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Amriswil


Amriswil
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau TG
Bezirk: Arbon
BFS-Nr.: 4461
Postleitzahl: 8580
UN/LOCODE: CH AWL (Amriswil)
CH ORA (Oberaach)
Koordinaten:
Höhe: 437 m ü. M.
Fläche: 19,1 km²
Einwohner: 12'814 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 671 Einw. pro km²
Website: www.amriswil.ch
Karte

Amriswil, in der schweizerdeutschen Ortsmundart älter Ammerschwiil [ˈɑmːərˌʃʋiːl],[2] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau, Schweiz.

Geographie

Sie befindet sich zwischen Weinfelden und Arbon bzw. Romanshorn in der Nähe des Bodensees und der Stadt St. Gallen.

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortschaften (Einwohnerstand 2000):

  • Amriswil (9769 E.)
  • Oberaach / Biessenhofen (853 E.)
  • Hagenwil / Räuchlisberg (242 E.)
  • Schocherswil (336 E.)
  • Schrofen (387 E.)

Name

799 wird Amriswil erstmals als Amalgeriswilare erwähnt. Es handelt sich dabei um eine Zusammensetzung des althochdeutschen männlichen Personennamens Amalgēr und des althochdeutschen Appellativs wīlāri «kleines Dorf, Weiler, Gehöft». Der Ortsname bedeutet damit «beim Gehöft des Amalger».[2]

Geschichte

Vermutlich existierte bereits zu römischen Zeiten eine Römerstrasse, die von Vitudurum (Oberwinterthur) durch das heutige Gebiet von Amriswil nach Arbor Felix (Arbon) verlief.

1408 wurde eine Kapelle in Amergaswile erwähnt, die 1350 erbaut worden sein soll. Nach der Gründung des Kantons 1803 wurde Amriswil als Munizipal- und Ortsgemeinde konstituiert (vgl. Frühere Gemeindeorganisation des Kantons Thurgau).

Im 20. Jahrhundert fanden mehrere Gemeindefusionen statt, an denen Amriswil beteiligt war:

  • 1925 wurde Hemmerswil mit Amriswil fusioniert.
  • 1932 wurde Mühlebach bei Amriswil mit Amriswil fusioniert.
  • 1979 wurden Biessenhofen, Oberaach und Räuchlisberg mit Amriswil zur Einheitsgemeinde Amriswil zusammengeschlossen.
  • 1997 wurde die Ortsgemeinde Schocherswil (BFS-Nr. 4516) von der Munizipalgemeinde Zihlschlacht abgetrennt und mit der Einheitsgemeinde Amriswil vereinigt. (Mutation Nr. 37a zum Amtlichen Gemeindeverzeichnis der Schweiz, 1986)
  • Seit dem 1. Januar 2005 gilt Amriswil statistisch als Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Mitten im Dorf befindet sich eine reformierte grosse Kirche in betont neugotischem Stil. Mit 75m besitzt Amriswil den höchsten Kirchturm im Kanton Thurgau. Das Gemeindehaus mit dem Dorfplatz bildet eine Einheit. Die katholische Kirche St. Stefan von 1939 ist eine der ersten modernen Kirchenbauten des Kantons Thurgau.

Die «Festhütte», eine grosse Festhalle aus dem Jahr 1907, wurde 2006 abgerissen und durch den im Herbst 2007 fertiggestellten fünfeckigen Neubau «Pentorama» ersetzt, der durch seine auffallende Architektur das neue Wahrzeichen der Stadt wurde; im Frühjahr 2009 wurde er auf einer Briefmarke der Schweizer Post dargestellt.

Im Weiler Hagenwil steht ein Wasserschloss, das Schloss Hagenwil. Hier ist ein Restaurant untergebracht und es finden Kunstausstellungen statt.

Das Bohlenständerhaus im Schrofen stammt aus dem Jahre 1538. Die typische Bauform im mittleren und östlichen Thurgau bis Ende des 16. Jahrhunderts ist nur noch in wenigen Ständerbauten erhalten und einzig hier als Wohnmuseum öffentlich zugänglich.

2002 wurde das nationale Schulmuseum Amriswil eröffnet.

Städtepartnerschaft

Seit 1999 ist Amriswil durch eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Radolfzell am Bodensee verbunden. Damit wurde eine langjährige Verbundenheit der beiden Gemeinden besiegelt: nach dem Zweiten Weltkrieg konnten Radolfzeller Kinder Amriswiler Familien besuchen und aus Amriswil wurden Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter nach Radolfzell geschickt.[3]

Verkehr

Amriswil ist ein Verkehrsknotenpunkt. Die Hauptstrasse 14 von Romanshorn nach Frauenfeld, sowie die Strassen nach Arbon, St. Gallen, Kreuzlingen, Bischofszell treffen in Amriswil zusammen. Die InterCitys der Strecke Romanshorn-Zürich halten hier. Die Gemeinde hat ein Bus-Liniennetz.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

 Commons: Amriswil  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. 2,0 2,1 Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 88 f.
  3. Website Amriswil

Kategorien: Schweizer Gemeinde | Ort im Kanton Thurgau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Amriswil (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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