Anger (Berchtesgadener Land) - LinkFang.de





Anger (Berchtesgadener Land)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Berchtesgadener LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 558 m ü. NHN
Fläche: 45,91 km²
Einwohner: 4398 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83454
Vorwahl: 08656
Kfz-Kennzeichen: BGL
Gemeindeschlüssel: 09 1 72 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 4
83454 Anger
Webpräsenz: www.anger.de
Bürgermeister: Silvester Enzinger (CSU)
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Anger ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land in der Nähe der Autobahn A8 München-Salzburg. Im Gemeindegebiet befindet sich das frühere Kloster Höglwörth.

Geografie

Die Gemeinde liegt zwischen dem Bergrücken des Högl und dem Stoißberg, einem Ausläufer des Hochstaufen-Gebirgsstockes und erstreckt sich von etwa 470 m über NN (Ortsteil Jechling) bis auf eine Höhe von 827 m am Högl sowie 1.333 m am höchsten Punkt des Gemeindegebietes, der „Schneid“ am Teisenberg an der Gemeindegrenze zu Teisendorf. Größtes Fließgewässer im Gemeindegebiet ist die Stoißer Ache, größter See der Höglwörther See. Zu Anger gehören die Ortsteile Anger, Aufham, Hadermarkt, Hainham, Högl, Höglwörth, Holzhausen, Irlberg, Jechling, Lebloh, Moosbacherau, Oberhögl, Pfaffendorf, Pfingstl, Prasting, Reitberg, Steinhögl, Stockham, Stoißberg, Thal, Unterberg, Vachenlueg, Wolfertsau und Zellberg.

Nachbargemeinden sind: Ainring, Inzell, Piding und Teisendorf.

Geschichte

Die Gründung des Ortes reicht bis in die jüngste Steinzeit zurück. Auf dem Bergrücken des Högl, am linken Ufer der Saalach, sind Funde wie Bronzeschwerter, Äxte und Urnen, aber auch Reste römischer Bauten zu verzeichnen.

Die auf die Silben „-ing“ und „-ham“ endenden frühbayerischen Ortsnamen rund um Anger weisen darauf hin, dass der Högl im frühen Mittelalter von den Bayern besiedelt wurde. Für eine Siedlungskontinuität sprechen die bajuwarischen Reihengräber des 6.–8. Jahrhunderts in Anger, Aufham, Piding, Urwies und Mauthausen.

Anger kam schon um das Jahr 1000 durch Schenkung eines Grafen an das Kloster St. Peter in Salzburg, später als Stiftungsgut an das Augustinerkloster Höglwörth. Als Teil des Erzstifts Salzburg (seit 1275) fiel Anger bei der Säkularisation 1803 an Erzherzog Ferdinand von Toskana, 1805 im Frieden von Preßburg an Österreich, welches es dann im Frieden von Schönbrunn 1809/10 als Teil des „Rupertiwinkels“ an Bayern abtreten musste. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde, allerdings wurde bis weit ins 20. Jahrhundert der amtliche Name Stoißberg für die gesamte Gemeinde verwendet, zu der auch Anger gehörte. Erst mit Erlass vom 17. August 1937 wurde die Gemeinde Stoißberg in Anger umbenannt.[2]

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Aufham im Süden und ein Großteil von Högl im Osten eingegliedert.[3] Sie bestehen weiter als Gemarkungen fort.

Am 1. Juli 1982 wurde das gemeindefreie Gebiet Staufenecker Forst im Westen aufgelöst und seine Fläche von 1394,66 Hektar in die Gemeinde Anger eingegliedert und bildet seitdem die gleichnamige Gemarkung innerhalb der Gemeinde.[4] [5]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde

Politik

Kommunalwahl 2008[6]
Wahlbeteiligung: 58,0 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,9 %
46,8 %
5,3 %
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Gemeinderat und Bürgermeister

Der Erste Bürgermeister Silvester Enzinger (CSU) steht dem Gemeinderat mit 16 Mitgliedern vor.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot zwei gekreuzte silberne Schlüssel, darüber eine silberne Pilgermuschel, darunter ein silberner Raitelhaken.“[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Tradition

In der Gegend um Anger-Aufham-Högl haben sich viele alte Sitten und Gebräuche gut erhalten. Besonders das religiöse Brauchtum ist ausgeprägt. In alter Tradition werden zahlreiche kirchliche Feste begangen, aber auch Bräuche heidnischen Ursprungs gepflegt. Dazu gehören alte Volkstänze, das Aperschnalzen, das Kramperllaufen, die Schuhplattler, die Trachten, die angestammte Bauweise der Häuser, die Mundart und die große Verbundenheit der Bevölkerung zur Musik als Ausdruck traditionellen Brauchtums. Insgesamt drei Musikkapellen (Bergschützenkapelle Anger, Trachtenkapelle Anger-Höglwörth, Musikkapelle Aufham) sorgen bei verschiedensten weltlichen und kirchlichen Anlässen für musikalische Untermalung bzw. Unterhaltung.

Wirtschaft

Das Gebiet der Gemeinde Anger war lange stark bäuerlich geprägt.

In den gebirgsnahen Tälern war der Haupterwerb Wald- und Forstwirtschaft die Holz für den Bergbau am Kressenberg (Neukirchen am Teisenberg, Erzbergbau), die Verhüttung in Achtal, die Saline in Hallein und das Eisen-Hammerwerk in Hammerau geliefert hat. Da um Salzburg wenig Wälder vorhanden waren, wurde auch Brennholz in die Landeshauptstadt gebracht.

Im Voralpengebiet wurde vor allen Dingen Ackerbau und Viehzucht betrieben, an Seen auch Fischerei. Es wurde hauptsächlich Weizen, Hirse, Dinkel und Roggen angebaut und Kühe, Pferde, Ziegen, Schweine und Geflügel wie Enten, Gänse und Hühner als Vieh gehalten. In den größeren Orten (Städte und Märkte) lebte die Bevölkerung meistens von Handwerk und Handel. Diese Struktur blieb bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts erhalten und änderte sich erst mit dem Einsetzen des Fremdenverkehrs.

Im Jahr 2011 pendelten 363 Arbeitnehmer in die Gemeinde Anger, 1156 waren Auspendler, die Auspendler überwogen somit um 793 Personen.[8]

Infrastruktur

  • Sendemast Högl der Deutschen Telekom AG (Fernseh- und UKW-Grundnetzsender)

Söhne und Töchter des Ortes (geboren oder aufgewachsen)

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 434.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 597.
  4. Reg. v. OB v. 01.03.1982, RABl Nr. 4 v. 19.03.1982, S. 25
  5. Liste der ehemaligen gemeindefreien Gebiete in Bayern
  6. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=172&suchbegriff=1
  7. Anger (Berchtesgadener Land): Wappengeschichte vom HdBG
  8. Gemeindereport Juni 2013, S. 6 (pdf, 240 KB), abgerufen am 3. November 2015

Weblinks

 Commons: Anger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Berchtesgadener Land | Anger (Berchtesgadener Land) | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Anger (Berchtesgadener Land) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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