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Altmelon


Altmelon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 38,31 km²
 :
Höhe: 880 m ü. A.
Einwohner: 848 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3633, 3925, 4372
Vorwahl: 0 28 13
Gemeindekennziffer: 3 25 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Altmelon 60
3925 Altmelon
Website: www.altmelon.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Stauderer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
13
2
13 
Lage der Marktgemeinde Altmelon im Bezirk Zwettl
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Altmelon ist eine Marktgemeinde mit 848 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Zwettl im Waldviertel im Nordwesten Niederösterreichs.

Geografie

Die Marktgemeinde Altmelon bildet mit den Gemeinden Arbesbach, Groß Gerungs, Langschlag und Rappottenstein das so genannte Waldviertler Hochland, das den westlichsten Teil des Bezirkes Zwettl umfasst. Altmelon befindet sich auf einem hügeligen Hochplateau in 900 m Seehöhe und ist geprägt von Wald- und Moorlandschaften, von kleinstrukturierter Landwirtschaft und nicht zu vergessen - die örtlichen Einwohner bezeichnen sich als „steinreich“ - von zahlreichen Granitformationen, die dieser Landschaft ihren urigen Charakter verleihen. Im Gemeindegebiet, im Weinsberger Wald nahe Kleinpertenschlag, entspringt der Kleine Kamp, ein kleinerer Teil des Gemeindegebiets entwässert Richtung Naarn. Der Klausteich, ein ehemaliger Schwemmteich, wird heute als Fisch- und Badeteich genutzt. Er liegt an der Grenze zu Oberösterreich und ist über einen kurzen Fußweg erreichbar.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Altmelon (291)
  • Dietrichsbach (69)
  • Dürnberg (0)
  • Fichtenbach (52)
  • Großpertenschlag (113)
  • Kleinpertenschlag (130)
  • Kronberg (45)
  • Kronegg (62)
  • Marchstein (19)
  • Perwolfs (37)
  • Schwarzau (31)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altmelon, Dietrichsbach, Fichtenbach, Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Perwolfs.

Nachbargemeinden

Arbesbach
Königswiesen (OÖ) Schönbach
St. Georgen am Walde (OÖ) Bärnkopf

Klima und Vegetation

Das Klima ist aufgrund der ungeschützten Höhenlage rau und unwirtlich, im Winter kalt und schneesicher, im Sommer angenehm. Als Bewaldung überwiegt Fichtenmischwald, in den Moorgebieten Kiefern. Die überwiegende Kulturform ist das Grünland, daneben findet man Feldfrüchte wie Kartoffel, Gerste und Roggen. Besonders eingeschränkt ist der Obstbau, man findet nur vereinzelte Apfel-, Kriecherl- und Kirschbäume.

Geschichte

Altmelon entstand als mittelalterliche Spätrodung Anfang des 13. Jahrhunderts und wurde 1259 erstmals urkundlich als "Mailan" erwähnt. 1263 gründete Heinrich IV. von Kuenring, damals Herr auf Burg Rappottenstein, ein Zisterzienserinnenkloster, das aber bald wieder aufgegeben wurde. Die umliegenden bäuerlichen Siedlungen Perwolfs und Perthenschlag (heute Großpertenschlag) wurden 1371 erstmals urkundlich genannt. Dietrichsbach wurde um 1700 von Ferdinand Freiherr von Dietrichstein, Besitzer der Herrschaft Arbesbach, gegründet und hatte eine Glashütte und eine Brauerei. Noch später, im 18. Jahrhundert, entstanden Kleinpertenschlag, Fichtenbach und Kronegg (früher Cronets) als Holzfällersiedlungen. 1854 konstituierten sich die Gemeinde Altmelon mit den Katastralgemeinden Altmelon, Dietrichsbach und Perwolfs und die Gemeinde Großpertenschlag bestehend aus den Katastralgemeinden Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Fichtenbach. Im Jahre 1970 schlossen sich beide Gemeinden unter dem Namen Pertenschlag-Melon zusammen und anlässlich der Markterhebung im Jahr 1985 wurde der Name entsprechend dem Namen der Pfarre in Altmelon geändert.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 864
2001 922
1991 924
1981 1007
1971 1053

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Altmelon

Die Einwohnerentwicklung, aufgrund der wirtschaftlichen Randlage lange Zeit negativ, konnte im letzten Jahrzehnt stabilisiert werden.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Manfred Stauderer, Amtsleiter Martin Höchtl.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 2.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altmelon

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche, dem Heiligen Jakobus dem Älteren geweiht, zeigt eine Mischung verschiedener Stile. Entsprechend der erstmaligen Nennung im Jahr 1259 sind die ältesten Teile, das Presbyterium und der seitlich angebaute Glockenturm, gotischen Ursprungs. Nach der erworbenen Selbständigkeit von der Pfarre Arbesbach Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Langhaus erhöht.

Hauptartikel: Pfarrkirche Altmelon

Museen

Ein Bauernmuseum zeigt Gebrauchsgegenstände vergangener Zeiten. Sowohl Arbeitsmittel als auch Kleidung vermitteln einen Eindruck des beschwerlichen Alltags in der Umgebung. Besonders sehenswert ist die Sammlung bäuerlicher Arbeitsmaschinen, insbesondere alter Verbrennungsmotoren. Im nahen Arbesbach existiert ein Schmiedemuseum.

Sport

  • zahlreiche Wander-, Mountainbike- und Reitwege
  • Tennis
  • Skilanglauf
  • Eisstockschießen

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Der größte Teil der Einwohner der Gemeinde Altmelon muss auspendeln, von den in der Heimatgemeinde Beschäftigten entfällt wiederum der größte Teil auf den Sektor Land- und Forstwirtschaft. Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Tourismus, hauptsächlich im Sommer.

Verkehr

Altmelon liegt direkt an der gut ausgebauten Greiner Straße (B119), ebenso die Orte Fichtenbach, Kronegg, Kleinpertenschlag und Marchstein.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2015 nach Ortschaften

Weblinks

 Commons: Altmelon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Altmelon | Ort im Bezirk Zwettl | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Altmelon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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