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Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft


Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)

Sitz Köln, Deutschland
Sprecher Christian Ruben (Toyota Kreditbank GmbH, Toyota Leasing GmbH)
Anthony Bandmann (Volkswagen Bank GmbH)
Branche Automobile Finanzdienstleistungen
Website www.autobanken.de

Der Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (als Kurzform auch „Arbeitskreis Autobanken“, Abkürzung „AKA“) ist die Dachorganisation der herstellerverbundenen Banken und Leasinggesellschaften in Deutschland. Die elf Mitgliedsinstitute befassen sich in Ausschüssen mit betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Themen. Darüber hinaus betreiben sie gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für die automobilen Finanzdienstleistungen der Herstellerbanken. Der AKA wurde 1984 gegründet und wird rechtlich durch die AKA Sekretariat GmbH vertreten.

Marktanteil

Die vertretenen Institute umfassen 31 Automobilmarken.[1] Der Marktanteil der herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften in Deutschland liegt bei rund zwei Dritteln im Neuwagen- und rund 50 Prozent im Gebrauchtwagenbereich. Die Institute des AKA bezeichnen sich als Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen in Deutschland. Die herstellerverbundenen Autobanken haben im Geschäftsjahr 2014 über 1,33 Millionen Neufahrzeuge im Wert von rund 33,4 Milliarden Euro finanziert und verleast. Dies entspricht nach Angaben des AKA einem Wertzuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäft mit gewerblichen Kunden und Unternehmen erzielten die Autobanken 2014 mit 743.000 Neuverträgen im Wert von 21,8 Milliarden Euro ein Plus von 14 Prozent. Im Privatkundengeschäft waren es mit rund 748.000 neuen Verträgen im Wert von 11,5 Milliarden Euro 6 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Summe lag das Volumen aller Leasing- und Finanzierungsverträge in den Büchern der Autobanken Ende 2014 bei 95 Milliarden Euro.[2] Die Neuwagen-Penetrationsrate Pkw, welche den Anteil am Gesamtabsatz von Neuwagen in Deutschland misst, betrug im Jahr 2014 45,9 Prozent. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Neuwagen in der Bundesrepublik durch die Institute des Arbeitskreises finanziert oder verleast wird.[3]

Mobilitätspakete

Durch die Autobanken des AKA wurden im Jahre 2006 „Mobilitätspakete“ (auch als „Dienstleistungspakete“ bezeichnet) eingeführt. Dabei handelt es sich um Leasing- oder Finanzierungsverträge, die zusätzliche Service- und Versicherungsleistungen wie Kfz-Versicherung, Wartungs- und Reparaturleistungen, Garantieverlängerung, Kreditabsicherung umfassen. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 2,5 Millionen Dienstleistungsverträge abgeschlossen. Dies bedeutet, auf jeden Finanzierungs- oder Leasingvertrag kommen im Durchschnitt 1,9 zusätzliche Serviceverträge. Heute sind die Mobilitätspakete, v. a. aufgrund integrierter Wartungs- und Reparaturleistungen oder einer inkludierten Garantieverlängerung bei Autokunden beliebter als Nachlässe auf den Kaufpreis.[4]

Geschäftsmodell

Die Autobanken verfolgen primär das Ziel der Absatzförderung ihrer jeweiligen Herstellermarke. Nach eigenen Angaben zielt das Geschäftsmodell der Autobanken daher nicht auf die Maximierung der Kreditvergabe ab, sondern darauf, dem Fahrzeugkäufer die Finanzierung des auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Fahrzeugs zu ermöglichen.[5] Autokäufer können heute unter einer Vielzahl verschiedener Finanzierungsformen wählen: vom klassischen Ratenkredit über die Drei-Wege-Finanzierung bis zum Leasing. Die Partnerschaft der herstellerverbundenen Autobanken mit Hersteller und Handel erlaubt es Verbrauchern zudem, mit der jeweiligen Finanzierungsform zahlreiche Service- und Versicherungsleistungen bis hin zum Flottenmanagement zu verbinden.

Mitglieder

Literatur

  • W. Diez, H. Brachat (Hrsg.): Grundlagen der Automobilwirtschaft. 2. völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage, Ottobrunn b. München 2001 ISBN 3890590993
  • Alexander Kolb: Absatzfinanzierung in der Automobilindustrie und im Einzelhandel in der BRD. Frankfurt/M. 1991, ISBN 3631443382
  • Joachim Lorenz: Wettbewerbsstrategien für Finanzdienstleister in der Automobilwirtschaft Verlag Peter Lang, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3631367058
  • Horst Berger: Paradigmenwechsel im Kfz-Vertriebssystem durch On-Line-Kommunikation mit Finanzdienstleistern. In: Malland, H. Meinig, W.: Strukturwandel mitgestalten! Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven für Automobilhersteller, Importeure, Zulieferer und Handel, FAW Verlag, Bamberg 1997, S. 311–334 ISBN 3932853008
  • Hagen Krämer: Automobile Finanzdienstleistungen als Fallbeispiel für erfolgreiche produktbegleitende Dienstleistungen. In: Kalmbach Peter et al.: Die Interdependenz von Industrie und Dienstleistungen. Zur Dynamik eines komplexen Beziehungsgeflechts, Edition Sigmar, Mai 2005 ISBN 3894045272
  • Frank Stenner (Hrsg.): Handbuch Automobilbanken – Finanzdienstleistungen für Mobilität, Berlin 2009, ISBN 978-3-642-01581-6

Einzelnachweise

  1. AKA-Website | Mitglieder
  2. Pressemitteilung AKA 27. April 2015 (PDF;470 KB), abgerufen am 28. Mai 2015.
  3. AKA Kennzahlen 2014 (PDF;301 KB), abgerufen am 28. Mai 2015.
  4. Artikel Mobilitätspakete auf asp autoservicepraxis.de
  5. http://www.autobanken.de/

Kategorien: Organisation (Hamburg) | Automobilindustrie | Wirtschaftsverband (Deutschland) | Interessenverband

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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