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Böttingen


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Böttingen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: TuttlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 911 m ü. NHN
Fläche: 16,31 km²
Einwohner: 1400 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78583
Vorwahl: 07429
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Allenspacher Weg 2
78583 Böttingen
Webpräsenz: www.boettingen.de
Bürgermeister: Gerhard Minder (CDU)
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Böttingen ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg (Deutschland) und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer Industriegemeinde entwickelt.

Geographie

Geographische Lage

Böttingen liegt auf der Hochfläche des Großen Heubergs in einem langen Trockental. Mit 911 bis 991 Meter über NHN gehörte es zu den höchstgelegenen Gemeinden im ehemaligen Königreich Württemberg. Wahrzeichen und höchste Erhebung auf der Gemarkung der Gemeinde ist der Alte Berg (980 m ü. NHN ) mit Überblick über die naturgeschützte Landschaft der Südwestalb und Alpensicht.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Gosheim, im Nordosten an Bubsheim, im Osten an Königsheim und Kolbingen, im Süden an Mahlstetten und Dürbheim sowie im Westen an Balgheim und Denkingen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Böttingen gehören das Dorf Böttingen und das Gehöft Allenspacher Hof. Im Gemeindegebiet liegen die Wüstungen Leineburg und Windingen.[2]

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 802 und beinhaltet eine Grundstückschenkung an das Kloster St. Gallen. Keltische und alemannische Gräberfunde sowie Steinbeilfunde in der Böttinger Beilsteinhöhle weisen jedoch auf eine frühere Besiedlung bis zurück in die Steinzeit hin. Ab 1253 kam das Gebiet unter den Schutz der Zollern an das Kloster Beuron, nach Besitzwechseln an das Bistum Konstanz und dann an den Ritter Konrad von Wytingen verblieb es ab 1409 im Besitz der Herren von Enzberg, bis es 1805 zu Württemberg kam. Das Dorf musste der jeweiligen Herrschaft bis 1848 Zins und den Zehnten abliefern sowie Frondienste leisten. Das enzbergische Patronatsrecht besteht bis heute.

Politik

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Spaichingen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Militär

Zwischen 1963 und 1976 war Böttingen Standort einer Abschussanlage für militärische Raketen. Die Anlage, welche mehrere Standorte auf den Gemarkungen Böttingen und Dürbheim umfasste, wurde zwischen 1962 und 1963 für die französischen Truppen errichtet. Nach dem Rückzug Frankreichs aus der NATO räumten die französischen Truppen im Dezember 1966 die Anlagen. Im Jahr 1969 wurde die Quick Reaction Alert-Stellung (QRA), auch genannt X-Area, von US-Einheiten bezogen und zur Pershing I -Stellung ausgebaut.[3] Am 22. Februar 1970 kam es zu einer Beinahe-Katastrophe. Während unsachgemäßer Wartungsarbeiten an dem nuklearen Sprengkopf einer Pershing-Rakete, die sich im QRA-Status befand, fiel dieser zu Boden. Der Abschussbereich wurde geräumt und die Stellung hermetisch abgeriegelt. Die befürchtete Detonation erfolgte jedoch nicht. Zuerst erhielt der Unfall den Status 'Broken Arrow' (gebrochener Pfeil), wurde später jedoch in die Kategorie 'Bent Spear' (gebogener Speer) zurückgestuft.[4] Im Jahr 1976 wurde der Standort geräumt und nach Inneringen verlegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke

Sport

Naturdenkmäler

Die Allenspacher Hoflinde ist der älteste und zugleich stärkste Baum im Landkreis Tuttlingen.

Persönlichkeiten

  • Bernhard Häring (1912–1998), Redemptorist, katholischer Moraltheologe, weltweit bekannt durch seine zwei Standardwerke der Moraltheologie Das Gesetz Christi (1954) und Frei in Christus (1979–1981).
  • Margret Marquart, Missionsärztin in Uganda und Ghana (1928–2004), Gründerin des Kpando-Hospitals in Kpando (Ghana), heute Margret-Marquart-Catholic-Hospital (MMCH)

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 658–659
  3. DER SPIEGEL: Netzwerk Friedhof In: Der Spiegel, Ausgabe 6/1983 vom 7. Februar 1983, abgerufen am 1. November 2014
  4. Schwäbische Zeitung: Heuberg entkam knapp Atomunfall In: Schwäbische Zeitung, 8. Januar 2009, abgerufen am 1. November 2014

Weblinks

 Commons: Böttingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Böttingen – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Böttingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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