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Ananda Mahidol


Ananda Mahidol (RTGS: Ananthamahidon; Aussprache: [ʔaːnantʰáʔ máʔhìʔdon]; auch Rama VIII.; voller Thronname Phrabat Somdet Phra Poramentharamaha Ananda Mahidol Phra Atthama Ramathibodin, Thai พระบาทสมเด็จพระปรเมนทรมหาอานันทมหิดลฯ พระอัฐมรามาธิบดินทร, * 20. September 1925 in Heidelberg; † 9. Juni 1946 in Bangkok, Thailand) war König von Thailand vom 2. März 1935 bis zu seinem Tode.[1]

Leben und Wirken

Prinz Ananda Mahidol wurde als erster Sohn von Prinz Mahidol Adulyadej von Songkhla (einem Sohn von König Chulalongkorn) und Mom Sangwan (der späteren Prinzessinmutter Srinagarindra) geboren, die sich zu jener Zeit in Heidelberg zum Studium aufhielten.

Sein Vater starb, als er erst fünf Jahre alt war. 1935 dankte sein kinderloser Onkel Prajadhipok (Rama VII.) ab. Dadurch wurde Ananda im Alter von neun Jahren König. Er hielt sich allerdings die meiste Zeit seiner Herrschaft in der Schweiz auf, um seine Ausbildung abzuschließen. Ein Rat aus drei Regenten nahm seine Pflichten stellvertretend für ihn wahr, zunächst bestehend aus seinem Onkel 2. Grades Prinz Anuwat Chaturon (Oscar-nudis; 1883–1935), seinem Cousin Prinz Aditya Dibabha (1904–1946) sowie dem ehemaligen Innenminister Chao Phraya Yommarat (Pan Sukhum; 1862–1938). Prinz Oscar starb kurze Zeit später und wurde durch Chao Phraya Bijayendrayodhin (Um Indrayodhin; 1871–1942) ersetzt. Für den 1938 verstorbenen Chao Phraya Yommarat rückte (nach einer Vakanz von drei Jahren) 1941 der vormalige Finanzminister Pridi Phanomyong (1900–1983) nach. Nach dem Tod des Chao Phraya Bijayendrayodhin 1942 und dem Rücktritt von Prinz Aditya 1944 wurden keine neuen Regenten ernannt, sodass Pridi schließlich als einziger verblieb. Nur durch gelegentliche Reisen nach Thailand (erstmals im November 1938) hielt Ananda den Kontakt zum Land aufrecht.

Die deutschen Nationalsozialisten unterhielten gute Beziehungen zu Siam (Thailand) und setzten große Hoffnungen in den Jungen. 1936 widmete ihm die Zeitschrift Die Woche eine reich bebilderte Doppelseite (Titel: Der zehnjährige „Vetter des Morgenstern“) und schrieb:

„Ananda, der übrigens eine Schneiderstochter aus Heidelberg, Elisabeth Schnarrnberger [recte: Scharnberger], zur Tante hat [...] sitzt vorläufig noch in Lausanne, muß Klavier üben, Regeldetrie lernen und, nicht zuletzt, sich technische Kenntnisse aneignen.“

[2]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bat ihn die Regierung Thailands zurückzukehren. Am 5. Dezember 1945 kam er deshalb mit seinem Bruder, Prinz Bhumibol Adulyadej, nach Bangkok. Er machte viele Reisen durch das Land, auf denen er sich über die Landwirtschaft und die Rechtsprechung informierte und gelegentlich Einfluss nahm, um Härten zu mildern und Verbesserungen herbeizuführen.

Am 9. Juni 1946 starb er, im Alter von 20 Jahren, beim Hantieren mit Handfeuerwaffen. Dabei löste sich aus nie ganz geklärten Umständen ein Schuss, der ihn tödlich traf. Die Spekulation, ob es sich dabei um einen Unfall, Suizid oder einen Mordanschlag handelte, hält noch bis heute an.

Sein Nachfolger wurde sein Bruder Bhumibol Adulyadej. Er richtete 1959 die Ananda-Mahidol-Stiftung ein, die sich die internationale Fortbildung von thailändischen Studenten zum Ziel gesetzt hat.

Geburtsname

Nach seiner Geburt sandte König Vajiravudh, sein Onkel, am 13. Oktober 1925 ein Telegramm, in dem er ihn „Ananda Mahidol“ (อานันทมหิดล) nannte, das heißt „Die Freude über Mahidol“. („Ananda Mahidol“ ist ein Wort und der Vorname des Prinzen, er wird [ʔaːnantʰá máhìdon] ausgesprochen. Zu seiner Geburt hatte er den Titel Mom Chao, die niedrigste Stufe der thailändischen Prinzentitel. Als Nachnamen benutzte er den Namen „Mahidol“ seines Vaters, sein vollständiger Geburtsname war somit „Mom Chao Ananda Mahidol Mahidol“.)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Biographie von Ananda Mahidol
  2. Rolf Reismann in Die Woche, Heft 21 vom 20. Mai 1936, Seiten 24-25


Kategorien: König (Thailand) | Träger des Chakri-Ordens | Gestorben 1946 | Geboren 1925 | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ananda Mahidol (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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