Autobahn 1 (Schweiz) - LinkFang.de





Autobahn 1 (Schweiz)


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Autobahn A1 in der Schweiz
  
   
Karte
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Gesamtlänge: ca. 410 km

Kanton:

Die Autobahn 1, bis 1996 als N1 bezeichnet, durchquert die Schweiz in Ost-West-Richtung und macht ungefähr ein Fünftel des schweizerischen Nationalstrassennetzes aus. Sie verbindet das südwestlich gelegene Genf mit St. Gallen im Nordosten und endet in St. Margrethen an der österreichischen Grenze. Heute ist sie durchgehend als richtungsgetrennte Autobahn mit mindestens zwei Spuren und einem Pannenstreifen pro Fahrtrichtung ausgeführt.

Die A1 ist mit der Nationalstrasse 1 weitgehend deckungsgleich; Ausnahmen bilden die Regionen Zürich (N35/N36) und Genf (N31).

Geschichte

Bereits die 1956 von den Automobilclubs der Schweiz eingereichte Volksinitiative zur Verbesserung des Strassennetzes schlug den Bau einer Autostrasse auf der West-Ost-Verbindung vor.

Am 10. Mai 1962 wurde die Grauholzautobahn als erstes Teilstück der N1 eröffnet. Der acht Kilometer lange Abschnitt diente zur Entlastung der Hauptstrasse durch Zollikofen.[2]

Am 1. Mai 1964, pünktlich zur Landesausstellung in Lausanne, folgte ein erstes längeres Stück Autobahn, der 60 Kilometer lange Abschnitt GenfLausanne der N1.[3] Am 10. Mai 1967 entstand mit der Fertigstellung der Strecke von Oensingen bis Hunzenschwil ein weiteres, 85 km langes Stück der N1. Es war damals die längste zusammenhängende Autobahn der Schweiz. Am 16. August 1967 wurde die erste Raststätte in Kölliken eröffnet.

Die Autobahnraststätte bei Würenlos im Aargau war bei ihrer Eröffnung am 1. Dezember 1972 das weltweit grösste Autobahnbrückenrestaurant. Die Shoppingbrücke misst 140 Meter und bietet Platz für 16 Läden. Wegen seiner Form erhielt das Bauwerk den Spitznamen «Fressbalken».[3]

Die 1985 eröffnete Nordumfahrung Zürich verbindet die Autobahnabschnitte westlich und östlich der Agglomeration Zürich. Nach einem früheren, am Widerstand in der Bevölkerung gescheiterten Projekt, dam so genannten Zürcher Expressstrassen-Y, wäre die N1 mitten durch die Stadt Zürich gebaut worden. Der Durchgangsverkehr musste vor der Eröffnung der Nordumfahrung jahrelang die provisorische Verbindung Hardbrücke-Rosengartenstrasse benützen.[4]

Das in den 1990ern eröffnete A1-Teilstück Murten–Payerne ist über einen Rollweg bei der Halle 5 mit dem Militärflugplatz Payerne verbunden und kann notfalls als zusätzliche Start- und Landepiste verwendet werden. Jedoch wurde seit dem Bau der Autobahn diese Möglichkeit noch nie genutzt.

1995 kam es zum längsten Verkehrsstau auf der N1, als nach mehreren Unfällen im Ferienverkehr die Strecke zwischen Bern und Niderbipp auf 53 Kilometern blockiert war.[5]

Seit 1996 sind die Schweizer Autobahnen nach dem europäischen Muster von N wie Nationalstrasse auf A wie Autobahn umbenannt worden.[3]

Am 5. April 2001 wurde als letztes Teilstück der A1 der Abschnitt zwischen Murten und Yverdon eröffnet. Diesem Teilstück erwuchs in der Bevölkerung Widerstand, der im April 1990 mit der Kleeblatt-Initiative seinen Höhepunkt erreichte.

Autobahnzubringer

Die Autobahnzubringer (A1a, A1H, A1L und A1.1) sind in der Regel selber als richtungsgetrennte Autobahn ausgeführt. Sie sind mehrheitlich ebenfalls Teil des Nationalstrassennetzes der Schweiz.

Ausbauprojekte

Härkingen–Wiggertal[6]

Die von 4 auf 6 Spuren verbreiterte Strasse mit einer Brücke über die Aare wurde im Jahr 2015 in Betrieb genommen. In diesem Bereich benützen die A2 und die A1 einen gemeinsamen Strassenverlauf.

Luterbach–Härkingen[7]

Die Strecke zwischen den Verzweigungen Härkingen und Luterbach könnte gemäss einem neuen Projekt von 2022 bis 2030 auf 6 Spuren erweitert werden. Die A1 ist in diesem Bereich sehr stark belastet, da es keine weitere Ost-West-Autobahn in diesem Bereich am Jurasüdfuss gibt.

Region Zürich

In der Region Zürich ist das Verkehrsaufkommen auf der A1 besonders gross, mehrere Autobahnstrecken sind regelmässig überlastet. Schwierig war früher oft die Verkehrslage beim Bareggtunnel, der zur von den Autobahnen 1 und 3 gemeinsam benutzten Strecke Birrfeld–Limmattalerkreuz gehört. Die Autobahn hat in diesem Abschnitt drei Fahrstreifen in beiden Richtungen, während die beiden alten Tunnelröhren dagegen waren nur je zweispurig (ohne Pannenstreifen) ausgelegt waren. Mit dem Bau einer dritten dreispurigen Tunnelröhre für die Fahrtrichtung Bern und der Zuteilung der beiden alten Tunnelröhren zu den Spuren in Richtung Zürich konnte dieser Flaschenhals beseitigt werden. Seither häuften sich die Verkehrsstaus allerdings am Gubristtunnel, der im Rahmen der Nordumfahrung Zürich (N1c/N20) gebaut und nur zweispurig ausgeführt worden ist, heute jedoch den Verkehr der Autobahnen 1 und 4 aufnimmt. Am 6. Juni 2016 begannen die Hauptarbeiten zum Ausbau der Nordumfahrung von Zürich.[8]

Europastrassen

E23 (Metz FrankreichVallorbe –)
Verzweigung Essert-Pittet 9 − Verzweigung Ecublens 1a
(– Lausanne)
E25 (Hoek van Holland NiederlandeBasel –)
Verzweigung Härkingen 2 BernGenf – Grenzübergang Bardonnex
(– Palermo Italien)
E27 (Belfort FrankreichPorrentruy –)
Verzweigung Schönbühl 6 – Verzweigung Bern Weyermannshaus 12
(– VeveyAosta Italien)
E35 (Amsterdam NiederlandeBasel –)
Verzweigung Härkingen 2 – Verzweigung Wiggertal 2
(– ChiassoRom Italien)
E41 (Dortmund DeutschlandBargen – )
Verzweigung Winterthur Nord 4 Zürich Nord – Autobahnkreuz Limmattal
(– Altdorf) 4
E60 (Brest FrankreichBasel –)
Verzweigung Birrfeld 3 St. Margrethen 7
(– IrkeschtamKirgisistan)
E62 (Nantes Frankreich–)
Grenzübergang BardonnexGenf – Verzweigung Villars-Ste-Croix 9
(– SimplonpassGenuaItalien)

Bilder

Siehe auch

Weblinks

 Commons: A1 (Schweiz)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eröffnung Neufeldtunnel 2009 (Memento vom 3. Januar 2015 im Internet Archive) (PDF)
  2. Eröffnung Grauholz-Autobahn im Mai 1962. Schweizer Radio und Fernsehen, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  3. 3,0 3,1 3,2 Die Autobahn A1. SRF, abgerufen am 31.05.2016.
  4. Buch Uno Zero Zero ISBN 978-3-9524239-0-5 Seite 230
  5. Die Schweizer Autobahnen. 20 Minuten, abgerufen am 24. März 2013.
  6. ASTRA - A1 Härkingen–Wiggertal 6-Streifen-Ausbau. In: www.astra.admin.ch. Abgerufen am 31. Mai 2016.
  7. ASTRA - A1 Luterbach–Härkingen 6-Streifen-Ausbau. In: www.astra.admin.ch. Abgerufen am 31. Mai 2016.
  8. Medienmitteilung vom 6. Juni 2016 über den Beginn der Bauarbeiten.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn 1 (Schweiz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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