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Aufschluss (Geologie)


Ein Aufschluss (bisweilen auch Anriss oder Ausbiss genannt, siehe jedoch → Ausbiss) ist eine Stelle an der Erdoberfläche, an der Gestein, das mit dem regionalen Gesteinsuntergrund verbunden ist (sogenanntes anstehendes Gestein), unverhüllt zu Tage tritt.[1][2][3] Dieses ist unter humiden (feuchten) Klimabedingungen insbesondere im Flachland oftmals weitgehend durch Boden und Pflanzenbewuchs verdeckt und daher nicht aufgeschlossen. Lassen sich in einem Aufschluss neben der Gesteinsart auch grobe Strukturen wie Klüftung, Schichtung oder Schieferung erkennen und einmessen, spricht man von relativ guten, sind auch Details wie Sedimentstrukturen erkennbar, von idealen Aufschlussverhältnissen. Aufschlüsse sind auch Orte zur Aufnahme von Gesteinsproben für wissenschaftliche oder technische Zwecke.

Man unterscheidet:

Im weitesten Sinne kann man auch die Gesteinsproben, die durch geologische Bohrungen gewonnen wurden (→ Bohrkern), als künstlichen Aufschluss bezeichnen.

An künstlichen wie natürlichen, relativ „frischen“ steilen Geländeanschnitten (z.B. an Steilküsten oder in aktiven Steinbrüchen), kann in humiden Klimazonen oberhalb des anstehenden Gesteins oft auch ein Bodenprofil beobachtet werden.

Aufschlüsse jedweder Art sind die wichtigsten Datenquellen für die Geologie im Allgemeinen[4] (vgl. → Geoarchiv) und für geologische Kartierungen im Besonderen, da man an ihnen die an exakt dieser Stelle anzutreffenden geologischen Verhältnisse ablesen kann. Fehlen Aufschlüsse in einem bestimmten Gebiet, kann anhand gehäuft im Boden auftretender, loser Gesteinsfragmente - mit Bedacht - auf das eventuell tieferliegende Anstehende geschlossen werden (→ Lesesteine).

Aufschluss im Bergbau

Im Bergbau steht Aufschluss für den technischen Vorgang der Freilegung einer geologischen Formation oder Lagerstätte. Der Aufschluss im Tagebau entspricht dem Entfernen des Deckgebirges über der Lagerstätte. Der Aufschluss im Untertagebau erfolgt durch das Abteufen von Schächten, dem Auffahren von Strecken sowie der Ausrichtung und Vorbereitung der Lagerstätte zum Abbau.[5]

Einzelnachweise

  1. Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S. 11.
  2. Christiane Martin, Manfred Eiblmaier (Hrsg.): Lexikon der Geowissenschaften. In sechs Bänden, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg [u. a.] 2000-2002.
  3. Lernort Geologie. Modul H: Geologische Arbeitsmethoden. Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München 2010 (PDF ), S. 299 ff.
  4. siehe z. B. Karl Jüttner: Aufschlüsse als geologische Dokumente im unteren Thayalande. Jahrbuch der Zweigstelle Wien der Reichsstelle für Bodenforschung (Jb. Geol. Bundesanst.). Bd. 89, 1939, S. 377–411 (PDF 2,2 MB).
  5. Das Bergbau-Handbuch, Glückauf Verlag, 5. Aufl. 1994, ISBN 978-3773905673, S. 41

Weblinks

 Commons: Aufschlüsse  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Geologie

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