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Arenshausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Hanstein-Rusteberg
Höhe: 202 m ü. NHN
Fläche: 5,79 km²
Einwohner: 1021 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036081
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 001
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.vg-hanstein-rusteberg.de
Bürgermeister: Alfred Spies (CDU)
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Arenshausen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Geschichte

Die ursprüngliche Gründung sowie die Entwicklung von Arenshausen liegt weitgehend im Dunkeln. Als das Königreich Thüringen im Jahr 531 unterging, zu dem das Gebiet in den letzten Jahren gehörte, setzte von Westen her ein starker Zustrom der Franken ein. Durch die Franken wurden auch die Ortsnamen eingeführt. In dieser Zeit wurde der Ort von einer Adelsfamilie beherrscht, ein Rittergeschlecht mit Namen: „Arns“, „Aro“, „Arnfried“, „Arnwald“ usw. (siehe „Ortsnamen des Eichsfeldes“ von Dr. E. Müller). Gerade die Endung der nach ihnen gegründeten Dörfer auf „hausen“ oder „bi den husun“ wird als besonders charakteristisch fränkisch betrachtet. Sie bezeichnen größtenteils eine Siedlung mit einem Herrensitz. In alten Unterlagen wird das Dorf oft als Arnshusen oder Arenshusen erwähnt. Die Familie von Arenshusen bewohnte einen befestigten Hof, den sogenannten „Wallhof“. Dieser befand sich am Hopfenberg in hoher Lage.

Die urkundliche Ersterwähnung fand 1189 bis 18. Februar 1190 statt.[2] Die Säkularisation beendete die Herrschaft von Kurmainz im Jahr 1802. Zu Preußen kam der Ort endgültig 1815, er gehörte zum Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen. Beim Bahnbau 1867 wurden noch Fundamente und alte Kellergewölbe ausgegraben. Aus der besonderen geographischen Lage des Ortes lässt sich schließen, dass Arenshausen eines der ältesten Dörfer der zweiten Siedlungsperiode des Eichsfeldes ist.

Arenshausen wurde am 9. April 1945 durch die US-Armee besetzt. Vorausgegangen waren Angriffe von Jagdbombern und Artilleriebeschuss. Vier Zivilisten starben, zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.[3]

Kirchen

Lage

Arenshausen befindet sich an dem Fluss Leine und an der Landesstraße 2009 im Eichsfeld. Die Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Arenshausen liegt wenige Kilometer östlich des heutigen Dreiländerecks Thüringen/Hessen/Niedersachsen. Hier stießen ab Juli 1945 die sowjetische, die amerikanische und die britische Besatzungszone zusammen. 1952 bis 1989 lag Arenshausen in der „Sperrzone“ der innerdeutschen Grenze. Seit 1990 gehört der Ort zum neuen Bundesland Thüringen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 1.039
  • 1995: 1.039
  • 1996: 1.049
  • 1997: 1.067
  • 1998: 1.057
  • 1999: 1.053
  • 2000: 1.040
  • 2001: 1.034
  • 2002: 1.026
  • 2003: 1.020
  • 2004: 1.025
  • 2005: 1.042
  • 2006: 1.020
  • 2007: 0999
  • 2008: 1.002
  • 2009: 1.008
  • 2010: 1.003
  • 2011: 1.012
  • 2012: 1.029
  • 2013: 1.014
  • 2014: 1.013
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Kommunalwahl 2009[4][5]
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,8 %
38,5 %
9,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 35
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
+30,5 %p
-17,8 %p
-12,7 %p
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Gemeinderat

Der Gemeinderat von Arenshausen setzt sich aus zwölf Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • FWG Arenshausen: 7 Sitze (+5)
  • CDU: 4 Sitze (–3)
  • SPD: 1 Sitz (–2)

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Bürgermeister

  • Der Bürgermeister Alfred Spies wurde am 13. Januar 2008 gewählt.[6]

Wappen

Blasonierung: „Von Rot und Grün geteilt durch einen silbernen Sparren; oben vorn einen schräglinken silbernen Wellenbalken, oben hinten ein silbernes sechsspeichiges Rad (Mainzer Rad) und unten einen silbernen Engel, mit beiden Händen ein Buch haltend, das mit einem Kreuz belegt ist.“ Grundlegend für das Wappen Arenshausens ist ein früheres Siegelmotiv gewesen, welches den Apostel Matthäus enthält. Der Sparren deutet symbolisch den Anfangsbuchstaben des Ortsnamens, und spielt gleichzeitig als redendes Symbol auf das Suffix -hausen. an. Das Mainzer Rad deutet auf die einstige Zugehörigkeit zum Erzbistum Mainz, während der Wellenbalken auf die Lage an der Leine verweist.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Arenshausen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Er erlangte 1990 kurzfristig erhebliche Bedeutung, als am 26. Mai die zuvor von der innerdeutschen Grenze unterbrochene Strecke nach Eichenberg wiedereröffnet wurde und Arenshausen zum Grenzbahnhof ausgebaut wurde. Bereits am 1. Juli entfielen die Kontrollen wieder.

Arenshausen hat eine Abfahrt an der „Südharzautobahn“ A 38.

Literatur

  • Anton Bartl, Bernhard Jung, et al: 800 Jahre Arenshausen 1190–1990. Heiligenstadt 1990.
  • Paul Lauwerwald: Geschichte und Entwicklung der Eisenbahnstrecke Nordhausen-Arenshausen. Pädagogisches Kreiskabinett, Worbis 1989.
  • Bernhard Jung, Maria Reichenbächer: 100 Jahre Evangelische Kirche Arenshausen. Evangelische Kirchengemeinde Arenshausen, Arenshausen 1995.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Peter Acht (Bearb.): Die Urkunden seit d. Tode Erzbischof Adalberts I. (1137) bis z. Tode Erzbischof Konrads (1200). In: Historischer Verein für Hessen (Hrsg.): Mainzer Urkundenbuch. Bd. II-2 (1176 –1200 ). Darmstadt 1971. Nr. 531
  3. Eduard Fritze: Die letzten Kriegstage im Eichsfeld. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002. ISBN 3-936030-06-5. S. 185
  4. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2009&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61001
  5. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2004&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61001
  6. Bürgermeisterwahlen in Thüringen. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 12. Juni 2012.

Weblinks

 Commons: Arenshausen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort an der Leine | Ort im Landkreis Eichsfeld | Arenshausen | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Arenshausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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