bzw. E 49, die südwärts direkt nach Tschechien führt. Bad Brambach hat einen Bahnhof und im Ortsteil Raun zudem einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Plauen–Cheb. Mit dem Neubau einer im Jahr 2001 eröffneten Ortsumgehung wurde der Ort vom grenzüberschreitenden Verkehr in das benachbarte Tschechien (Grenzübergang Schönberg-Vojtanov) entlastet.

Bad Brambach ist für seine Radonmineralquellen bekannt und verfügt über insgesamt sechs Quellen für Bade- und Trinkkuren. Im Kurort befindet sich ein Standort der Dr. Ebel Fachkliniken GmbH, welche die Klinik Bad Brambach als Rehabilitationsklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Kardiologie 1991 übernommen hat. Im Jahr 1994 wurde ein Neubau der Klinik fertiggestellt.

Galerie

Ehrenbürger

Literatur

  • Erhard Günther: Familienbuch von Schönberg (am Kapellenberg) bei Bad Brambach (Sachsen) für die Jahre 1620-1940, herausgegeben von Thomas Wacker. 2., neu bearbeitete Auflage. Plaidt: Cardamina 2014 (= Ortsfamilienbücher Mitteldeutschlands 2), ISBN 978-3-86424-218-2
  • Maria Patzschke, Frieder Reinhold und Michael Fahrentholz: Familienbuch für Brambach im Vogtland 1587–1722. Leipzig: Deutsche Zentralstelle für Genealogie 1997 (= Schriften der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig 11). Reprint: Plaidt: Cardamina-Verlag 2012
  • Dieter Tauchert, Herbert Stübiger: Zur Entwicklung der Kureinrichtung Bad Brambach. In: Sächsische Heimatblätter Heft 1/1984, S. 17–20, ISSN 0486-8234

Weblinks

 Commons: Bad Brambach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Historisches über Bad Brambach
  3. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. 5,0 5,1 Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  7. 7,0 7,1 Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  8. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  9. Freie Presse, Sachsens größte Zeitung: Ehrenbürgerwürde für Gustav Ploß, erschienen am 26. November 2010

Kategorien: Kurort in Sachsen | Ort im Vogtlandkreis | Bad Brambach | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bad Brambach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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