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Aufseß (Adelsgeschlecht)


Die Aufseß sind ein edelfreies Adelsgeschlecht (siehe auch Liste fränkischer Rittergeschlechter) mit gleichnamigem Stammhaus im Landkreis Bayreuth

Geschichte

Ursprung

Die Aufseß wurden mit „Herolt de Ufsaze“ im Jahr 1114 erstmals urkundlich erwähnt. Die direkte Stammreihe begann mit Otto von Aufseß (erwähnt 1296). Die Stammsitze der Familie sind die Schlösser Unteraufseß, Freienfels und Wüstenstein[1] über dem Aufseß- und dem Wiesent­tal in der Fränkischen Schweiz (Oberfranken).

Verbreitung

Die von Aufseß erbauten in der Fränkischen Schweiz 17 Burgen: Unteraufseß, Wüstenstein, Schloss Freienfels, Schloss Oberaufseß, Höchstaufseß, Königsfeld I, Heroldstein, Heckenhof, Neidenstein a. d. Wiesent, Sachsendorf, Stechendorf, Truppach I und III,[2] Veilbronn I, Weiher I und II an der Wiesent und Wolkenstein. Besitzanteile hatten sie an Hagenbach, Kainach, Königsfeld II, Neuhaus, Mengersdorf, Reifenberg, Veilbronn II, Wadendorf und Waischenfeld.[3] Bei Hof verfügten sie über einen Ansitz in Hofeck.

Adelserhebungen

Am 24. März 1695 wurden Johann Friedrich von Aufseß, kurfürstlich bayerischer Kammerherr, und sein Bruder Christoph Wilhelm von Aufseß in den Reichsgrafenstand erhoben. Am 24. November 1714 erhielten Carl Sigmund, Ernst Alexander, Carl Friedrich, Carl Heinrich und Heinrich Christoph von Aufseß den Reichsfreiherrenstand.

Die Aufseß wurden am 18. Januar 1813 in die bayerische Freiherrenklasse immatrikuliert und bekamen am 28. November 1882 die Genehmigung, sich mit allen Familienangehörigen „Freiherr (Freifrau) von und zu Aufseß“ zu nennen.

Linien der Familie

  • I. Linie (Unter-Aufseß), lutherisch und katholisch
Hans Philipp Werner Christian Gottlob Franz Freiherr von und zu Aufseß (* 7. September 1801 auf Schloss Unteraufsess; † 6. Mai 1872 in Münsterlingen, Thurgau (Schweiz)); Gründer des Germanischen Nationalmuseums zu Nürnberg
  • II. Linie (Oberaufseß), lutherisch
Hans Max Otto Hermann Karl Gustav Freiherr von und zu Aufseß (* 4. August 1908 in Berchtesgaden; † 1993) Rechtsanwalt, Generaldirektor der Herzoglichen Coburg´schen Hauptverwaltung, Fränkischer Schriftsteller unter anderem Der Franke ist ein Gewürfelter.

Persönlichkeiten

Wappen

Der Wappenschild in Blau zeigt eine rote Rose auf einem silbernen Querbalken. Die Helmdecken sind Silber und Blau. Die Helmzier besteht aus zwei Büffelhörnern, die in mehreren Wappenbüchern das Motiv des Wappenschildes vollständig in der beschriebenen Tingierung wiederholen. Zwischen den Hörnern erhebt sich zentral eine bis mehrere Pfauenfedern.

Literatur

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I. Band 53 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag. Limburg (Lahn) 1972. S. 153.
  • Ernst Freiherr von und zu Aufseß: Geschichte von Oberaufseß. o.O. 1890.
  • Otto Freiherr von und zu Aufseß: Geschichte des uradelichen Auffseß’schen Geschlechts in Franken. Berlin 1888.
  • Markus Wilson: Reichsritterschaft und Herrschaftsordnung. Der Fall des Hans Wilhelm v. Aufseß (Magisterarbeit). Regensburg 1997.
  • Hans Max Frh. von und zu Aufseß: Burg Aufseß. Lebensbild einer fränkischen Ritterburg. 1956.
  • August Gebeßler: Stadt und Landkreis Hof. München 1960. S. 29.
  • Der in Bayern immatrikulierte Adel. Band XVI. S. 163.
  • Gustav Voigt: Der Adel am Obermain. Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken, Bd. 28, Kulmbach 1969.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Reichsritterschaftsort Gebürg: Wüstenstein
  2. siehe auch Wandereisen-Holzschnitte von 1523
  3. Gustav Voit u.a.: Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz. Bayreuth 1992. S. 80.
  4. vgl. Liste der Regimenter des fränkischen Reichskreises
  5. Datensatz zu Hans Werner von Aufseß bei der Deutschen Nationalbibliothek.

Weblinks

 Commons: Aufseß (Adelsgeschlecht)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Aufseß (Adelsgeschlecht) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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