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Apostolisches Exarchat Deutschland und Skandinavien


Apostolisches Exarchat Deutschland und Skandinavien
Basisdaten
Rituskirche Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche
Staat Deutschland, Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden
Apostolischer Exarch Petro Kryk
Fläche 1.574.123,91 km²
Pfarreien 19 (31.12.2009 / AP2010)
Einwohner 106.959.775 (31.12.2009 / AP2010)
Katholiken 30.320 (31.12.2009 / AP2010)
Anteil 0 %
Diözesanpriester 24 (31.12.2009 / AP2010)
Ordenspriester 10 (31.12.2009 / AP2010)
Ständige Diakone 1 (31.12.2009 / AP2010)
Katholiken je Priester 892
Ordensbrüder 2 (31.12.2009 / AP2010)
Ordensschwestern 18 (31.12.2009 / AP2010)
Ritus Byzantinischer Ritus
Liturgiesprache Ukrainisch
Kathedrale Maria Schutz und St. Andreas
Website ukrainische-kirche.de

Das Apostolische Exarchat Deutschland und Skandinavien (lat.: Exarchatus Apostolicus Germaniae et Scandiae) ist ein in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden gelegenes Apostolisches Exarchat der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche mit Sitz in München.

Geschichte

1927 richtete Andrej Scheptyzkyj, der Metropolit von Halyc und Erzbischof von Lemberg, in Berlin ein Seelsorgedekanat für katholische Ukrainer ein. Der erste Seelsorger dieses Dekanats war Petro Werhun, der 1940 zum Apostolischen Visitator und Administrator der katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland ernannt wurde. 1945 wurde er von den Sowjets verhaftet und in die UdSSR deportiert, wo er 1957 starb.

1947 ordnete Papst Pius XII. die seelsorgliche Betreuung der im Ausland lebenden katholischen Ukrainer neu. Dabei übernahm der damalige Apostolische Visitator in Westeuropa, Erzbischof Iwan Buczko, auch die Leitung der Seelsorge für die in Deutschland lebenden katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus.

Am 17. April 1959 errichtete Papst Johannes XXIII. die Apostolische Exarchie für die katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland. Erster Apostolischer Exarch wurde Platon V. Kornyljak, der am 7. Juli desselben Jahres die Bischofsweihe erhielt. Er leitete die Exarchie bis zu seiner Emeritierung 1996.

Die Jurisdiktion des Apostolischen Exarchen erstreckte sich zunächst nur auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland, 1984 wurde sie auf das der Länder Skandinaviens ausgeweitet.

Organisation

Die Jurisdiktionsgewalt des Apostolischen Exarchen ist sowohl territorial als auch personal: Ihm unterstehen alle ukrainischen griechisch-katholischen Priester und Laien in Deutschland und den Staaten Skandinaviens. Der Apostolische Exarch ist Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz. Sein Sitz ist München. Die Kathedrale der Exarchie ist die Kirche Maria Schutz und St. Andreas in München.

In Deutschland ist die Exarchie in vier Dekanate mit 52 Seelsorgestellen unterteilt, von denen jeweils mehrere räumlich in der Nähe liegende zu einer Pfarrei zusammengefasst sind. In Schweden sind es sieben Seelsorgestellen, in Dänemark eine. Zur Exarchie gehören auch fünf Nonnenklöster des byzantinischen Ritus.

Die Exarchie unterhält verschiedene karitative und wissenschaftliche Einrichtungen sowie die Zeitung „Christliche Stimme“.

Apostolische Exarchen

Statistik

Jahr Bevölkerung Priester Ständige Diakone Ordensleute Pfarreien
Katholiken Einwohner % Gesamtanzahl
Diözesanpriester

Ordenspriester
Katholiken je
Priester
Ordensbrüder Ordensschwestern
1969 32.000  ?  ? 23 23 1.391 13 19
1980 28.960  ?  ? 24 21 3 1.206 2 5 15 20
1990 26.541  ?  ? 33 28 5 804 1 5 17 25
1999 38.000  ?  ? 25 21 4 1.520 3 4 18 19
2000 43.000  ?  ? 24 19 5 1.791 3 5 15 19
2001 40.000  ?  ? 23 19 4 1.739 3 4 18 19
2002 63.000  ?  ? 21 16 5 3.000 2 5 18 21
2003 65.200  ?  ? 27 25 2 2.414 2 18 22
2004 80.000  ?  ? 30 28 2 2.667 2 2 18 21
2009 30.320  ?  ? 34 24 10 891 1 20 19

Weblinks


Kategorien: Römischer Katholizismus (München) | Römisch-katholische Diözese (Deutschland) | Apostolisches Exarchat | Ukrainisch griechisch-katholische Diözese

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches Exarchat Deutschland und Skandinavien (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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