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Anzhausen


Anzhausen
Gemeinde Wilnsdorf
Höhe: 310 (300–360) m
Fläche: 6,4 km²
Einwohner: 1304 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 204 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57234
Vorwahl: 02737

Lage des Ortes Anzhausen innerhalb der Gemeinde Wilnsdorf.

Anzhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Wilnsdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.

Geographie

Anzhausen liegt im Siegerland in einer sehr waldreichen Region im Rothaargebirge. Die höchste Erhebung in der Gemarkung ist der Haferhain mit 503,5 m ü. NHN . Der Ort selbst liegt auf einer Höhe zwischen 300 und 360 m . Durch den Ort fließt die Weiß von Rudersdorf kommend und der Wabach, der auf dem Weinsberg (404 m ü. NHN ) entspringt sowie der Bösselbach. Anzhausen hat eine Fläche von 11,54 km².

Nachbarorte

Nachbarorte von Anzhausen sind Deuz, Salchendorf und Helgersdorf im Nordosten, Irmgarteichen im Osten, Gernsdorf und Rudersdorf im Südosten, Wilnsdorf im Süden, Oberdielfen im Südwesten, Niederdielfen und Flammersbach im Westen und Feuersbach im Nordwesten.

Geschichte

Am 3. Juni 1311 wurde Anzhausen erstmals urkundlich als „Anzhusen“ erwähnt.[1] Am 26. Januar 1763 wurden bei einem Großbrand im Ort 50 Wohnhäuser mitsamt Hofgebäuden von den Flammen vernichtet.[2] Einen Häuserbestand von gleichem zahlenmäßigen Umfang, wie er vor diesem einschneidenden Ereignis vorhanden war, erreichte man in Anzhausen wieder im Jahre 1900.[3]

Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ende des Ersten Weltkrieges gab es in der Klabach eine Dynamitfabrik. 1928 wurde ein Ehrenmal errichtet und eingeweiht.[4]

Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte der Ort zum Amt Netphen. Am 1. Januar 1969 wurde Anzhausen in die neue Großgemeinde Wilnsdorf eingegliedert.[5]

1972 schlossen sich der 1912 gegründete SV Anzhausen und der SV Flammersbach zur Spielvereinigung Anzhausen/Flammersbach e. V. zusammen.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:[6]

Jahr Einwohner
1818 237
1885[7] 282
1895[8] 309
1905 351
1910[9] 335
1925[10] 427
1933[11] 451
Jahr Einwohner
1939[11] 479
1950 603
1961[12] 675
1967 827
1969 884
1991[13] 1.367
1994[14] 1.347
Jahr Einwohner
2005 1.303
2006 1.316
2007 1.342
2008 1.341
2009 1.333
2010 1.330
2011[15] 1.315
Jahr Einwohner
2012 1.304

Anmerkungen: Zahlen 1969 / ab 1994 jeweils am 31. Dezember; 1991 am 31. März.

Gruben

In Anzhausen gab es die Grube Concordia von 1808 bis 1902 mit dem Abbau von Antimon, Blei, Kupfer und Zink. Im Februar 1987 traten am Gelände der Grube Tagesbrüche auf. Neben Concordia gab es die Dietrichszeche, auf der Eisenerz abgebaut wurde. Sie war bis 1888 in Betrieb.

Industrie

Zum Ort gehört das Industriegebiet Anzhäuser Mühle, das zwischen Anzhausen und Rudersdorf liegt und mehrere Betriebe beherbergt, unter anderem einen Baumarkt und einen Grünwarenhandel. Am Rand des Gebiets befindet sich ein Motorsport-Gelände.

Schule und Freizeit

Im Sportverein SV Anzhausen/Flammersbach wird neben Fußball Tischtennis, Leichtathletik, Aerobic usw. angeboten. Anzhausen hat einen Sportplatz, eine Turnhalle und einen Reitstall. Neben der Grundschule hat der Ort einen Kindergarten. Anzhausen gehört wie Flammersbach zur Evangelischen Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf. Die Antoniuskapelle war früher ein Simultangotteshaus, heute dient sie der ev. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf als Predigtstätte.

Persönlichkeiten

  • Karl Klein (1912−2009), Professor für katholische Theologie an der Universität Siegen[16]
  • Günther Stoll (1942–1984), Opfer im Yogtze-Fall

Einzelnachweise

  1. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 76-79, Nr. 125.
  2. "Zurückgeblättert...", Siegener Zeitung vom 29. Januar 2011
  3. Siegerländer Heimatkalender 1990, S.6, 65. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur
  4. Dieter Krumm: Wilnsdorf in alten Ansichten aus der Zeit zwischen 1880 und 1925; Verlag Europäische Bibliothek 1976
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 72.
  6. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968
  7. Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 108 / 109
  8. Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 110 / 111
  9. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  10. genealogy.net: Amt Netphen
  11. 11,0 11,1 verwaltungsgeschichte.de: Stadt und Landkreis Siegen
  12. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 158.
  13. WILNSDORF Aktuell – Bürgerinformationen aus der Gemeinde, Ausgabe 1992/93
  14. Rolf Betz: Wilnsdorf (PDF; 7,0 MB), ca. 1995
  15. wilnsdorf.de: Jahresbericht 2011 (PDF; 2,8 MB), Seite 6
  16. „70-jähriges Priesterjubiläum von Prof. Dr. Karl Klein“ , FHD, abgerufen am 2. Juni 2010

Weblinks

 Commons: Anzhausen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Kreis Siegen-Wittgenstein) | Ort im Kreis Siegen-Wittgenstein | Wilnsdorf

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Anzhausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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