Aschau im Chiemgau - LinkFang.de





Aschau im Chiemgau


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: RosenheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 615 m ü. NHN
Fläche: 79,61 km²
Einwohner: 5647 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83229
Vorwahlen: 08052, 08057 (Sachrang)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 114
Gemeindegliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kampenwandstr. 36
83229 Aschau i.Chiemgau
Webpräsenz: www.aschau.de
Erster Bürgermeister: Peter Solnar (FWG-Aschau )
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Aschau im Chiemgau (amtlich: Aschau i.Chiemgau) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim mit den beiden Hauptortsteilen Aschau und Sachrang. Überragt wird der Fremdenverkehrsort von der 1.669 Meter hohen Kampenwand (Chiemgauer Alpen) und dem mitten im Priental thronenden Schloss Hohenaschau aus dem 12. Jahrhundert.

Geografie

Aschau im Chiemgau liegt rund 23 km südöstlich von Rosenheim, 12 km südlich von Prien am Chiemsee, 32 km südwestlich von Traunstein und 28 km nördlich von Kufstein, wobei die Grenze von Österreich (Tirol) lediglich 12 km von Aschau entfernt ist. Aschau ist Endpunkt der Chiemgaubahn von Prien am Chiemsee, überdies befindet sich hier die Talstation der Kampenwandbahn.

Von der Ortsmitte ca. 4 km entfernt, erstreckt sich im Nordosten das Naturschutzgebiet Bärnsee. Dieser See ist umgeben von einer wilden Hochmoorlandschaft (Aschauer Fuizn) und steht aufgrund seiner artenreichen Flora und Fauna unter Naturschutz. Neuerdings ist hier auch der Biber beheimatet.[2] Durch das Moor führt ein gut befestigter Wanderweg. Aufgrund des Naturschutzes ist Schwimmen und Baden im Bärnsee verboten.[3]

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Aschau im Chiemgau besteht aus 43 Ortsteilen:[4]

Geschichte

Das Schloss Hohenaschau wurde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts im Oberen Priental erbaut durch Konrad und Arnold von Hirnsberg. Bedeutsame Adelsgeschlechter erweiterten den Besitz und bauten das Schloss zum Mittelpunkt des Verwaltungssitzes ihrer Herrschaft aus. Die Herrschaft Hohenaschau war zwar kein Fürstentum im eigentlichen Sinn, hatte aber dennoch eine ganze Reihe von Hoheitsrechten wie das Recht der Hoch- und Blutgerichtsbarkeit.

Bei den Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses im Stil der Renaissance (1540–1560) und des Hochbarock (1672–1686) wurden die barocke Schlosskapelle und das ehemalige Benefiziatenhaus, das heutige Prientalmuseum, errichtet. Nach weiteren Veränderungen, vor allem von 1905 bis 1908 durch Theodor von Cramer-Klett, ging der Besitz an die Bundesrepublik Deutschland über und wird heute als Ferienwohnheim der Bundesfinanzverwaltung genutzt.

Hohen- und Niederaschau wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbständige politische Gemeinden. Am 1. Januar 1966 wurden Hohen- und Niederaschau zur Gemeinde Aschau im Chiemgau zusammengelegt.[5]

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 erfolgte im Zuge der Gemeindegebietsreform die Eingliederung der früheren Gemeinde Sachrang sowie des südlichen Teils der früheren Gemeinde Umrathshausen in die Gemeinde Aschau im Chiemgau.[6] Hierdurch wurde sie zur flächenmäßig größten Gemeinde im Landkreis Rosenheim.

Politik

Gemeinderat

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 kam es zu folgender Zusammensetzung des Gemeinderates:

Partei Sitze
FWG-Aschau 8
CSU 7
ABL 3
PTL 2
Gesamt 20[7]

Bürgermeister

1. Bürgermeister: Peter Solnar (FWG)
2. Bürgermeister: Max Pfaffinger (FWG)
3. Bürgermeisterin: Monika Schmid (FWG)[7]

Wappen

Blasonierung: In Silber auf der mittleren Kuppe eines dreiteiligen blauen Felsenberges eine grüne Esche.

Das Wappen wird seit 1967 geführt. Die Esche leitet sich vom Ortsnamen ab.[8]

Wirtschaft

Verkehr

Es bestehen Busverbindungen nach Rosenheim, Sachrang und Bernau am Chiemsee sowie eine Bahnverbindung nach Prien über die Chiemgaubahn.

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Aschau im Chiemgau

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Im Rahmen des Bankerljahres[9] sind in Aschau rund 450 Sitzbänke und über 160 Themenbänke aufgebaut. Diese Themenbänke sind individuell gestaltet und stehen an reizvollen Plätzen. Beispiele sind das Pumuckl-Bankerl oder eine Bank in Form eines Bierfasses.
  • Kampenwandbahn, Seilbahn zur Kampenwand[10]
  • Schloss Hohenaschau, im 12. Jahrhundert als Burg errichtet, später immer wieder umgebaut und erweitert, zuletzt von Theodor von Cramer-Klett modernisiert, heute größtenteils im Besitz der Bundesfinanzverwaltung als Ferienwohnheim.[11]
  • Falknerei Burg Hohenaschau[12]
  • In und um Aschau befinden sich zahlreiche Wanderwege, u. a. die Grenzenlos Wanderwege[13]
  • Prientalmuseum im Schloss Hohenaschau[14]
  • Müllner-Peter-Museum im Ortsteil Sachrang[15]
  • Kath. Pfarrkirche Darstellung des Herrn, ab Mitte 17. Jahrhundert barockisiert, erweitert durch Hofbaumeister Johann Baptist Gunetzrhainer, ihre Geschichte reicht zurück bis ins 12. Jahrhundert, dazu Kreuzkapelle.[16][17]
  • Rastkapelle in Hohenaschau[18]
  • Schlossbrauerei in Hohenaschau
  • Chiemgau-Bahn, die Bahnverbindung zwischen Aschau und Prien am Chiemsee

Persönlichkeiten

  • Theodor Freiherr von Cramer-Klett (1817–1884), Kaufmann und Industrieller, ehemaliger Eigentümer von Schloss Hohenaschau
  • Hans Stubenrauch (1875–1941) Maler und Schriftsteller; ist hier geboren
  • Ludwig-Benedikt Freiherr von Cramer-Klett (1906–1985), Jagdschriftsteller (CIC-Kulturpreis)
  • Hans Clarin (1929–2005), Schauspieler und Synchronsprecher
  • Wohnort von Christian Wolff (* 1938), Schauspieler
  • Peter Michael Hamel (* 1947), Komponist, gründete 1998 Interkulturelles Musikinstitut in Aschau
  • Wirkensort von Heinz Winkler (* 1949), Koch

Bilder

Literatur

  • Stefan Breit: Die Herrschaft Hohenaschau. In: Wolfgang Jahn, Margot Hamm, Evamaria Brockhoff (Hrsg.): Adel in Bayern, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2008. Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg, S. 284–292, ISBN 978-3-937974-19-4.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.myheimat.de/aschau-im-chiemgau/natur/erste-biberspuren-am-baerensee-chiemgau-endeckt-d2509183.html
  3. http://www.aschau.de/de/baernsee-fuizn-und-sagen
  4. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111021/023711&attr=OBJ&val=491
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 561.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588 und 589.
  7. 7,0 7,1 http://www.aschau.de/de/gemeinderat-1
  8. Aschau im Chiemgau: Wappengeschichte vom HdBG
  9. Bankerldorf
  10. www.kampenwand.de
  11. http://www.aschau.de/de/schloss-hohenaschau
  12. www.falknerei-burghohenaschau.de
  13. www.aschau.de/de/grenzenlos
  14. http://www.aschau.de/de/prientalmuseum-1
  15. http://www.aschau.de/de/muellner-peter-museum
  16. http://www.aschau.de/de/pfarrkirche-innen
  17. http://www.aschau.de/de/kreuzkapelle
  18. http://www.aschau.de/de/die-rastkapelle

Weblinks

 Commons: Aschau im Chiemgau  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Aschau im Chiemgau – Reiseführer

Kategorien: Ort im Chiemgau | Ort im Landkreis Rosenheim | Aschau im Chiemgau | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Aschau im Chiemgau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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