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Arnstorf


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-InnVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 80,48 km²
Einwohner: 6654 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94424
Vorwahl: 08723
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 111
Marktgliederung: 151 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 8
94424 Arnstorf
Webpräsenz: www.arnstorf.de
Bürgermeister: Alfons Sittinger (CSU)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Arnstorf ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie

Geografische Lage

Der Markt Arnstorf liegt an der Kollbach in der Region Landshut inmitten der Unterbayerischen Hügellandschaft. Arnstorf befindet sich etwa 20 km südlich von Landau, 29 km östlich von Dingolfing, 22 km nordöstlich von Eggenfelden, 18 km nördlich der Kreisstadt Pfarrkirchen sowie 32 km westlich von Vilshofen. Die ausgebaute B 20 ist nur wenige Kilometer entfernt; die beiden nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich erst in Landau und Pfarrkirchen.

Gemeindegliederung

Arnstorf hat 151 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Arnstorf, Hainberg, Jägerndorf, Kohlstorf, Mariakirchen, Mitterhausen, Ruppertskirchen, Sattlern und Unterhöft.

Geschichte

Arnstorf wurde erstmals 1145 urkundlich erwähnt. Der Markt Arnstorf gehörte bis 1847 den Freiherrn von Closen und stand unter der Landeshoheit des Kurfürstentums Bayern. Die Abgrenzung der verschiedenen rechtlichen Zuständigkeiten war hier oft umstritten, da Arnstorf seit 1419 Marktrecht besaß, Sitz einer geschlossenen Hofmark war und in drei verschiedenen Hochgerichtsbereichen lag (Eggenfelden, Reichenbach, Landau). Um die Staatskasse zu füllen, stattete der Landesherr verdienstvolle Adelige mit besonderen Rechten aus. Die Arnstorfer Closen waren als Hofmarksherren Richter und Grundherren. Sie waren die "Herrschaft" und übten diese über Land und Leute ihres Besitzbereiches aus. 1419 wird Arnstorf Markt. Mit der Markterhebung von 1419 war mit Zustimmung der Märkte Eggenfelden und Pfarrkirchen das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten verbunden. Mit der Verleihung des Marktrechtes war die wirtschaftliche Grundlage für den Markt gegeben. Die Folge war eine kaufmännisch-gewerbliche Betätigung der Einwohner.

Bei der Gemeindebildung 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern setzte das Patrimonialgericht Arnstorf der Freiherrn von Closen gegenüber dem Landgericht Eggenfelden die patrimonialgerichtische Konstituierung des Marktes selbst und der Gemeinden Jägerndorf und Hainberg durch.[3] 1848 wurde das Patrimonialgericht Arnstorf aufgelöst.

Mit Verordnung vom 24. Februar 1862 wurde die Arnstorf aus dem Landgericht Eggenfelden ausgegliedert und dem 1861 neu errichteten Landgericht Arnstorf zugeteilt, das zusammen mit dem Landgericht Eggenfelden das Bezirksamt Eggenfelden bildete. 1933 hatte Arnstorf 1734 Einwohner.[4] Aus dem Bezirksamt Eggenfelden ging 1939 der Landkreis Eggenfelden hervor. Seit Auflösung des Amtsgerichtes Arnstorf am 15. Juni 1943 gehörte Arnstorf zum Amtsgericht Eggenfelden.

1903 erhielt Arnstorf mit der Eröffnung der Bahnstrecke Landau–Arnstorf einen Eisenbahnanschluss. Die Strecke wurde 1994 stillgelegt, auf ihrer Trasse verläuft seit 1999 ein Radweg.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hainberg und Ruppertskirchen sowie Teile von Mitterhausen und Unterhöft eingegliedert. Jägerndorf folgte am 1. Juli 1972.[5] Kohlstorf und Mariakirchen folgten am 1. Mai 1978.[6]

Abtretungen

Am 1. Januar 1975 wurde ein Gebiet mit etwa 100 Einwohnern an die Nachbargemeinde Malgersdorf abgetreten.[6]

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 20 Marktgemeinderatsmitgliedern zusammen. Die Kommunalwahlen 2014 führten zu der folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat[7]:

2014
CSU 5
LWG Mariakirchen 3
SPD 2
LWG Ruppertskirchen 2
LWG Jägerndorf 2
LWG Mitterhausen 2
UWG 2
Junge Generation 1
LWG Hainberg-Neukirchen 1
Gesamt 20

Wappen

Ein säbelschwingender Arm, der ein altes Reichssymbol für Marktfrieden sein soll. Die Beschreibung des jetzigen Wappens lautet: "In von Schwarz und Gold gespaltenem Schild ein von links vorbrechender, in verwechselten Farben gekleideter Arm, ein silbernes Schwert mit goldenem Griff haltend". Die Farben sind diejenigen des Wappens des Closen-Geschlechts.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Arnstorf wird 1253 erstmals als Pfarrei genannt. Die jetzige Kirche wurde im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil erbaut. Der gotischen Einrichtung folgte eine barocke Ausstattung.
  • Schneekapelle
Schon um die Zeit des Dreißigjährigen Krieges stand an der Stelle, wo später die Kapelle "Maria Schnee" erbaut wurde, eine Kreuzsäule, bei der Arnstorfer ihre Anliegen der Fürbitten Mariens anvertrauten. Baujahr und Baumeister der Schneekapelle sind unbekannt. Die ungefähre Bauzeit lässt sich aufgrund des ausgeliehenen Kapitals aus der Kapellenstiftung, auf die Zeit zwischen 1723 und 1730 errechnen.
  • Das „Alt-Arnstorf-Haus“
Ein heimatkundlich engagierter Verein machte 1980 das an der Steinbachbrücke gelegene Blockhaus (18. Jh.) mit angebautem Stall und Scheune vom Typus des „Eckflez-Hauses“ als Museum zugänglich. Er stellt darin Möbel, Hausrat und landwirtschaftliche Geräte aus. Eine komplett eingerichtete Schusterwerkstatt gibt Einblick in das Handwerksleben vergangener Zeiten. Seit 1993 wird die Sammlung des Arnstorfer Photographen Joseph Gollwitzer mit 25.000 Glasnegativen inventarisiert und archiviert.
In der vom Markttreiben abgerückten, ins 15. Jh. zurückgehenden Wasserburg schufen die Reichsfreiherren von Closen einen repräsentativen Adelssitz. Das Schloss ging im 19. Jh. durch Heirat in den Besitz der Grafen Deym über. Zwei Prunkräume, darunter der sogenannte Kaisersaal, wurden 1714 von Melchior Steidl mit mythologischen Szenen ausgestaltet. Der Freskant war nicht nur mit der Barockkunst Roms vertraut, sondern hatte an den besten Fürstenhöfen gearbeitet. In den kleineren der beiden Prunkräume wurde im 19. Jh., dem damaligen Zeitgeist entsprechend, ein privates Theater eingebaut. Die Schlosskapelle St. Katharina mit einem Deckenfresko von Steidl wurde 1715 umgestaltet. Die im Schloss-Innenhof unter den Arkaden stehende Reitergruppe des hl. Drachenkämpfers Georg stammt vom ehemaligen Hochaltar der Pfarrkirche und wird Johann Christoph Bendl zugeschrieben.
Nachdem die Reichsfreiherren von Closen Anfang des 17. Jh. eine Teilung der Herrschaft vereinbart hatten, schuf sich der jüngere Zweig unten in der Marktsiedlung eine neue Residenz; gewiss kein Meisterwerk der Schlossbaukunst, aber ein markantes Gebäude mit interessantem Giebel und Ecktürmen. Bemerkenswert ist das Portal mit der Madonnen-Nische darüber.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Arnstorf

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mittelalterfest (alle vier Jahre, nächstes Mal 2019)
  • Schäfflertanz (alle sieben Jahre, nächstes Mal 2019)
  • Volksfest (beginnend am Freitag vor dem ersten Samstag im August)

Bildung

  • Grundschule Arnstorf
  • Closen-Volksschule Arnstorf (Mittelschule)
  • Staatliche Realschule Arnstorf (gegründet 2004)
  • Volkshochschule Arnstorf

Söhne und Töchter

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111129/220150&attr=OBJ&val=793
  3. Lubos: Historischer Atlas von Bayern: Teil Altbayern. Das Landgericht Eggenfelden - Ausgabe 28. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, 1971 [1]
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. [2]
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 454.
  6. 6,0 6,1 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.
  7. Gemeinderat Arnstorf auf wahl.info, abgerufen am 30. April 2015

Weblinks

 Commons: Arnstorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Rottal-Inn | Arnstorf | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Arnstorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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