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Apistogramma


Apistogramma

Systematik
Überordnung: Cichlomorphae
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Cichlinae
Tribus: Geophagini
Gattung: Apistogramma
Wissenschaftlicher Name
Apistogramma
Regan, 1913

Apistogramma ist eine Gattung kleiner, südamerikanischer Buntbarsche, die vom Orinoko, den Guyanas über das Amazonasbecken bis zu den Stromgebieten von Río Paraguay und Río Paraná vorkommt. Apistogramma-Arten werden häufig als Zierfische gehalten. Der Gattungsname Apistogramma setzt sich wie folgt zusammen: Apisto bedeutet im griechischen so viel wie „unzuverlässig“ und bezieht sich auf die Seitenlinie bzw. das Längsband an den Körperseiten (gramma). Der Gattungsname bedeutet also in etwa so viel, wie „mit unzuverlässiger Seitenlinie“.

Merkmale

Die größten Apistogramma-Arten werden etwa zehn Zentimeter lang, die meisten bleiben kleiner. Charakteristisch für die Gattung ist ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen sind unscheinbarer gefärbt als die Männchen, bleiben auffällig kleiner und besitzen weniger ausgezogene Flossen. Allerdings gibt es eine kleine Gruppe von Arten, bei denen die Größenverhältnisse umgekehrt sind.

Lebensweise

Der Lebensraum der Apistogramma sind die flachen Uferbereiche kleiner südamerikanischer tropischer und subtropischer Flüsse. Apistogramma-Arten halten sich bevorzugt in Bodennähe zwischen Wurzeln und Laubschichten auf. Das Wasser dieser Gewässer ist überwiegend weich und sauer, selten neutral bei mittleren Härtegraden. Die Apistogramma-Männchen sind in der Mehrzahl der Fälle Harems- und revierbildend und leben zusammen mit mehreren Weibchen. Sie bilden eine Mann-Mutter-Familie, bei der das Weibchen die Brutpflege meist allein ausübt, während das Männchen das Revier verteidigt. Sie laichen als Substratlaicher fast immer im Schutz von Blättern und Wurzeln, in kleinen Höhlen oder unter den Blättern. Lediglich eine einzige Art, Apistogramma barlowi, ist ein larvophiler Maulbrüter, wobei als weitere Besonderheit neben dem Weibchen gelegentlich auch das Männchen die Maulbrutpflege übernimmt[1].

Arten

Bisher wurden über 90 heute gültige Arten beschrieben:

Literatur

  • Horst Linke, Wolfgang Staeck: Amerikanische Cichliden: Kleine Buntbarsche. Tetra Verlag, Bissendorf 2001, ISBN 3-89745-100-X.
  • Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-332-00109-4.
  • Hans A. Baensch, Rüdiger Riehl: Aquarien Atlas. 1. Band. Mergus Verlag, Melle 2002, ISBN 3-88244-065-1.
  • Lina M. Mesa S., Carlos A. Lasso. 2011. III. Revisión del género Apistogramma Regan, 1913 (Perciformes, Cichlidae) en la cuenca del río Orinoco. Serie Editorial Recursos hidrobiológicos y Pesqueros Continentales de Colombia. Instituto de Investigación de Recursos Biológicos Alexander von Humboldt. Bogotá, D. C., Colombia.
  • Uwe Römer: Cichliden Atlas 1. Naturgeschichte der Zwergbuntbarsche Südamerikas. Band 1. Mergus Verlag, Melle, ISBN 3-88244-082-1.
  • Uwe Römer: Cichliden Atlas 2. Naturgeschichte der Zwergbuntbarsche Südamerikas. Band 2. Mergus Verlag, Melle, ISBN 3-88244-084-8.

Einzelnachweise

  1. Römer, U. and I. Hahn, 2008. Apistogramma barlowi sp. n.: description of a new faculative mouth-breeding cichlid species (Teleostei: Perciformes: Geophaginae) from Northern Peru. Vertebrate Zoology 58(1):49–66. PDF
  2. Britzke R., Oliverira C. & Sven O. Kullander: Apistogramma ortegai (Teleostei: Cichlidae), a new species of cichlid fish from the Ampyiacu River in the Peruvian Amazon basin. Zootaxa 3869 (4): 409–419 (2 Oct. 2014)
  3. Römer, U., Beninde, J., Duponchelle, F., Dávila, C.R.G., Díaz, A.V. & Renno, J.-F. (2013): Description of Apistogramma paulmuelleri sp. n., a new geophagine cichlid species (Teleostei: Perciformes) from the Amazon river basin in Loreto, Peru. (PDF; 6,5 MB) Vertebrate Zoology, 63 (1): 15–34.

Weblinks

 Commons: Apistogramma  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Neuwelt-Buntbarsche | Cichlinae

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Apistogramma (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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