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Anna Maria Mozart


Anna Maria Walpurga Mozart, geb. Pertl (* 25. Dezember 1720 in Sankt Gilgen; † 3. Juli 1778 in Paris) war die Mutter von Maria Anna und Wolfgang Amadeus Mozart.

Ihre Mutter Eva Rosina Barbara Puxbaum, geborene Altmann (1681–1755), war die Tochter des aus Wien gebürtigen "k.k. geschworenen Notarius" Dominik Altmann (1636–~1702). Ihr Vater, Wolfgang Nikolaus Pertl (1667–1724), stammte aus einer ländlichen Familie, hatte aber ein Jurastudium in Salzburg absolviert. Während seiner Studienzeit trat er als Bass-Solist in den Schuldramen seiner Universität auf. Außerdem wirkte er als Choralist an der Erzabtei St. Peter und erteilte auch Gesangsunterricht. Nach seiner Ernennung zum erzbischöflich salzburgischen Pflegekommissarius residierte er zunächst im alten Schloss Hüttenstein am Krotensee zwischen Mondsee und Abersee und bezog dann eine Wohnung im neu errichteten Amtshaus in der Ischlerstraße 15 in St. Gilgen, dem heutigen Bezirksgericht, wo auch Anna Maria geboren wurde. Als der Vater vier Jahre nach ihrer Geburt starb, ließ er die Familie mit erheblichen Schulden zurück.

Am 21. November 1747 heiratete Anna Maria den Komponisten Leopold Mozart im Dom zu Salzburg. Mit ihm hatte sie sieben Kinder, wovon jedoch nur zwei das Erwachsenenalter erreichten, Maria Anna, genannt Nannerl (1751–1829), und Wolfgang Amadeus (1756–1791), dessen Name Wolfgang zu Ehren des Großvaters mütterlicherseits gewählt wurde. Nannerl heiratete später einen der Amtsnachfolger dieses Großvaters, Johann Baptist von Berchtold zu Sonnenburg, und bewohnte mit ihm in St. Gilgen wieder das Geburtshaus ihrer Mutter.

Anna Maria Mozart starb in Paris, wohin sie ihren Sohn begleitet hatte. Zweck dieser Reise war die Suche nach einer vorteilhaften Stelle für Wolfgang. Vater Leopold war dafür kein Urlaub gewährt worden. Der Tod der Mutter erschütterte Mozart tief. Mehrere bis heute berühmte Briefe, die Mozart aus Paris an seinen Vater schrieb, behandeln dieses tragische Ereignis.

In Sankt Gilgen erinnert das Mozarthaus an die Familie Mozart.

Literatur

  • Ingo Reiffenstein (Hrsg.): Fort mit Dir nach Paris! Mozart und seine Mutter auf der Reise nach Paris. Salzburg, Wien 2005, ISBN 3-902497-01-7
  • Eva Rieger: ... denn umsonst ist der Tod, und dieser nicht einmal: Maria Anna Mozart. In: Luise Pusch (Hrsg.): Mütter berühmter Männer: zwölf biographische Portraits, Insel, Frankfurt/Main 1994, ISBN 3-458-33056-9, S. 71–100
  • Erich Schenk: Mozarts mütterliche Familie. In: Erich Schenk (Hrsg.), Bericht über die musikwissenschaftliche Tagung der internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg, 2. bis 5. August 1931, Leipzig 1932, S. 45–68
  • Erich Schenk: Mozarts Salzburger Vorfahren. In: Mozart-Jahrbuch 3 (1929), S. 83–105
  • Oskar Seidlin: Eine Brief-Interpretation. In: Musica 24,2 (1977), S. 71–100
  • Erich Valentin: "Madame Mutter": Anna Maria Walburga Mozart (1720–1778). Deutsche Mozart-Gesellschaft, Augsburg 1991
  • Erich Valentin: Madame Mutter: Zu Ehren der Mutter Mozarts. In: Acta Mozartiana 22,4 (1976), S. 57–64
  • Marianne Winterstein: Anna Maria und Nannerl Mozart. Zwei Frauen um Wolfgang Amadeus Mozart. Eugen Salzer, Heilbronn 1991; 2. Aufl., Rosenheimer, Rosenheim 2000, ISBN 3-475-52990-4

Weblinks


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