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Bärtige Glockenblume


Bärtige Glockenblume

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Gattung: Glockenblumen (Campanula)
Art: Bärtige Glockenblume
Wissenschaftlicher Name
Campanula barbata
L.

Die Bärtige Glockenblume (Campanula barbata) ist eine Pflanzenart der Gattung Glockenblumen (Campanula) in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Weitere in Österreich gebräuchliche Volksnamen sind Kuhglocke, Himmelsglöckle und Muttergottesglöckle.

Beschreibung

Die Bärtige Glockenblume wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zvon 10 bis 40 Zentimetern. Der aufrechte Stängel ist steif behaart. Die Grundblätter sind in einer Rosette angeordnet. Sie sind länglich lanzettlich sowie ganzrandig oder leicht gesägt. Am Stängel befinden sich nur wenige kleine bis etwa 10 Millimeter lange schmale Blätter.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Zwei bis zu zwölf Blüten stehen in einem einseitswendigen traubigen Blütenstand zusammen. Die himmelblauen, auch weiße oder violette Krone wird etwa 15 bis 30 Millimeter lang, wobei die fünf Kronzipfel innen lang behaart sind. Die fünf Kelchzipfel sind höchstens halb so lang wie die Krone und haben ein herabgeschlagenes, herzförmiges Anhängsel in den Kelchbuchten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.[1]

Blütenbiologie

Bestäuber sind vor allen Hummeln, seltener Tagfalter, Fliegen oder Käfer.

Die bis zu 5 mm langen Haare innen an den Lappen der Blumenkrone sind wahrscheinlich Abwehr gegen Nektar raubende, aufkriechende Insekten (Ameisen, Ohrwürmer).

Die Blüte dient als Herberge für kleine Insekten, die Differenz zur Außentemperatur kann einige Grade betragen.

Vorkommen

Die Bärtige Glockenblume ist in den Alpen, den östlichen Sudeten und der Tatra anzutreffen.[2] Sie gedeiht in den Alpen in Höhenlagen zwischen 800 und 2700 Metern Meereshöhe.[1] Ein isoliertes Vorkommen in Süd-Norwegen rührt vermutlich aus der Eiszeit her.

Die Bärtige Glockenblume bevorzugt Weiden, Matten und lichte Wälder. Sie ist Verbandscharakterart des Nardion. Als Substrat benötigt die kalkfeindiche Pflanze einen Humuspolster.

Sonstiges

Die nicht selten vorkommende, rein weißblütige Mutante heißt in Kärnten „Mähderkraut“ und gilt auf dem Hut der Mähder als Zeichen besonderer Tüchtigkeit.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Wendelberger: Alpenpflanzen - Blumen, Gräser, Zwergsträucher, München 1984, ISBN 3-7632-2975-2.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 891.
  2. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Campanula - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 4. April 2016.

Weblinks

 Commons: Bärtige Glockenblume (Campanula barbata)  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bärtige Glockenblume (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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