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Allerheiligen bei Wildon


Allerheiligen bei Wildon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 20,51 km²
 :
Höhe: 407 m ü. A.
Einwohner: 1.425 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8412
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Allerheiligen bei Wildon 240
8412 Allerheiligen bei Wildon
Website: www.allerheiligen-wildon.at
Politik
Bürgermeister: Michael Fuchs-Wurzinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
11
2
1
1
11 
Lage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat 1425 Einwohner (Stand 1. Jänner 2016 ) und eine Fläche von 20,51  km².

Geografie

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Allerheiligen bei Wildon (932)
  • Großfeiting (112)
  • Kleinfeiting (72)
  • Pesendorf (50)
  • Pichla (45)
  • Schwasdorf (100)
  • Siebing (123)

Katastralgemeinden sind (Fläche 2001): Allerheiligen (1.070,01 ha) und Feiting (964,03 ha).

Eingemeindungen

1968 wurden die Katastralgemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Heiligenkreuz am Waasen den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist Heiligenkreuz am Waasen.[2]

Klima

Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.

Geschichte

Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.

Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.

Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.

Wegen der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, die damals von Jesuiten geführt wurde, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. Als der Orden 1773 aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über, und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.

Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der Gemeinde Stocking zu.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Michael Fuchs-Wurzinger (ÖVP).[3]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Christian Sekli (ÖVP) und der Gemeindekassier Alois Feirer (ÖVP) an.[3]

Amtsleiter ist Alois Sekli.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[3]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 600 65,6 11 662 67,8 11 663 70,2 11 713 83,9 13
SPÖ 158 17,3 02 144 14,8 02 185 19,6 03 137 16,1 02
FPÖ 085 09,3 01 064 06,6 01 nicht kandidiert nicht kandidiert
Die Grünen 072 07,9 01 065 06,7 01 nicht kandidiert nicht kandidiert
Attraktive Liste für Allerheiligen nicht kandidiert 041 04,2 00 096 10,2 01 nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1205 1194 1116 1055
Wahlbeteiligung 77 % 82 % 85 % 82 %

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Allerheiligen bei Wildon

Sehenswürdigkeiten sind:

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 2012 Konrad Monsberger, Kapellmeister
  • 2014 Josef Felgitscher, Alt-Bürgermeister von Allerheiligen

Mit Allerheiligen verbundene Persönlichkeiten

Martin Teimer von Wildau (1778–1838), Tiroler Freiheitskämpfer und Militär-Maria-Theresien-Ordensritter, Herr auf Schloss Herbersdorf und der dazugehörigen Herrschaft, ist hier gestorben und in der Pfarrkirche Allerheiligen begraben.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
  3. 3,0 3,1 3,2 Gemeinde : Gemeinderat (abgerufen am 30. Mai 2015)

Weblinks

 Commons: Allerheiligen bei Wildon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Bezirk Leibnitz | Allerheiligen bei Wildon | Gemeinde in der Steiermark

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen bei Wildon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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