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Altstadt-Nord


Altstadt-Nord
Stadtteil 103 von Köln
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Fläche 2,456 km²
Einwohner 17.896 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte 7287 Einwohner/km²
Postleitzahlen 50667, 50668, 50670, 50672
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Innenstadt (1)
Verkehrsanbindung
Bundesstraße 9 51
Eisenbahnanschluss Köln Hauptbahnhof
Stadtbahnlinien 1 3 4 5 7 9 12 15 16 18
Buslinien 106 132 133 250 
260 978 SB31 SB42
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2014

Der Stadtteil Altstadt-Nord gehört zum Stadtbezirk Innenstadt von Köln.

Lage

Der Stadtteil Altstadt Nord bildet zusammen mit der Altstadt-Süd die Mitte der Stadt. Beide Stadtteile werden durch die Kölner Ringe, die das mittelalterliche Stadtgebiet halbkreisförmig umschließen, zur Neustadt hin begrenzt. Der im Osten liegende Rhein begrenzt das Gebiet zu Deutz hin. Die Ostwestachse Cäcilienstraße – Neumarkt – Hahnenstraße stellt die Grenzlinie der beiden Altstadtteile dar.

Geschichte

Politisch gehören die beiden Altstadtteile dem Stadtbezirk Innenstadt an. Im aktuellen Sprachgebrauch wird oft unter „Altstadt“ nur das Viertel um Gross St. Martin verstanden. Dieses Viertel war zur Römischen Zeit allerdings das Hafengelände und somit eben nicht das älteste Siedlungsgebiet der Stadt.

Der Stadtteil Altstadt-Nord gilt als die Keimzelle der Stadt; als eine Siedlung existierte er bereits vor dem Jahre 50, in dem die Stadt zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium erhoben wurde.

Inmitten des Stadtteils befindet sich der Dom, das als Weltkulturerbe geltende Wahrzeichen der Stadt Köln. Darüber hinaus gibt es weitere Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, zahlreiche Museen, das Zeughaus, romanische Kirchen und viele historische Bürgerhäuser. Diese sind zum Teil nach dem Zweiten Weltkrieg gebaute Rekonstruktionen, wie das Stammhaus von 4711 in der Glockengasse 4.

Im Norden des Stadtteils lag an der gleichnamigen Straße das 1838 fertiggestellte Gefängnis „Klingelpütz“, wo sich in der NS-Zeit die zentrale Hinrichtungsstätte für die Sondergerichte des Rheinlandes befand. Es wird geschätzt, dass dort über 1000 vom Reichsgericht und Volksgerichtshof zum Tode Verurteilte unter dem Fallbeil starben. Nach dem Bau der JVA Köln in Ossendorf wurde das über 130 Jahre alte Gefängnis gesprengt und der Schutt zu einem Hügel zusammen geschoben. Auf dem Areal befindet sich heute der Klingelpützpark. Ein weiterer Inbegriff der NS-Schreckensherrschaft war die Gestapo-Zentrale im sogenannten EL-DE-Haus am Appellhofplatz 23–25/Ecke Elisenstraße. Dort ist seit 1988 das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Ihm direkt gegenüber liegt das Justizgebäude am Appellhofplatz, das - 1893 als Nachfolgebau des Rheinischen Appellationsgerichtshofs fertiggestellt - das älteste und traditionsreichste Gerichtsgebäude der Stadt ist. Der "Appellhof" ist heute Sitz des Verwaltungsgerichts Köln sowie des Finanzgerichts Köln.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Der Kölner Hauptbahnhof ist der wichtigste Knoten des Schienenverkehrs der Stadt und einer der wichtigsten in Deutschland. Der Stadtteil wird durch einige Stadtbahn- bzw. U-Bahn-Linien und Buslinien erschlossen. Seit 1974 wird der Stadtteil durch die sechsspurige Nord-Süd-Fahrt durchschnitten. Wichtig für die Verkehrsführung sind die Kölner Ringe mit ihren Plätzen (Friesenplatz und Ebertplatz), von denen Ausfallstraßen wie die Venloer Straße und die Neusser Straße die Stadtteile erschließen

Geschäftswelt

In der Altstadt-Nord befinden sich die beiden am stärksten frequentierten „Einkaufsmeilen“ Deutschlands in den vergangenen Jahren: die Hohe Straße und die Schildergasse.

Die 680 Meter lange Hohe Straße durchzieht als Fußgängerzone vom Wallrafplatz im Norden einen Großteil der Altstadt-Nord bis zur Sternengasse, wo sie in die Straße Hohe Pforte übergeht. Etwa 300 Meter vorher zweigt in Richtung Westen die Schildergasse ab, die ebenfalls als Fußgängerzone bis zum Neumarkt verläuft. Nach einer Zählung Ende März 2014 waren Schildergasse und Hohe Straße mit 14.590 bzw. 12.795 Passanten pro Stunde die beiden meistfrequentierten Einkaufsstraßen in Deutschland.[1]

Akzente im Stadtteil

Kirchen

Hohe Domkirche; Alt St. Alban; St. Andreas; Antoniterkirche; St. Aposteln; St. Gereon; Groß St. Martin; St. Kolumba; St. Kunibert; St. Mariä Himmelfahrt; Minoritenkirche; St. Ursula; Ursulinenkirche; St. Maria in der Kupfergasse; Hahnentorburg

Historische Profanbauten

Historisches Rathaus; Spanischer Bau und Prätorium; Zeughaus; Römertürme; Gereonsmühle; Eigelsteintorburg; Gürzenich;

Neuzeitliche Profanbauten

Der Funkhaus Wallrafplatz des WDR; Hauptbahnhof; Maternushaus; Heinzelmännchenbrunnen; Hohenzollernbrücke und Rheingarten; „Bastei“; Ringkarree;

Kultur, Veranstaltungen

Hänneschen-Theater; Musikhochschule;Oper; Philharmonie; Schauspielhaus

Museen

Römisch-Germanisches Museum; Museum für Angewandte Kunst; Kölnisches Stadtmuseum; NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus; Museum Ludwig; Wallraf-Richartz-Museum;

Plätze

Alter Markt; Appellhofplatz; Breslauer Platz; Heumarkt; Offenbachplatz; Roncalliplatz; Wallrafplatz

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Doppelsieg für Kölns Shoppingmeilen im Kölner Stadt-Anzeiger vom 12. Mai 2014

Weblinks

 Commons: Köln-Altstadt-Nord  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Historischer Stadtkern in Deutschland | Stadtteil von Köln | Köln-Altstadt-Nord

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Altstadt-Nord (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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