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Alvesse (Edemissen)


Alvesse (Edemissen)
Gemeinde Edemissen
Höhe: ca. 69 m ü. NHN
Einwohner: 455 (30. Mrz. 2012)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31234
Vorwahl: 05176

Lage von Alvesse (Edemissen) in

Alvesse ist eine Ortschaft in der Gemeinde Edemissen im Landkreis Peine in Niedersachsen.

Geographie

Der Ort Alvesse liegt nördlich der Kreisstadt Peine zwischen den beiden Oberzentren Hannover und Braunschweig – abseits der Hauptdurchgangsstraßen am Rande der Südheide.

Geschichte

Der Ort Alvesse wurde erstmals urkundlich im Jahre 1220 erwähnt. Von 1532 bis 1885 gehörte der Ort zur Gografschaft Edemissen im Amt Meinersen. Danach kam er bis heute zum Landkreis Peine.

Im Jahre 1765 wurden in der Oker bei Meinersen letztmals Menschen ertränkt. Es handelte sich bei den Ertränkten um eine Giftmischerin namens Maria Dorothea Heuern (Hoyers) aus Alvesse, die 1765 ihren Mann vorsätzlich umgebracht haben soll. Zugleich mit ihr wurde ihre Dienstmagd, Anna Ilse Gieselern, wegen Beihilfe schuldig gesprochen.[1]

1965 erfolgte der Zusammenschluss der selbständigen Gemeinden Edemissen, Alvesse, Blumenhagen, Mödesse, Voigtholz-Ahlemissen und seit 1971 auch Oedesse zur Samtgemeinde Edemissen. Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen kam es am 1. März 1974 zur Bildung der Einheitsgemeinde Edemissen aus den Ortschaften der Samtgemeinde Edemissen und weiteren acht selbständigen Gemeinden.[2]

Der Wohnplatz „Papenhorst“ liegt 1,5 km nordwestlich von Alvesse und wurde im Jahre 1406 erstmals urkundlich erwähnt. Er besteht heute aus zwei in sich isoliert stehenden Wohnhäusern. Im Jahre 1869 wurde die „Papenhorster Mühle“ als Bockwindmühle neu errichtet und versah ihren Dienst bis 1958. Die Mühle wurde später verkauft und im Freilichtmuseum Hessenpark wieder aufgebaut.

Oft gibt es Verwechselungen mit Alvesse bei Vechelde und Alvesse, Wüstung bei Pattensen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1821 131
1848 185
1. Dezember 1871 ¹ 173
1. Dezember 1885 ¹ 173
1. Dezember 1905 ¹ 193
16. Juni 1925 ¹ 252
16. Juni 1933 ¹ 236
17. Mai 1939 ¹ 218
31. Dezember 1945 -
29. Oktober 1946 ¹ 473
Jahr Einwohner
13. September 1950 ¹ 472
6. Juni 1961 ¹ 356
1. März 1964 363
27. Mai 1970 ¹ 392

¹ Volkszählungsergebnis

Ortsname

Frühere Ortsnamen von Alvesse waren um 1226 Aluedissem, um 1226 Aluedessen, um 1274 aluedissen, 1343 Aluessen, 1353 Aluedessen sowie Aluedessen, 1391 Alfersen, 1456 Aldesse, um 1564 Alvessen und 1564/1582 Alvesse. Auszugehen ist vom alten Namen Alvedissem oder Alvedessen. Wahrscheinlich ist eine Form mit -es-husen -ssen vorzuziehen. Die weitere Entwicklung des Namens führt über Alvessen zu Alvesse. Im ersten Teil des Ortsnamens vermutet der Namensforscher Jürgen Udolph einen Personenname; wahrscheinlich zusammengesetzt aus Alf (altsächsisch alf), Elf, Elfe, Alb und -ed-, etwa Alv-ed-es-husen. Das -ed- dürfte aus dem Niederdeutschen -hēd (entspricht hochdeutsch -heid, wie in Adelheid beispielsweise) entstanden sein, da diese Kombination als Personennamen bekannt ist, wie Albheid, Alfaidus, Alfheid. Der Ortsname Alvesse bedeutet „Siedlung bei den Häusern des Alfhed“.[3]

Religion

Die protestantische Glaubensrichtung festigte sich schon im frühen 16. Jahrhundert. Die Ortschaft Alvesse gehört zum Kirchspiel der Martin-Luther-Kirchengemeinde Edemissen im Kirchenkreis Peine. Sie ist eine von fünf Kapellengemeinden im Kirchspiel Edemissen. Bis 1959 war eine Schulkapelle vorhanden, 1962 wurde die Kreuzkapelle neu errichtet.[4]

Politik

Die Ortsteile Alvesse, Rietze und Voigtholz-Ahlemissen bilden einen gemeinsamen Ortsrat.

Ortsbürgermeister ist Günther Krille.

Wappen

Das Alvesser Wappen zeigt im gespaltenen Schild vorn in Gold einen rot bewehrten blauen Löwen, hinten in Blau einen goldenen Kesselhaken. Der Löwe ist der in zahlreichen anderen Gemeindewappen vorkommende braunschweig-lüneburgische.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Veranstaltungen

  • Osterfeuer
  • Maibaum aufstellen
  • Schützenfest

Vereinswesen

  • Freiwillige Feuerwehr
  • TSV Rietze-Alvesse e.V. von 1929 (Sportverein)
  • KKSV Eintracht Alvesse e.V. von 1929 (Schützenverein)
  • Chorgemeinschaft Alvesse-Rietze-Voigtholz
  • Baumkomitee Alvesse
  • Junggesellschaft Alvesse von 2011
  • Landfrauen Alvesse
  • SoVD (ehemals Reichsbund)
  • Seniorenkreis Alvesse/Voigtholz-Ahlemissen

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Eines der größten Unternehmen in der Gemeinde Edemissen mit Sitz in der Ortschaft Alvesse ist die Firma Windstrom.[5]

Bildung

Neben Kindergärten sind heute in Edemissen Grundschule (in drei Ortsteilen auch verlässliche Grundschule), Hauptschule und Realschule. Alvesse gehört zum Schulbezirk der Grundschule Wipshausen. In Peine sind weiterführende Schulen wie Gymnasium und Berufsbildende Schule eingerichtet.

Verkehr

Es gibt eine Busverbindung nach Edemissen und Peine. Die Autobahnanschlüsse Peine, Watenbüttel-Braunschweig und Hämelerwald sind für Berufspendler eine Anbindung an Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter und Hannover. Die Bahnhöfe Peine, Dedenhausen und Hämelerwald sind auch für Bahnreisende erreichbar.

Literatur

  • Verein der Heimatgeschichte Edemissen e.V.: Die Gemeinde Edemissen. Sutton 2007, ISBN 978-3-86680-202-5.
  • Jürgen Dieckhoff: Edemissen – Wohlfühlgemeinde. Gemeinde Edemissen 1999.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Blazek, Matthias: „Die letzte Hinrichtung durch Ertränken im Königreich Hannover“ , matthias-blazek.eu.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 217.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche von Jürgen Udolph.
  4. Die Kapellengemeinde Alvesse . Website des Kirchenspiel Edemissen.
  5. „Unternehmensgruppe Windstrom“ .

Kategorien: Ortsteil von Edemissen | Ort im Landkreis Peine | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Peine)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Alvesse (Edemissen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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