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Andijon


Andizhan ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen beider Schreibweisen sind unter Andijon (Begriffsklärung) aufgeführt.

Andijon (Андижон)
(usbek.)

Basisdaten
Staat:  Usbekistan
Provinz: Andijon
Koordinaten:

Höhe: 461 m
Einwohner: 318.439 (2005)
Agglomeration: 542.617 (2005)
Telefonvorwahl: (+998) 74

Andijon (usbekisch Andijon [andiʤɒn]; russisch Андижан/Andischan; auch als Andizhan oder Andischan transkribiert) ist eine Stadt im Osten Usbekistans mit 318.439 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005). Sie liegt 475 Kilometer östlich von Taschkent im Ferghanatal und ist Hauptstadt und kultureller Mittelpunkt der Provinz Andijon.

Geschichte

Geschichte

Die Gründung der Stadt geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Andijon entwickelte sich mit der Zeit zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt an der Seidenstraße und wurde im 15. Jahrhundert zur Provinzhauptstadt erklärt.

Im 18. und 19. Jahrhundert war es Teil des Khanats Kokand.

1876 nahmen russische Streitkräfte die Stadt ein. Ein Aufstand gegen die Herrschaft von Zar Nikolaus II. wurde im Jahre 1898 blutig niedergeschlagen.

Neuzeit

siehe auch Geschichte Usbekistans

Ein Erdbeben am 13. Dezember 1902 verursachte in Andijon schwere Schäden. Mehr als 4.000 Menschen starben.

Die Stadt ist Geburtsort des Begründers des Mogulreiches Mohammed Babur Khan (1483–1530). Als Sehenswürdigkeit gilt das im Jahre 1989 ihm zu Ehren eröffnete Museum.

In Andijon wurde 1952 auch der Künstler Peter Cheban geboren, ein Maler des romantischen Realismus.

Am Abend des 13. Mai 2005 ließ Islom Karimov, der seit 1989 diktatorisch regierende Herrscher Usbekistans, Demonstrationen von Militäreinheiten und von Sondereinheiten des Innenministeriums niederschlagen. Dabei starben mehrere hundert Menschen. Über den Hergang gibt es widersprüchliche und keine unabhängigen Darstellungen.[1] In der Nacht zuvor war ein Gefängnis von einer Gruppe Menschen gestürmt worden, die viele der circa 730 dort inhaftierten Gefangenen befreiten. Auslöser für die Unruhen war ein anstehender Prozess gegen 23 des Terrorismus bzw. radikalen Islamismus verdächtigte Personen. Ihnen wurden Kontakte zur verbotenen Hizb ut-Tahrir vorgeworfen. Siehe: Unruhen in Usbekistan

Wirtschaft

Andijon ist ein Industriezentrum (Elektronik-, Textil-, Nahrungsmittelindustrie). In der Umgebung wird Baumwolle angebaut sowie Erdöl und Erdgas gefördert.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. The Andijan Massacre. BBC World Service, 13. Mai 2015, abgerufen am 13. Mai 2015 (english).
  2. engl. Wikipedia Sevara Nazarxon
  3. ferghana.ru:For the first time the works of Abdulkhamid Chulpon are published in Russian language

Weblinks

 Commons: Andijon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort in der Provinz Andijon

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Andijon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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