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B43 (Kernwaffe)


Die B43 war eine Atomwaffe der USA. Sie konnte von Kampfflugzeugen und Bombern abgeworfen werden, wobei es Varianten mit einem Bremsschirm gab. Eine Besonderheit war, dass die B43 bis zu einer unteren Höhe von 90 m (300 ft) abgeworfen werden konnte (laydown delivery).[1]

Die B43 wurde von 1956 an am Los Alamos National Laboratory entwickelt und ging 1959 in die Produktion. Sie wurde zwei Jahre später 1961 in Dienst gestellt. Die Gesamtproduktion betrug bis zur Einstellung 1965 rund 2000 Stück.

Die B43 wurde in zwei Varianten der Mod 1 und der Mod 2 hergestellt, wobei es jeweils fünf Untervarianten bezüglich der Sprengwirkung gab. Die Explosionswirkung lag abhängig von der Modellvariante bei 70 kt TNT bis zu einer Mt TNT. Das Konstruktionsprinzip des Fissionssprengsatzes war ein verbessertes Tsetse Primary Design.

Die B43 wurde ab den 1980er Jahren nach und nach ausgemustert. Die letzte Bombe wurde 1991 außer Dienst gestellt und durch die neueren Typen B61 bzw. B83 ersetzt.

Technische Daten

  • Länge: 3,81 m (12 ft 6) bzw. 4,15 m (13 ft 8 in)
  • Durchmesser: 45 cm (18 in)
  • Masse: Zwischen 935 kg (2,060 lb) und 960 kg (2,125 lb)

Trägersysteme

Die meisten Flugzeugen der USAF, USN und USMC konnten mit der B43 bestückt werden. Die folgende Liste ist eine Zusammenstellung von Flugzeugen, die nachweislich als Träger vorgesehen waren:

Die B-1B Lancer war als Trägerflugzeug vorgesehen, obwohl eine offizielle Freigabe für diesen Flugzeugtyp nicht erfolgte. Dies beruhte vermutlich darauf, dass die B-1B Lancer mehr und mehr für Einsätze mit konventionellen Waffen verwendet wurde.

Die B43 wurde weiterhin an die Britischen Streitkräfte geliefert. Von der Royal Air Force wurden damit Canberra- und Valiant-Bomber unter dem NATO-Kommando SACEUR bestückt.

Operation Broken Arrow

Die B43 wurde nie im Rahmen militärischer Handlungen eingesetzt. Trotzdem gab es einen schweren Zwischenfall mit einer dieser Bomben. Am 5. Dezember 1965 ging ein mit einer B43 bestückter A-4E Skyhawk des Flugzeugträgers USS Ticonderoga vor der Küste Japans verloren. [2] Das Flugzeug sank rund 50 km vor der Insel Ryukyu/Okinawa in mehr als 5000 m Tiefe auf den Meeresboden.[3][4] Der Skyhawk sollte auf dem Flugzeugträger vom Hangar auf den Lift gerollt werden, und fiel dabei ins Meer.[5] Der Pilot Lt. J.G. Webster kam dabei ums Leben, seine Leiche wurde nicht gefunden.[6] Der Vorfall wurde der Öffentlichkeit verschwiegen und kam erst 1981 ans Licht, als in einem Untersuchungsbericht des Pentagons der Verlust einer Atombombe mit der Sprengkraft von 1Mt TNT veröffentlicht wurde.[7][8]

Weblinks

Referenzen

  1. http://nuclearweaponarchive.org/Usa/Weapons/Allbombs.html Allbombs.html
  2. Maggelet, Michael H., and Oskins, James C., "Broken Arrow: The Declassified History of U.S. Nuclear Weapons Accidents", Lulu Publishing, www.lulu.com, 2007, ISBN 978-1-4357-0361-2, chapter 29, page 217.
  3. Gibson, James N. Nuclear Weapons of the United States – An Illustrated History Atglen, Pennsylvania.: Schiffer Publishing Ltd., 1996, Library of Congress card no. 96-67282, ISBN 0-7643-0063-6, page 130.
  4. Winchester, Jim, Douglas A-4 Skyhawk: Heineman's Hot Rod. Barnsley, Yorkshire, United Kingdom: Pen & Sword Books, 2005, ISBN 1-84415-085-2, page 199.
  5. http://a4skyhawk.org/3e/va56/webster-va56.htm
  6. http://www.atomicarchive.com/Almanac/Brokenarrows_static.shtml
  7. Washington, D.C.: Washington Post, Reuter, "U.S. Confirms '65 Loss of H-Bomb Near Japanese Islands", Tuesday, 9 May 1989, page A-27.
  8. Washington, D.C.: Washington Post, "Japan Asks Details On Lost H-Bomb", Wednesday, 10 May 1989, page A-35.

Kategorien: Nuklearwaffe | Bombe

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/B43 (Kernwaffe) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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