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Anleitung zum Konservativsein


Anleitung zum Konservativsein ist ein vom Publizisten Alexander Gauland, dem Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung, 2002 in der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) veröffentlichtes Sachbuch.

Inhalt

Der Autor zeichnet ein Bild des politischen Konservatismus. Er beschreibt zunächst das belastete Verhältnis von Konservativen zum Nationalsozialismus, geht dann auf die Ablehnung gegenüber dem deutschen Nationalstaatsgedanken ein. Einen großen Teil des Buches nehmen die historischen Persönlichkeiten Edmund Burke und Friedrich der Große ein. Er kritisiert in der Folge die fehlenden Symbole einer Nation und den Mangel an Geschichte. Sowohl die Wirtschaft als auch das Bürgertum sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Begrifflichkeiten wie Familie, Heimat, Leitkultur, Tradition und Kunst haben nicht mehr die entscheidende Bedeutung für die politische Rechte und werden zum Teil durch andere Akteure besetzt. Nach einer Beschreibung konservativer deutscher Außenpolitik und Beziehungen zu anderen Ländern fordert er die Entschleunigung der technisch fortschreitenden Gesellschaft.

Rezensionen

Der Politikwissenschaftler Jens Hacke rezensierte für H-Soz-u-Kult: „Ein kulturkritischer Gestus durchzieht seinen kurzweiligen Essay, in dem er den Geltungsverlust von Werten, Ideen und Traditionen beklagt. Den im Kern optimistischen Modernitätstraditionalisten der gar nicht mehr so „skeptischen Generation“ hält er in altkonservativer Weise entgegen [...] Gauland variiert in seiner Schrift alle gängigen konservativen Leitartikler-Topoi und setzt mit seinem Plädoyer für den historischen Sinn und die Behutsamkeit im Umgang mit Religion und Tradition keine überraschenden Duftmarken. Indes, da alles allgemein bleibt, wird auch selten klar, worin die Aufgabe des Konservativen heute liegen könnte.“[1]

Nach dem Zeit-Journalisten Richard Herzinger ist das Buch ein „besinnlicher Weltanschauungsessay“.[2]

Norbert Seitz gab im Tagesspiegel an: „So bedenkenswert seine Warnungen auch sein mögen - Gauland schert sich mit seiner Anleitung zu wenig um eine Grenzziehung zwischen wünschenswerter Stabilität und abträglicher Verkrustung. Für seine Position, dass gerade wegen der geringen Veränderungsgeschwindigkeit der deutschen Politik ihre Resultate so haltbar seien, steht wohl keine Partei mehr zur Verfügung“.[3]

Die Berliner Literaturkritik zitiert Ulrich Specks Resümee aus der Frankfurter Rundschau: „Das aufmunternde Gelb des Buchumschlags konterkariere der Autor im Text mit düsteren Farben und apokalyptischen Tönen. Wer den Konservatismus als politische Kraft im einundzwanzigsten Jahrhundert wieder beleben wolle, der müsse mehr bieten als eine Bilanz der Verluste und abgrundtiefe Abneigung gegen die Spaßgesellschaft.“[4]

Ausgabe

  • Alexander Gauland: Anleitung zum Konservativsein. DVA, Stuttgart [u.a.] 2002, ISBN 3-421-05649-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jens Hacke: Gauland, Alexander: Anleitung zum Konservativsein. München 2002 (Rez.). In: H-Soz-u-Kult, 24. Mai 2004.
  2. Richard Herzinger: Immer langsam voran. Alexander Gauland will den authentischen Konservatismus wiederbeleben . In: Die Zeit, 14. November 2002.
  3. Norbert Seitz: Alexander Gauland schimpft über die Fortschrittsgläubigen. In: Der Tagesspiegel, 23. Dezember 2012.
  4. Nationalsozialismus, Bibel und die Findungsprozesse der Wirtschaft . Die Berliner Literaturkritik, 6. Januar 2003. Zitiert nach Ulrich Speck: Schluss mit lustig. Alexander Gaulands Versuch über den Konservativismus. In: Frankfurter Rundschau, 6. Januar 2003.

Kategorien: Literatur (21. Jahrhundert) | Literarisches Werk | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Anleitung zum Konservativsein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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