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Arberg


Dieser Artikel beschreibt den Ort in Bayern. Siehe auch Philipp Karl von Arberg, Karl Arberg, Aarberg bzw. Ahrberg und Fritz Ahrberg.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: AnsbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 31,31 km²
Einwohner: 2278 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91722
Vorwahlen: 09822, 09831, 09836
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 113
Marktgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 13
91722 Arberg
Webpräsenz: www.arberg.de
Bürgermeister: Jürgen Nägelein (CSU / Fr.Wähler / Freie Wählergem.)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Arberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Geographie

Geographische Lage

Der Markt Arberg liegt in den Ferienregionen Fränkisches Seenland und Hesselberg zwischen dem Dennenloher See und dem Altmühlsee. Von dort fallen die Lias- und Keuperböden zum weiten Altmühltal ab. Direkt südwestlich angrenzend befindet sich die Heide, das flächengrößte Waldgebiet Mittelfrankens.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ornbau, Gunzenhausen, Unterschwaningen, Ehingen, Bechhofen

Gemeindegliederung

Zum historischen Markt Arberg gehörten die Weiler Ober- und Unterschönau. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurden folgende bis dahin selbständige Gemeinden mit ihren Teilorten nach Arberg eingemeindet: die Pfarrdörfer Mörsach (mit dem Dorf Georgenhaag und den Weilern Gothendorf) und Großlellenfeld, die Dörfer Kleinlellenfeld (mit dem Weiler Eybburg) und Kemmathen (mit dem Dorf Goldbühl) sowie der Weiler Waffenmühle, der zuvor zur selbstständigen Gemeinde Wiesethbruck (heute Gemeindeteil von Markt Bechhofen an der Heide) gehörte.

Die Gemeinde hat seitdem zwölf Gemeindeteile:

Ortsteil Einwohner Fläche
Arberg 1145
Eybburg 0019
Georgenhaag 0050
Goldbühl 0084
Gothendorf 0036
Großlellenfeld 0537
Kemmathen 0084
Kleinlellenfeld 0163
Mörsach 0199
Ober- und Unterschönau 0065
Waffenmühle 0022

Geschichte

Auf der Gemarkung von Arberg konnten Spuren von keltischen, römischen und germanischen Altsiedlungen nachgewiesen werden. Auf der Gemarkung von Großlellenfeld wurden zwei gut erhaltene Keltenschanzen (Viereckschanzen) festgestellt. 1892/93 untersuchte Wilhelm Kohl als „Streckenkommissar“ im Auftrage der Reichs-Limeskommission die ORL-Strecke 14 des im Volksmund als „Teufelsmauer“ bezeichneten Raetischen Limes von der württembergischen Grenze bis nach Lellenfeld. Er ließ unter anderem die Reste des Wachturms Wp 14/41 freilegen. Dem Streckenkommissar Heinrich Eidam gelang es 1893 im Wald bei Kleinlellenfeld, die verschiedenartige Baumerkmale des Limes in ihrer Bauabfolge nachweisen.[2]

Arberg war der Sitz der 1229 erstmals urkundlich erwähnten Eichstätter Erbschenken. siehe auch:Burg Arberg Zwischen 1319 und 1512 erwarb das Hochstift Eichstätt alle Besitzungen in Arberg und richtete dort 1602 ein Pfleg- und Kastenamt ein. Ab 1500 gehörte Arberg zum Fränkischen Reichskreis. 1454 wurde der Ort erstmals Markt genannt. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1971 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Kemmathen und Mörsach nach Arberg eingemeindet. Der Ort Waffenmühle, der bisher zur Gemeinde Wiesethbruck gehörte, kam am 1. Oktober 1971 bei der Auflösung dieser Gemeinde nach Arberg.[4] Lellenfeld wurden im Jahr 1978 nach Arberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde Arberg zählte zum Stichtag 30. Juni 2010 2312 Einwohner.

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 14 Mitglieder.

  • CSU/Freie Wähler 6 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld 5 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister

Bei den Bürgermeisterwahlen vom 2. März 2008 im Landkreis Ansbach wurde Jürgen Nägelein mit 80,18 Prozent zum Bürgermeister von Arberg gewählt.

Wappen

Das Wappen des Marktes Arberg zeigt in Rot auf grünem Dreiberg stehend ein linksgewendeter, flugbereiter goldener Adler, dem ein aufrechter silberner Bischofsstab hinterlegt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Die Kabarettscheune ist eine lokale Kleinkunstbühne in Georgenhaag mit rund 60 Plätzen.

Museen

In Mörsach befindet sich das Kunstatelier Zimmermann. Es widmet sich der zeitgenössischen Kunst.

Bauwerke

  • Arberg ist reich an Baudenkmälern. Die Ortsbefestigung wurde um 1300 angelegt und im 14. und 15. Jahrhundert verstärkt. Zu ihr gehört der historische Torturm am Marktplatz mit Wappenstein von 1531. 1735 wurde er von Gabriel de Gabrieli zum zweigeschossigen Torhaus mit Mansarddach umgebaut. Der Baubestand der St.-Blasius-Kirche hat einen Kern aus dem 13. Jahrhundert mit spätgotischen Veränderungen. Der Neubau des Giovanni Battista Camessina von 1709/10 wurde 1936/37 von Friedrich Ferdinand Haindl erweitert. Die dreischiffige Kirche erhielt 1792 eine neue Weißdecke von Maurermeister Lorenz Antdrit (Arberg) und Anton Leitner unter der Leitung von Salles. Sie ist mit wertvollen Fresken, Holzfiguren und Grabdenkmälern ausgestattet. Des Weiteren gibt es die Friedhofskirche Zum Heiligen Kreuz (1586) und mehrere Kapellen.
  • In Eybburg befindet sich eine alte Schlossanlage mit Hauskapelle (Privatbesitz).
  • In Georgenhaag steht die St.-Georgs-Kirche.
  • Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Großlellenfeld ist eine ehemalige Wehrkirche. Um 1300 wurde eine gotische Vorkirche mit älterer Friedhofsbefestigung erbaut. Zwischen 1446 und 1500 entstand der Neubau der spätgotischen Kirche innerhalb der erweiterten Friedhofsbefestigung. Im Jahr 1610 erhielt der gotische Kirchturm nach Blitzschlag ein Kuppeldach. Zur neugotischen Ausstattung der Kirche von 1881/82 kamen eine barocke Kanzel von 1743 (wurde 1806 aus dem Kloster Rebdorf angekauft) und eine Bittnerorgel von 1856 (wurde aus der Frauenkirche Nürnberg angekauft) hinzu.
  • Die katholische Kirche St. Antonius in Mörsach ist eine gotische Kirche mit wertvollem Ottilienaltar.
  • Die Gemeindeteil Goldbühl, Gothendorf, Kemmathen, Oberschönau und Waffenmühle verfügen über eigene Ortskapellen.
  • Auf einer Länge von drei Kilometern verläuft der Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durch das Gemeindegebiet. Das archäologische Geländedenkmal ist ein gesetzlich geschütztes Bodendenkmal im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.[5]
  • Ein 109 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG aus Stahlbeton bei diesen Koordinaten: .

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Arberg

Parks

  • In Gothendorf gibt es ein Rotwildgehege.

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

Die Erholungsanlage Arberg-Mörsach ist eine Freizeiteinrichtung am Zuleiter zum Altmühlsee.

Bildung

In Arberg befindet sich eine Grund- und Hauptschule sowie ein Kindergarten, in Großlellenfeld eine Grundschule und ein Kindergarten.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Erbe präsentieren: Limes-Stele in Kleinlellenfeld aufgestellt. In: Altmühl-Bote vom 29. September 2004
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 461
  5. Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. Band 5 von Denkmäler in Bayern, hrsg. von Michael Petzet, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1986, ISBN 3-486-52396-1. S. 217

Weblinks

 Commons: Arberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Arberg | Ort im Landkreis Ansbach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Arberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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