Anselm Kratochwil - LinkFang.de





Anselm Kratochwil


Anselm Kratochwil (* 5. Februar 1951 in Heidelberg) ist ein deutscher Biologe, Hochschulprofessor im Ruhestand und Vertreter der Biozönologie.[1]

Biografie

Nach dem Abitur am Bunsen-Gymnasium Heidelberg studierte Anselm Kratochwil von 1972 bis 1978 Zoologie, Geobotanik, Limnologie und Bodenkunde an der Universität Freiburg und diplomierte 1978. Dissertation bei Hannes-F. Paulus am Zoologisches Institut der Universität Freiburg über das Thema "Blumen-Insekten-Gemeinschaften eines nicht mehr bewirtschafteten Halbtrockenrasens im Kaiserstuhl: Aspekte der Co-Phänologie, der Biogeographie und der Co-Evolution. Ein Beitrag zur Blütenökologie auf pflanzensoziologischer Grundlage". Für seine mit "summa cum laude" abgeschlossene Arbeit erhielt er 1983 den Goedecke-Forschungspreis der Universität Freiburg, eine der höchsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften in Freiburg.

Von 1982 bis 1986 war Kratochwil Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Biologischen Institut II der Universität Freiburg, Lehrstuhl für Geobotanik bei Otti Wilmanns. Anschließend 1987 bis 1989 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Von 1989 bis 1992 hatte Kratochwil einen Lehrauftrag am Biologischen Institut I (Zoologie) der Universität Freiburg für die Bereiche Biozönologie und Tierökologie und habilitierte sich dort 1990 für das Fach Ökologie. Verleihung der venia legendi durch den Senat der Universität Freiburg; Privatdozent an der Fakultät für Biologie der Universität Freiburg. 1990 und 1991 war Kratochwil Gastprofessor an der Universität für Bodenkultur Wien bzw. der Universität Utrecht.

1992 erfolgte die Berufung als Nachfolger von Helmut Lieth an die Universität Osnabrück als Ordinarius für Ökologie. Dort wirkt er als Vorstand der Arbeitsgruppe "Ökologische und sozioökonomische Systemforschung" der Universität Osnabrück. Er ist Vorstand des Institutes für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück sowie stellvertretender Direktor des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück. 1998 bis 1999 war Kratochwil Dekan des Fachbereiches Biologie/Chemie der Universität Osnabrück. Zum 31. März 2013 trat Anselm Kratochwil in den Ruhestand.

Anselm Kratochwil ist verheiratet mit der Botanikerin Angelika Schwabe-Kratochwil, mit der er einen gemeinsamen Sohn (Claudius, *1983) hat.[1]

Werk

Der Fachbereich von Kratochwil an der Universität Osnabrück beschäftigt sich vorrangig mit den Themenkomplexen Biozönologie, Tierökologie, Vegetationsökologie und Geoökologie/Umweltanalytik.

Kratochwil ist Herausgeber und Mit-Herausgeber mehrerer wissenschaftlicher Fachzeitschriften u. a. Plant Ecology, Phytocoenologia, Tasks for Vegetation Science. 2002 erhielt er den Transferpreis der Universität Osnabrück für Wissenstransfer und Kooperationen.

Mitgliedschaften

  • Vorstand des Hochschulverbandes, Ortsgruppe Osnabrück, seit 1996 (Vorsitz 1999–2003)
  • Wissenschaftlicher Beirat: Global zukunftsfähige Entwicklung - Perspektiven für Deutschland (Forschungszentren der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft) (2000–2003)
  • Umweltbeirat der Evangelischen Landeskirche Baden seit 1991
  • Arbeitsgruppe "Global Change" der RTG, stellvertretender Vorsitzender (1998–2004)
  • Arbeitsgruppe "Umwelt, Frieden, Entwicklung" der Universität Osnabrück (seit 1998)
  • Sprecher des Arbeitskreises "Biozönologie" in der Gesellschaft für Ökologie (1987–1998)
  • Beirat der Gesellschaft für Ökologie (1992–1995)
  • Arbeitskreis Wildbienenkataster am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart (seit 2004)

Werke (Auswahl)

Nach eigenen Angaben umfasst die Publikationsliste von Anselm Kratchwil 89 Veröffentlichungen,[1] einige werden hier dargestellt:[2]

  • A. Schwabe, A. Kratochwil: Weidbuchen im Schwarzwald und ihre Entstehung durch Verbiß des Wälderviehs: Verbreitung, Geschichte und Möglichkeiten der Verjüngung. - Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege 49, Karlsruhe 1987.
  • A. Kratochwil, A. Schwabe: Ökologie der Lebensgemeinschaften: Biozönologie. UTB-Reihe. Ulmer Verlag 2001 (ISBN 3-8252-8199-x)
  • A.Kratochwil (Hrsg): Biodiversity in ecosystems. Principles and case studies of different complexity levels. Tasks for Vegetations Science 34, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht 1999
  • C. Burga, A. Kratochwil (Hrsg.): Biomonitoring - General and Applied Aspects on a Regional and Global Scale. Tasks for Vegetations Science 35, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht 2001.
  • Kratochwil (Hrsg.): Interactions between animals, plant species and vegetation. Special Issue Phytocoenologia 32 (4), Berlin, Stuttgart 2002; S. 515-676.

Zudem gab Kratochwil die deutsche Übersetzung von Elements of Ecology heraus: Thomas M. Smith, Robert L. Smith: Ökologie (6., aktualisierte Auflage). Pearson Studium, München 2009. (ISBN 3827373131)

Belege

  1. 1,0 1,1 1,2 [1] an der Universität Osnabrück.
  2. Entnommen aus der [2] Vita Universität Osnabrück.

Weblinks


Kategorien: Hochschullehrer (Universität Osnabrück) | Geboren 1951 | Zoologe | Deutscher | Mann | Ökologe

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Anselm Kratochwil (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.