Alphons Egli - LinkFang.de





Alphons Egli


Alphons Egli (* 8. Oktober 1924 in Luzern; Bürger von Entlebuch und Luzern) ist ein Schweizer Politiker (CVP). Als Bundesrat war er Innenminister und bekleidete einmal das Amt des Bundespräsidenten.

Leben

Der Sohn des Luzerner Regierungsrats und Ständerats Gotthard Egli studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich, der Päpstlichen Universität Gregoriana und der Universität Bern und schloss 1949 mit einem Doktorat ab. Von 1952 bis 1982 war er selbständiger Rechtsanwalt und Notar.

Im Jahr 1963 wurde er in den Grossen Bürgerrat der Stadt Luzern gewählt und führte dieses Amt bis 1967 aus. 1967 wurde er in den Grossen Rat des Kantons Luzern gewählt und verbrachte dort acht Jahre seiner politischen Laufbahn. 1971 kandidierte er erfolglos für den Nationalrat, ab 1975 gehörte er dem Ständerat an.

Am 8. Dezember 1982 wurde Egli in den Bundesrat gewählt. Er stand dem Eidgenössischen Departement des Innern vor. Sein wohl wichtigstes Thema war der Umweltschutz: Im Zusammenhang mit dem Waldsterben setzte er Massnahmen zur Luftreinhaltung durch. Er war Bundespräsident im Jahre 1986.

Als Bundespräsident entschuldigte er sich am 3. Juni 1986 offiziell für das den Jenischen in der Schweiz zugefügte Unrecht und leitete nach seinem Rücktritt eine Fondskommission, welche von Kindswegnahmen, Anstaltseinweisungen etc. betroffene Jenische mit Geldsummen zwischen 2000 und 7000 Franken abfand.[1]

Egli trat aus gesundheitlichen Gründen per 31. Dezember 1986 aus dem Bundesrat zurück. Er ist Altherr des Schweizerischen Studentenvereins und der Sektionen Semper Fidelis Luzern, Agaunia St. Maurice und Burgundia Bern.

Letztmals Gegenstand einer medialen Berichterstattung war Egli Anfang 2003, als er auf einer offiziellen Website des Bundes kurzfristig als «Alphons Egli-Filet» aufgeführt war. Ein Hacker-Angriff konnte als Ursache rasch ausgeschlossen werden. Grund für die aufsehenerregende Falschschreibung war ein Fehler im IT-System.[2]

Wahlergebnisse in der Bundesversammlung

  • 1982: Wahl in den Bundesrat mit 125 Stimmen (absolutes Mehr: 123 Stimmen)
  • 1983: Wiederwahl als Bundesrat mit 185 Stimmen (absolutes Mehr: 115 Stimmen)
  • 1984: Wahl zum Vizepräsidenten des Bundesrates mit 185 Stimmen (absolutes Mehr: 99 Stimmen)
  • 1985: Wahl zum Bundespräsidenten mit 198 Stimmen (absolutes Mehr: 106 Stimmen)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Am Leid der Jenischen eine goldene Nase verdient? , WOZ, 24. Mai 1991
  2. Wie Alt-Bundesrat Egli zur Delikatesse wurde, in: BIT Kundenzeitung Februar 2003 (Hrsg.: Bundesamt für Informatik und Telekommunikation, Bern).
VorgängerAmtNachfolger
Hans HürlimannMitglied im Schweizer Bundesrat
1983–1986
Flavio Cotti


Kategorien: Korporierter im SchwStV | Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern | Bundespräsident (Schweiz) | Kommunalpolitiker (Kanton Luzern) | Ständerat (Luzern) | Kantonsrat (Luzern) | Geboren 1924 | CVP-Mitglied (Schweiz) | Schweizer | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Alphons Egli (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.