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Axel Schulz (Boxer)


Axel Schulz

Axel Schulz am 11. August 2007 beim Schlecker Cup in Ehingen

Daten
Geburtsname Axel Schulz
Gewichtsklasse Schwergewicht
Nationalität Deutsch
Geburtstag 9. November 1968
Geburtsort Bad Saarow-Pieskow
Stil Linksauslage
Größe 1,91 m
Kampfstatistik
Kämpfe 33
Siege 26
K.-o.-Siege 11
Niederlagen 5
Unentschieden 1
Keine Wertung 1

Axel Schulz (* 9. November 1968 in Bad Saarow-Pieskow, Kreis Fürstenwalde, DDR) ist ein ehemaliger deutscher Boxer.

Amateurkarriere

Als Elfjähriger kam Axel Schulz zur Abteilung Boxen der Fürstenwalder BSG Gaselan. Unter Manfred Gehrke trainierte er sich bis 1982 die Boxgrundlagen an und wurde schließlich von der Talentsichtung der Kinder- und Jugendsportschule des ASK Vorwärts Frankfurt (Oder) entdeckt. Er boxte dann ab 1982 für den ASK Frankfurt (Oder). Das Training zahlte sich aus, Schulz gewann von 1982 an fünf Jahre lang den DDR-Meistertitel in seiner Altersklasse. Im Jahre 1986 qualifizierte sich der erst 17-jährige Schulz für die Junioreneuropameisterschaften in Kopenhagen, Dänemark, die er unter Trainer Ulli Wegner im Halbschwergewicht gewann.

Mit dem Gewinn der DDR-Schwergewichtsmeisterschaft im Seniorenbereich wurde Schulz auch national bekannt und der Meistertrainer Manfred Wolke begann ihn zu trainieren. 1989 startete er seine internationale Karriere im Amateurbereich. Nach dem Gewinn des Chemiepokals im Februar in Halle qualifizierte er sich für die darauf folgenden Europameisterschaften in Athen. Erneut kam er ins Finale, wie bereits drei Jahre davor in Kopenhagen, wurde letztlich allerdings von dem Holländer Arnold Vanderlyde bezwungen. Bei der Weltmeisterschaft in Moskau im selben Jahr verletzte sich Schulz im Viertelfinale, trat deshalb im Halbfinale nicht gegen die kubanische Legende Félix Savón an und gewann die Bronzemedaille.

Profikarriere

Anfänge

Nach seiner folgenden Bänderoperation und der daraus resultierenden Zwangspause von mehr als einem halben Jahr unterschrieb er zusammen mit Wolke und Henry Maske einen Profivertrag bei Wilfried Sauerland. Am 5. Oktober 1990 debütierte Schulz in Düsseldorf als Schwergewichtsprofi gegen George Ajio aus Uganda. Nach seinem Punktsieg und drei weiteren Aufbaukämpfen wurde er von der Zeitschrift Boxsport zum Nachwuchsboxer des Jahres 1990 gekürt.

Schulz besaß nur eine bestenfalls durchschnittliche Schlagkraft, jedoch gepaart mit soliden Nehmerfähigkeiten und einer guten Grundschnelligkeit. Sein Kampfstil war geprägt von defensivem Arbeiten mit der Führhand, um den Gegner zunächst auf Distanz zu halten und ihn dann mit überfallartigen Angriffen attackieren zu können.

1992 setzte er sich in Kassel gegen Bernd Friedrich (zu diesem Zeitpunkt fünf Siege, eine Niederlage) durch und wurde deutscher Meister im Schwergewicht.

1992 und 1993 boxte er zweimal gegen den leicht favorisierten Henry Akinwande um die Europameisterschaft. Trotzte Schulz im ersten Kampf Akinwande noch ein Unentschieden ab, so wusste er im Rückkampf die größere Reichweite seines Gegners nicht durch ausreichende Schnelligkeit und Beweglichkeit zu kompensieren und musste seine erste Niederlage als Profi hinnehmen.

Nach Punkten besiegte Axel Schulz im September 1994 in Leverkusen den bereits 41-jährigen, bei einer Körpergröße von nur 193 m 122 Kilogramm schweren James „Bonecrusher“ Smith über 10 Runden knapp nach Punkten, der seine beste selbstverständlich schon seit langer Zeit hinter sich hatte und in seinen besten Zeiten, in den 1980er Jahren, vor dem Aufstieg Tysons kurzzeitig WBA-Weltmeister gewesen war. Dennoch brach Smith vor nur 2000 Zuschauern Schulz die Nase. Einige der Zuschauer quittierten die einstimmige Entscheidung (99:94, 98:95, 99:95) der drei Punktrichter mit Pfiffen.[1] Mit diesem Sieg rutschte Schulz erstmals in die Top-12 der IBF-Rangliste.

Schulz – Foreman

Mit der guten Ranglistenposition ergab sich für ihn die Möglichkeit, vom amtierenden Weltmeister dieses Verbandes als Herausforderer akzeptiert zu werden. Im Frühjahr 1995 bekam Schulz dann unerwartet diese Chance. Hintergrund war die Tatsache, dass der bereits 45 Jahre alte Exweltmeister George Foreman am 5. November 1994 gegen den WBA- und IBF-Weltmeister Michael Moorer überraschend ein Comeback geschafft hatte. Dem schlagstarken Altmeister gelang in der zehnten Runde, nach Punkten deutlich zurückliegend, ein Sieg. Um zu verhindern, dass er seine beiden gewonnenen Gürtel bei der ersten freiwilligen Titelverteidigung gleich wieder würde abgeben müssen, suchte man in der IBF-Rangliste nach einem relativ ungefährlichen Gegner. Letztendlich entschied man sich mit Axel Schulz für den am schlechtesten platzierten Boxer unter den möglichen Herausforderern.

Wie sich im Nachhinein herausstellte, kam Schulz allerdings nur durch massive Bestechung zu dieser guten Ranglistenposition und somit auch zu diesem WM-Kampf. So erklärte Foremans Promotor Bob Arum, für die Sanktionierung des Fights zwischen Foreman und dem bis dahin völlig unbekannten Schulz damals 100.000 Dollar an die IBF gezahlt zu haben. Arum ergänzte, dass Foreman selbst zu diesem Zweck 250.000 Dollar Bestechungsgelder an die IBF gezahlt habe.[2]

Schulz war in den USA bis dahin so gut wie niemandem ein Begriff; er galt deshalb in den US-amerikanischen Medien als krasser Außenseiter. Zur besseren Vermarktung des Deutschen wurde der Vergleich mit Max Schmeling bemüht. Stand in Deutschland vor allem die Tatsache im Vordergrund, dass es nach Schmeling endlich wieder einen deutschen Weltmeister im Schwergewicht geben könnte, sahen die US-amerikanischen Medien in Schulz vor allem „Schmelings Enkel“. Foreman ging mit seiner Entscheidung, gegen Axel Schulz anzutreten, gleichzeitig dem Pflichtherausforderer der WBA, Tony Tucker, aus dem Weg, weswegen ihm die WBA ihren Titel aberkannte. Daher hielt er zum Zeitpunkt des Kampfes gegen Schulz nur noch den Titel der IBF.

Am 22. April 1995 kam es in Las Vegas zum Aufeinandertreffen beider Kontrahenten und für viele zu einer großen Überraschung. Entgegen vielen Prognosen lieferte Axel Schulz dem Titelverteidiger nicht nur einen beherzten Kampf, es gelang ihm auch, den US-Amerikaner wiederholt vor unerwartete Probleme zu stellen. Bis auf wenige brenzlige Situationen wich er geschickt den gefürchteten Schwingern des Weltmeisters aus, um dann seinerseits in der Halbdistanz zu punkten. Konnte der Außenseiter aus Deutschland letztlich George Foreman auch keine „Boxlektion“ erteilen, was zuvor Evander Holyfield und Tommy Morrison bei ihren Punktsiegen über den Altmeister 1991 bzw. 1993 gelungen war, war er doch zumindest über weite Strecken des Kampfes der aktivere Boxer. Als er den „Fels“ Foreman in der letzten Runde mit einer sauberen Viererkombination ans Kinn ins Wanken brachte, glaubten die meisten an einen neuen Weltmeister. Doch am Ende wurde unter heftigen Unmutsäußerungen der Zuschauer ein knapper Punktsieg des Titelverteidigers bekannt gegeben.

Nach dem Kampf waren nahezu alle Fachleute der Meinung, dass Axel Schulz den Kampf gewonnen hatte. Obwohl um den Lohn seiner Mühen gebracht, wurde Schulz durch diese Niederlage letztlich über Nacht berühmt. Mit seinem beherzten Auftreten sicherte er sich weltweit viele Sympathien. Um die Wogen der Empörung zu glätten, ordnete die IBF einen sofortigen Rückkampf an. Da George Foreman ein weiteres Duell gegen Schulz unbedingt vermeiden wollte und der Aufforderung zum Rückkampf nicht nachkam, wurde ihm auch der IBF-Titel aberkannt.

Schulz – Botha

Nun bekam Schulz gegen den ungeschlagenen, aber nicht besonders angesehenen Südafrikaner Francois Botha eine weitere Chance, um den nunmehr vakanten IBF-Titel zu kämpfen. Die deutschen Medien, besonders der Fernsehsender RTL, welcher die Übertragungsrechte an seinen Kämpfen besaß, wurden nicht müde, mit Axel Schulz endlich wieder einen vermeintlichen deutschen Weltklasseboxer in der Königsklasse zu feiern. Dabei übersah man gerne, dass George Foreman zwar einen großen Namen hatte, jedoch bereits 46-jährig, nicht gerade schlank und beweglich war und seinen WM-Titel nicht zuletzt durch glückliche Umstände errungen hatte. Darüber hinaus war die Bedeutung der unterschiedlichen Weltverbände im Profiboxsport vielen Deutschen gar nicht bewusst. Insgesamt wurde Axel Schulz von weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit als legitimer Anwärter auf den Weltmeisterthron und der Kampf gegen den in Deutschland völlig unbekannten Botha nur als Formsache angesehen. Diese riesige Erwartungshaltung hinterließ bei Schulz ihre Spuren.

Als der Kampf schließlich am 9. Dezember 1995 in Stuttgart stattfand, war von der Unbekümmertheit, mit der Schulz acht Monate zuvor Foreman einen großen Kampf geliefert hatte, nichts mehr zu sehen; im Gegenteil, er wirkte verkrampft und befangen. Botha übernahm von Anfang an die Initiative, wenngleich die meisten seiner Schläge auf der Deckung des Deutschen landeten. Dieser wiederum zeigte viel zu selten seine Aktionen und wenn, dann wirkte er bei seinen Angriffsbemühungen oft nicht entschlossen genug. Obwohl viele Experten Schulz konditionelle Vorteile gegenüber Botha bescheinigt hatten und dieser körperlich nicht gerade einen austrainierten Eindruck machte, blieb der Südafrikaner doch bis zum Ende des Kampfes der aktivere Mann. Dementsprechend ernüchtert waren viele, als Axel Schulz durch Mehrheitsentscheidung abermals einen WM-Kampf verlor. Trotzdem witterten viele Zuschauer, auch aufgrund der persönlichen Anwesenheit des umtriebigen Boxpromoters Don King, abermals Betrug am eigenen Mann. Als Folge daraus kam es zu Tumulten um den Ring, in deren Verlauf neben Gläsern ganze Sektflaschen in den Ring geworfen wurden. Bei diesen Ausschreitungen wurden mehrere Zuschauer in den ersten Reihen leicht verletzt, darunter die Ehefrauen von Henry Maske und Bernie Ecclestone. Nur glücklichen Umständen war es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Seither werden als Konsequenz aus diesen Geschehnissen bei Boxveranstaltungen in Deutschland keine Glasflaschen bzw. Gläser mehr ausgegeben.

Die Fernsehübertragung des Kampfes war für den übertragenden Sender RTL jedoch zum großen Erfolg: mit durchschnittlich 17,96 Millionen und punktuell 18,52 Millionen[3] erreichte der Sender seinen besten Wert, der auch fast zwanzig Jahre später noch Bestand hat.[4]

Als der Sieger Francois Botha nach dem Kampf der Einnahme unerlaubter Mittel überführt wurde, annullierte man die Entscheidung. Somit war der WM-Titel der IBF abermals vakant.

Schulz – Moorer

Nach Bothas Suspendierung kämpfte Axel Schulz am 22. Juni 1996 in Dortmund zum dritten Mal um den Weltmeistertitel. Gegner war diesmal Ex-Weltmeister Michael Moorer. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Kämpfen blieben dieses Mal die Skandale aus. Axel Schulz konnte zwar auch im dritten Anlauf die WM-Krone nicht gewinnen, verkaufte sich jedoch im Rahmen seiner Möglichkeiten akzeptabel und unterlag mit Moorer einem Boxer, der damals durchaus zur Weltspitze zu zählen war.

Nach der Niederlage gegen Moorer war für Axel Schulz die Zeit der lukrativen Kämpfe vorerst vorbei. In einer Reihe von Aufbaukämpfen gelangen ihm Siege gegen mittelmäßige Gegner, unter anderem ein KO-Sieg gegen Kevin McBride, der acht Jahre später mit einem überraschenden Sieg gegen den gealterten Mike Tyson für Aufsehen sorgte. Nach und nach plagte sich Axel Schulz auch immer mehr mit zahlreichen Verletzungen herum, welche ihn zu längeren Pausen zwangen. Diese Zeit nutzte er, um sich unter anderem auf dem Gebiet der Schauspielerei zu versuchen. Doch der Ehrgeiz, im Boxen doch noch einen großen Titel zu gewinnen, ließ ihn nicht los. Selbst eine Operation an der Bandscheibe änderte nichts an seinem Vorhaben. Am 30. März 1999, drei Wochen nach der OP, gab Axel Schulz in Riesa eine Pressekonferenz. Dort erklärte er, dass er nur noch für große Kämpfe zur Verfügung stehe, andernfalls werde er seine Karriere beenden. Er forderte von seinem Promoter Wilfried Sauerland entweder einen Kampf um einen international anerkannten Titel oder einen Vergleich mit einem der Klitschko-Brüder. Letzteres war für die Öffentlichkeit die wahrscheinlich attraktivere Option, hatten sich doch die Ukrainer in letzter Zeit mit spektakulären Auftritten immer mehr ins Rampenlicht geboxt.

Schulz – Klitschko

Axel Schulz bekam schließlich im September 1999 gegen Wladimir Klitschko die Chance, ein drittes Mal um die Europameisterschaft zu boxen und nahm die Herausforderung an. Obwohl sein letzter Auftritt im Ring schon mehr als ein Jahr zurücklag und Wilfried Sauerland und Trainer Manfred Wolke ihm dringend von dem Kampf abrieten, verzichtete Schulz auf einige Aufbaukämpfe als Vorbereitung. Seine Risikobereitschaft zahlte sich letzten Endes aber nicht aus. Als die Begegnung am 25. September 1999 in Köln vor 18.000 Zuschauern stattfand, waren bei Axel Schulz trotz einer harten siebenwöchigen Vorbereitung in Südafrika die deutlichen Spuren der Ringpause nicht zu übersehen. Vom ersten Gongschlag an musste er härteste Treffer seines Gegners einstecken. Außerdem ließ Schulz, wie schon so oft, seinen Offensivdrang vermissen, stattdessen verharrte er immer wieder statisch in seiner Doppeldeckung und schluckte dabei eine steife Linke nach der anderen. Als verhängnisvoll erwies sich dabei besonders das fehlende Distanzgefühl, wodurch er sich ständig in der Halbdistanz vor seinem Gegner aufbaute, was in Anbetracht der Reichweitevorteile Klitschkos optimal für den Ukrainer war. In der achten Runde hatte der Ringrichter ein Einsehen und nahm den schwer gezeichneten Deutschen aus dem Kampf. Axel Schulz zog daraufhin die Konsequenzen und verkündete noch im Ring seinen Rücktritt vom aktiven Boxsport. Trotz jeweils drei Welt- und Europameisterschaftskämpfen gelang ihm letztlich kein internationaler Titelgewinn.

Comebackversuch gegen Brian Minto

Seit seinem Karriereende arbeitet Schulz auch als Sportmoderator und Kommentator. Im Dezember 2005 bekam er eine Offerte von Promoter Don King für ein Comeback. Nach einer erfolgreichen sportmedizinischen Untersuchung trainierte Axel Schulz für einen Kampf gegen den Italoamerikaner Brian Minto. Sein bevorzugter Trainer Ulli Wegner musste ihm allerdings absagen, nachdem dessen Arbeitgeber Wilfried Sauerland eine Zusammenarbeit untersagt hatte. Stattdessen wurde er von Richard Conti aus den USA vorbereitet. Schulz trainierte u.a. in Cape Coral/Florida, wobei der frühere Oberbürgermeister Riesas Wolfram Köhler als Manager fungierte[5].

Im Kampf am 25. November 2006 im Gerry-Weber-Stadion in Halle (Westf.) gegen den in der unabhängigen Computerrangliste auf Platz 26 geführten Minto ging Axel Schulz in der vierten Runde zum ersten Mal zu Boden und verlor nach schwacher Vorstellung in der sechsten Runde durch technischen KO. Axel Schulz konnte seinen Größenvorteil nie nutzen und kaum Wirkungstreffer landen, dagegen war Minto aggressiver und aktiver. Nach dieser Niederlage erklärte Axel Schulz seinen definitiven Rücktritt vom aktiven Boxen.

Ein Erfolg wurde die Übertragung des Boxkampfes für den Privatsender RTL, der sich zuvor die Rechte an der Ausstrahlung gesichert hatte. Während des um 23:07 Uhr gestarteten Kampfes sahen durchschnittlich 11,53 Millionen Menschen zu. Sowohl in der Zielgruppe (14–49 Jahre) als auch bei den Zuschauern ab drei Jahren konnte RTL damit einen Marktanteil von 48,1 Prozent erreichen.

Liste der Profikämpfe

26 Siege (11 K.o.-Siege), 5 Niederlagen (2 K.o.-Niederlagen), 1 Unentschieden, 1 Keine Wertung
Jahr Tag Ort Gegner Ergebnis für Schulz
1990 5. Oktober Deutschland Philipshalle, Düsseldorf, Deutschland Uganda George Ajio Punktsieg (einstimmig) / 6 Runden
16. Juli Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Deutschland Jens Ploesser Sieg / TKO 1. Runde
7. Dezember Deutschland Berlin National Arena, Berlin, Deutschland Vereinigtes Konigreich Barry Ellis Punktsieg / 6 Runden
14. Dezember Deutschland Europahalle Karlsruhe, Karlsruhe, Deutschland Niederlande Ramon Voorn Punktsieg / 6 Runden
1991 28. Februar Deutschland Philipshalle, Düsseldorf, Deutschland Niederlande Ramon Voorn Sieg / TKO 5. Runde
31. Mai Deutschland Berlin National Arena, Berlin, Deutschland Vereinigtes Konigreich Steve Garber Sieg / KO 5. Runde
28. Juni Deutschland Burgtheater Dinslaken, Dinslaken, Deutschland Ungarn Laszlo Virag Sieg / TKO 3. Runde
13. September Deutschland Burg-Wächter Castello, Düsseldorf, Deutschland Vereinigtes Konigreich Steve Gee Sieg / KO 2. Runde
2. Oktober Deutschland Steintor-Varieté, Halle, Deutschland Sierra Leone David Muhammed Punktsieg / 8 Runden
6. Dezember Deutschland Burg-Wächter Castello, Düsseldorf, Deutschland Vereinigte Staaten Charles Dixon Sieg / KO 2. Runde
1992 28. Januar Deutschland Legien Center, Berlin-Mitte, Deutschland Vereinigte Staaten Ricardo Spain Sieg / TKO 2. Runde
6. März Deutschland National Bank Arena, Berlin, Deutschland Vereinigtes Konigreich Gary McCrory Sieg / TKO 2. Runde
25. April Deutschland National Bank Arena, Berlin, Deutschland Ungarn Laszlo Pasterko Punktsieg / 8 Runden
19. September Deutschland Stadthalle Kassel, Kassel, Deutschland Deutschland Bernd Friedrich
vakante deutsche Meisterschaft (BDB)
Punktsieg / 10 Runden
2. Oktober Deutschland Deutschlandhalle, Berlin-Charlottenburg, Deutschland Vereinigte Staaten Ricky Parkey Punktsieg / 8 Runden
19. Dezember Deutschland National Bank Arena, Berlin, Deutschland Vereinigtes Konigreich Henry Akinwande
EBU-Europameisterschaft
Unentschieden (Punktentscheidung) / 12 Runden
1993 1. Mai Deutschland National Bank Arena, Berlin, Deutschland Vereinigtes Konigreich Henry Akinwande
EBU-Europameisterschaft
Punktniederlage (einstimmig) / 12 Runden
7. August Vereinigte Staaten Resorts International, Atlantic City (New Jersey), USA Vereinigte Staaten Kimmuel Odum Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
16. Oktober Deutschland Oberwerth Halle, Koblenz, Deutschland Vereinigte Staaten Carlton West Sieg / KO 2. Runde
1994 7. Mai Deutschland Oberwerth Halle, Koblenz, Deutschland Vereinigte Staaten Al Evans Sieg / TKO 3. Runde
4. Juni Deutschland Westfalenhalle (Dortmund), Dortmund, Deutschland Vereinigte Staaten Troy Jefferson Punktsieg / 8 Runden
18. Juni Vereinigte Staaten Bismark Hotel, Chicago, USA Vereinigte Staaten Jack Basting Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
17. September Deutschland Wilhelm-Dopatka-Halle, Leverkusen, Deutschland Vereinigte Staaten James Smith (Boxer) Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
1995 22. April Vereinigte Staaten MGM Grand Hotel, Las Vegas, USA Vereinigte Staaten George Foreman
IBF/WBU-Weltmeisterschaft
Punktniederlage (Mehrheitsentscheidung) / 12 Runden
9. Dezember Deutschland Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart, Deutschland Sudafrika Francois Botha
vakante IBF-Weltmeisterschaft
Ungültig („No Contest“) / 12 Runden
1996 22. Juni Deutschland Westfalenstadion, Dortmund, Deutschland Vereinigte Staaten Michael Moorer
vakante IBF-Weltmeisterschaft
Punktniederlage (mehrstimmig) / 12 Runden
7. Dezember Osterreich Arena Nova, Wiener Neustadt, Österreich Kuba Jose Ribalta Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
1997 26. April Deutschland Leipziger Messe, Leipzig, Deutschland Spanien Jorge Valdes Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
30. August Deutschland Max-Schmeling-Halle, Berlin, Deutschland Irland Kevin McBride Sieg / TKO 9. Runde
1998 28. Februar Deutschland Westfalenhalle (Dortmund), Dortmund, Deutschland Vereinigtes Konigreich Julius Francis
EBU-Eliminator
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
22. August Deutschland Leipziger Messe, Leipzig, Deutschland Vereinigte Staaten Richard Mason Punktsieg (einstimmig) / 10 Runden
1999 25. September Deutschland Kölnarena, Köln, Deutschland Ukraine Wladimir Klitschko
EBU-Europameisterschaft
Niederlage / TKO 8. Runde
2006 25. November Deutschland Gerry-Weber-Stadion, Halle (Westf.), Deutschland Vereinigte Staaten Brian Mento Niederlage / TKO 6. Runde
Quelle: Axel Schulz in der BoxRec-Datenbank

Ehrung

Sonstiges

Axel Schulz ist seit März 2006 verheiratet und Vater zweier Töchter.

Bei der Deutschlandtour der US-amerikanischen WCW (World Championship Wrestling) wurde er als Bösewicht eingesetzt, weigerte sich aber, den Bitten der Veranstalter nachzukommen und riskante Manöver zu zeigen. Schulz ist auch gelegentlich in Nebenrollen in Film und Fernsehen aktiv sowie regelmäßiger Gast in deutschen Talkshows.

Der Mediensatiriker Oliver Kalkofe nahm Schulz in „Kalkofes Mattscheibe“ gelegentlich auf die Schippe. Anders als andere „Opfer“ meldete sich Schulz bei Kalkofe und bekundete, sich jedes Mal sehr zu freuen und zu amüsieren. Axel Schulz trägt bei jedem öffentlichen Auftritt (auch bei seiner Hochzeit) die Mütze seines Sponsors Fackelmann GmbH & Co KG.

Mitte Februar 2007 wurde bekannt, dass Schulz nur eine Woche nach dem Kampf gegen Brian Minto einen Schlaganfall erlitt. Grund hierfür war eine fünffach erhöhte Konzentration von Thrombozyten. Bereits im September 2006 soll bei Schulz ein Schlaganfall diagnostiziert worden sein, was ihn jedoch nicht davon abhielt, gegen Brian Minto anzutreten.

Am 23. Juni 2012 wurde bekannt, dass es zu einem überraschenden Treffen zwischen Schulz und seinem früheren Gegner Botha gekommen war. Dieser hatte dabei die Gelegenheit zu einer fairen Geste genutzt, indem er Schulz den seinerzeit (s.oben) umstritten erlangten WM-Gürtel übergeben hatte.[7]

Axel Schulz war 1986 als Minderjähriger vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR unter dem Decknamen „Markus“ als Inoffizieller Mitarbeiter angeworben worden.[8] Nachdem Schulz in seinen Berichten nicht die gewünschten Angaben zu Personen und Vorfällen geliefert hatte, beendete das MfS von sich aus die Zusammenarbeit.[9]

Weblinks

 Commons: Axel Schulz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Knochenbrecher machte ernst. In: Berliner Zeitung. 19. September 1994, abgerufen am 14. August 2015.
  2. http://www.rp-online.de/sport/ermittlungen-im-korruptionsskandal-lieferten-erste-beweise-aid-1.1543553
  3. Fernsehzuschauerzahlen des Kampfes Schulz gegen Botha. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Dezember 1995, S. 28
  4. Coole Taktikerin gewinnt über 1,5 Millionen
  5. Andreas Lorenz: Mein Höllencamp im Paradies. Bei 60 Grad schuftet der Schwergewichtler in Florida für sein Comeback im Boxring. In: Berliner Kurier. 2. August 2006, abgerufen am 14. August 2015.
  6. Märkische Allgemeine, 16. Dezember 2013, S. 18
  7. http://www.sport1.de/de/boxen/newspage_577218.html
  8. Axel Schulz gibt Stasi-Mitarbeit zu . Mitteldeutsche Zeitung. 26. Oktober 1995. Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  9. Spitzer, Giselher: „Sicherungsvorgang Sport“ Das Ministerium für Staatssicherheit und der DDR-Spitzensport, 1.Auflage, Verlag Hofmann, Schorndorf 2005, ISBN 3-7780-8971-4, S. 212


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