Alte Aller - LinkFang.de





Alte Aller


Alte Aller (oberes Teilstück)

Die „Alte Aller“ bei Verden

Daten
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Aller → Weser → Nordsee
Quelle Verden
Quellhöhe ca. 10 m ü. NN
Mündung Verden in die Aller
Mündungshöhe ca. 9,5 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 0,5 m
Länge 2,5 km

Mittelstädte Verden

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Alte Aller (unteres Teilstück)

Alte Aller kurz vor der Mündung in die Weser bei Baden

Daten
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Weser → Nordsee
Quelle Langwedel (Weser)
Quellhöhe m ü. NN
Mündung Baden (Achim) in die Weser
Mündungshöhe m ü. NN
Höhenunterschied 2 m
Länge 7,5 km

Kleinstädte Langwedel (Weser)
Gemeinden Daverden, Etelsen, Baden (Achim)

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Als Alte Aller werden noch nicht vollständig verlandete Abschnitte (als Altarme) der Aller im Flussabschnitt Verden bis Baden in Niedersachsen bezeichnet.

Entstehung und Verlauf

Das Flussbett der Aller entstand, wie auch die benachbarten Flusstäler, zum Ende der letzten Eiszeit, als sich die Schmelzwässer der nach Skandinavien zurückweichenden Gletscher einen Weg in Richtung Meer suchten. Durch natürliche Vorgänge suchte und bildete die Aller auch in der Folgezeit am Unterlauf neue Seitenarme aus. Die sogenannten Altarme konnten verlanden oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder Teil des Hauptflusses werden.

Die Alte Aller besteht heute topographisch aus mehreren Teilstücken, die wesentlichen sind:

  • Das obere Teilstück der Alten Aller; es ist etwa 2,5 km lang und bildet mit dem Hauptarm der Aller eine langgestreckte, schmale Insel, die westlich vor der Altstadt von Verden liegt. Der auffällig geradlinige Verlauf der Aller in diesem Abschnitt deutet darauf hin, dass hier möglicherweise schon beim Brückenbau ein neues Flussbett angelegt wurde. Der noch vor 100 Jahren erlebbare Fluss ist am Einlaufpunkt bereits auf 50 m Länge verlandet.
  • Das untere Teilstück der Alten Aller; es ist etwa 7,5 km lang und beginnt südlich von Langwedel im Landkreis Verden. Von dort fließt das Gewässer in westlicher Richtung an der Ortschaft Etelsen vorbei bis Achim, wo es im Ortsteil Baden nahe dem Badener Berg in die Weser mündet.

Der untere Teil hat zudem über Entwässerungskanäle Verbindung zur Aller und zum Weser-Schleusenkanal. Beim Bau des Schleusenkanals ab 1937 sind Teile der Alten Aller, die diesen kreuzten, zugeschüttet und zwischen Etelsen und Baden ein neues Bett für die Alte Aller errichtet worden. Über ein Stauwehr fließt sie bei Baden in die Weser.[1]

Bedeutung

Die Alte Aller ist ein langsam fließendes Gewässer mit viel Bewuchs am Rand und im Wasser. Die Grundbeschaffenheit ist sandig-morastig mit leicht trübem Wasser. Die Alte Aller wird von Wanderern, Naturfreunden und Anglern genutzt. Hauptfischarten sind heute Aal, Hecht, Barsch, Karpfen, Schleie, Weißfische und Edelkrebse. In der Zeit von Mai bis Oktober ist auf der Alten Aller das Paddeln, unter Beachtung der Naturverträglichkeit, eingeschränkt zugelassen. Erlaubt sind ausschließlich Paddelboote (Kajak, Canadier und Kanu).

Weitere bekannte Altarme

Zwischen Otersen (südöstlich von Verden) und dem heutigen Flusslauf der Aller sind die sieben Oterser Seen ebenfalls aus einem alten Flusslauf der Aller entstanden. Dieser Altarm entstand wahrscheinlich nach einem Hochwasser um 1774 und wurde mit Erdwällen zu sieben Seen geteilt, damit die Bauern ihr Vieh leichter auf die Weiden der anderen Uferseite treiben konnten.

Einzelnachweise

  1. Heinz Kuhlmann: Die Weser und der Badener Besitz auf dem jenseitigen Weserufer. In: Geschichtswerkstatt Achim – Verein für Regionalgeschichte e.V. (Hrsg.): 1000 Jahre Baden. Haus der Werbung Verden, Verden 2013, ISBN 978-3-00-039036-4, S. 277–296.

Historische Karten


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