Arado Ar 199 - LinkFang.de





Arado Ar 199


Arado Ar 199
Typ: Seetrainer, Seenotrettung
Entwurfsland: Deutschland
Hersteller: Arado
Erstflug: 1939
Stückzahl: 31

Die Arado Ar 199 war ein deutsches See-Schul- und Übungsflugzeug der Arado Flugzeugwerke aus den 1930er Jahren.

Geschichte

Das Technische Amt verlangte 1938 ein modernes Marine-Schulflugzeug. Die Arado Ar 199 war hierauf der Entwurf eines Schulflugzeuges zur fliegerischen Ausbildung kompletter Seeflugzeug-Besatzungen. Für die Pilotenschulung waren deshalb zwei nebeneinander liegende Sitze für Lehrer und Schüler vorgesehen, während ein Funk-Schüler mit der gesamten Funkausrüstung dahinter Platz fand.

31 Arado 199 wurden gebaut, 5 V-Muster und 26 Serienmaschinen.

  • V1, WNr. 3671, D-IFRB, dann NH+AM (NH+AN?), E-Stelle Travemünde 1940, dann Kemi/Finnland 1943.
  • V2, WNr. 3672, D-ISBC, dann BH+BM (?), Crash E-Stelle Travemünde 1940.
  • V3, WNr. 3673, D-ITLF, dann TJ+HL, dann Seenotkommando IX, beim Versuch, eine Bf110-Besatzung vom Ufer des Wesnj-Sees zu bergen, durch Beschuss durch MiG-3 verloren am 14. August 1942, geborgen 1993/1994 aus dem See Wernj/Finnland, dann in die USA verbracht, anschließend nach Kanada. Vorhanden sind noch Mittelstück und Heck des Rumpfes, Triebwerk, Teile der Tragflächen und Schwimmer
  • V4, WNr. 3674, Musterflugzeug Nullserie, E-Stelle Travemünde 1940, dann in Bergen
  • V5, WNr. 3676, RC+HR, Testflugzeug für geänderte Landeklappen, zur E-Stelle Travemünde am 27. Januar 1941, zuletzt dokumentiert dort November 1941.

Ursprünglich wurden laut Lieferplan Nr.10 vom 1. Januar 1939 65 Maschinen gefordert. Die Vorserie bestand aus 26 Maschinen (WNr.001-026), deren letzte 4 in Frankreich gebaut wurden. Sie wurden vorwiegend in der Seenotrettung verwendet. Die Serie wurde eingestellt, da der Bedarf an Kampfflugzeugen vorrangiger war. Beispiele für Serienmaschinen:

  • A-0, WNr. 0007, Seenotrettung Finnland Mai 1940.
  • A-0, WNr. 0011, nach Pori/Finnland im Mai 1943.
  • A-0, WNr. 0017, beschädigt bei Notlandung in Chartres/Frankreich am 28. Mai 1943, nach Travemünde
  • A-0, WNr. 0020, Seenotrettung bei SNK IX
  • A-0, WNr. 0026, im Oktober 1943 bei 10. Seenotstaffel Stavanger
  • A-0, KK+BT, Oktober 1942 E-Stelle Travemünde, Mai 1944 Seefliegerschule Bug auf Rügen
  • A-0, BH+AN, April 1940 in Norwegen
  • A-0, DM+ZE, 15. Mai 1943 Notlandung in Tournai
  • A-0, KK+BX, Jan. 1944 in Tromsö
  • A-0, BH+AM, Sommer 1943 in Kemi/Finnland

Einige Arado Ar 199 kamen bei der 10./Seenotstaffel in Tromsö/Kirkenes in Norwegen zum Einsatz

Konstruktion

Die Maschine ähnelte in der Auslegung der Ar 196, war jedoch auf Basis der Arado Ar 79 und Arado Ar 96 entwickelt, allerdings in Ganzmetallbauweise, wobei die Grundstruktur des vorderen Rumpfteils aus einem geschweißten und metallbeplankten Rohrgerüst bestand. Den hinteren Teil bildeten kräfteaufnehmende Halbschalen. Die einholmigen Tragflächen waren ebenfalls leichtmetallbeplankt, während die beweglichen Steuerflächen eine Stoffbespannung erhielten. Für Katapultübungen waren die entsprechenden Beschläge vorhanden.

Die Ar 199 besaß zwei Ganzmetall-Schwimmer mit stark gekeiltem Bug, der in eine flache Stufe auslief. Dahinter befand sich ein Kiel, der mit Wasserrudern ausgestattet war. Als Antrieb diente ein Argus As 410C. Zur Erreichung gutmütiger Flugeigenschaften hatte die Ar 199 starre Vorflügel und großflächige Ruder. Die ersten vier V-Muster besaßen eine VDM-Einstell-Luftschraube, das letzte und die Serie hingegen eine Argus-Verstellluftschraube.

Die Ar 199 wurde von einem Reihenmotor Argus As 410 mit 450 PS angetrieben.

Erhaltene Exemplare

Die V3 wurde 1993/1994 aus dem See Wernj/Finnland geborgen, dann in die USA verbracht, anschließend nach Kanada. Vorhanden sind noch Mittelstück und Heck des Rumpfes, Triebwerk, Teile der Tragflächen und Schwimmer. Sie sind in einem schlechten Zustand, aber noch restaurierbar.

Technische Daten

  • Spannweite: 12,7 m
  • Länge: 10,57 m
  • Höhe: 4,36 m
  • Flügelfläche 30,40 m²
  • Leergewicht: 1676 kg
  • max. Startgewicht: 2060.
  • Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h

Siehe auch

Literatur

  • William Green: War Planes of the Second World War. Vol. 6: Floatplanes. MacDonald, London 1968, S. 58 f.
  • Jörg Armin Kranzhoff: Arado - Geschichte eines Flugzeugwerks. Aviatic Verlag, Oberhaching 1995, ISBN 3-925505-27-X.
  • Jörg Armin Kranzhoff: Arado 96 Varianten. In: Flugzeug Profile. 43, UNITEC Medienvertrieb Stengelheim.

Weblinks


Kategorien: Wasserflugzeug | Arado | Einmotoriges Flugzeug | Militärischer Flugzeugtyp

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Arado Ar 199 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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