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Bünz


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bünz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bünz

Renaturierter Abschnitt der Bünz in der Nähe von Dottikon

Daten
Gewässerkennzahl CH: 681
Lage Kanton Aargau; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Quelle oberhalb von Beinwil (Freiamt) am Lindenberg
Quellhöhe 800 m ü. M.
Mündung bei Möriken-Wildegg in die Aare
Länge 30,5 km

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Die Bünz ist ein 30 Kilometer langer Fluss im Schweizer Kanton Aargau und fliesst in Nord-Süd-Richtung durch das Freiamt. Die Quelle befindet sich oberhalb von Beinwil (Freiamt) am Lindenberg, auf einer Höhe von rund 800 m ü. M. Der Bach fällt bis Muri sehr rasch auf etwa 460 m ü. M. Von hier an ist das Gefälle äusserst gering. Die Bünz mündet bei Möriken-Wildegg in die Aare; kurz zuvor nimmt sie den Aabach auf.

Geschichte

Wegen des schwachen Gefälles mäandrierte der Bach früher sehr stark, und das Gebiet nördlich von Wohlen war ein grosser Sumpf. In den 1920er Jahren wurde die Bünz zwischen Muri und Othmarsingen begradigt und kanalisiert. Dadurch konnten die früher häufig vorkommenden Überschwemmungen unterbunden werden. Man legte den Sumpf trocken und machte ihn für die Landwirtschaft nutzbar. Die Begradigung und das Fehlen von Abwasseraufbereitungsanlagen in den zunehmend industrialisierten Gemeinden führten jedoch zu einem Aussterben vieler Tierarten. Dies trug dazu bei, dass die Bünz als das schmutzigste Gewässer des Kantons Aargau galt.

Auf dem Gemeindegebiet von Möriken-Wildegg, kurz vor der Mündung in die Aare, wurde die Bünz bei den Korrektionen zwar nicht begradigt, jedoch befestigte man auch hier den Bachlauf mit Verbauungen, die jede Dynamik verhinderten. Dies änderte sich aber schlagartig mit dem Jahrhunderthochwasser vom Mai 1999: Innerhalb von Stunden erodierte die Bünz sämtliche Ufer und schuf sich ein komplett neues Bett. Aus dem ehemaligen Landwirtschaftsgebiet entstand eine dynamische Auenlandschaft mit grossen, frisch geschaffenen Kiesflächen, welche von Pioniervegetation besiedelt wurden. Das Bundesamt für Umwelt erkannte die entstandene Bünzaue Möriken im Jahr 2000 als Auengebiet von nationaler Bedeutung an.

Renaturierung

Seit 2001 sind an verschiedenen Stellen Massnahmen zur Renaturierung getroffen worden. Der Wasserlauf wurde nicht verändert, allerdings entfernte man Verbauungen und fügte Hindernisse wie Steinbarrieren, Baumstrünke oder Kies hinzu. Auch wurde die Breite des Bachbetts bei Hochwasserstand erhöht. Diese Massnahmen sollen die Fliessgeschwindigkeit vermindern, den Hochwasserschutz verbessern und den vertriebenen Wasserlebewesen die Wiederansiedelung ermöglichen. Durch die Sanierung der Kläranlagen der Region verbesserte sich die Wasserqualität, und die Population von Fischen und Kleinlebewesen stieg an. So sind zahlreiche Bachforellen in früher stark belasteten Gebieten zu beobachten.

Weblinks

 Commons: Bünz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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