Aufholeffekt - LinkFang.de





Aufholeffekt


Der Aufholeffekt (auch: Catching-up-Effekt) beschreibt folgende Beobachtung: Geht man von einem gegebenen Ausgangspunkt aus, so erreichen arme Volkswirtschaften tendenziell ein schnelleres Wirtschaftswachstum als reichere Länder.

Bereits sehr geringe Investitionen in einer wenig entwickelten Volkswirtschaft würden beispielsweise zu ersten Werkzeugen führen, mit denen eine stark verbesserte Produktion möglich wäre.

Grundlagen der Catching up-Hypothese

Nach der neoklassischen Konvergenzhypothese findet aufgrund unterschiedlicher Ausgangswerte der Kapitalintensität eine Annäherung (Konvergenz) der Pro-Kopf-Einkommen von Volkswirtschaften statt. Die Follower (ärmere Volkswirtschaften) haben eine geringere Kapitalintensität als Leader (reichere Volkswirtschaften) und somit besteht für die Follower ein Aufholpotenzial. Die neoklassische Konvergenztheorie wird von Moses Abramovitz durch sogenannte „Social Capabilities“ relativiert, d.h. eine Volkswirtschaft muss, um am Aufholprozess teilhaben zu können eine gewisse Basis haben (Rechtssicherheit, Humankapital...). Falls offene Volkswirtschaften vorliegen, kann durch Wissenstransfer, also Austausch von neuen Technologien eine Verstärkung des catching-up-Prozesses entstehen.

Sala-i-Martin hat zwei wichtige Kriterien zur Unterscheidung der Annäherungsprozesse eingeführt: Es liegt eine β-Konvergenz vor, wenn eine schwächer entwickelte Volkswirtschaft höhere Wachstumsraten aufweist als stärker entwickelte Volkswirtschaften. Bedingte β-Konvergenz deutet an, dass nur solche Volkswirtschaften langfristig dasselbe Einkommensniveau erreichen, welche bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So beispielsweise "gleiche Ausstattung mit Humankapital" oder "Infrastruktur". Die σ-Konvergenz liegt vor, wenn eine Gruppe von Volkswirtschaften, langfristig betrachtet, zum selben Einkommensniveau tendiert.

Literatur

  • Tobias Frisch: Konvergenz und Divergenz im europäischen Integrationsprozess/ EU-Osterweiterung und Migration: Zwei Essays. Grin, München 2010, ISBN 978-3-640-52186-9.
  • Xavier Sala-I-Martin: Economic Growth. MIT Press, Cambridge 2004, ISBN 0-262-02553-1.

Weblinks


Kategorien: Entwicklungsökonomik

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Aufholeffekt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.