Alexandroupolis - LinkFang.de





Alexandroupoli

(Weitergeleitet von: Alexandroupoli)

Gemeinde Alexandroupoli
Δήμος Ἀλεξανδρούπολης (Αλεξανδρούπολη)
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Ostmakedonien und Thrakien
Regionalbezirk: Evros
Geographische Koordinaten:
Fläche: 1.219,94 km²
Einwohner: 72.959 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 59,8 Ew./km²
Postleitzahl: 68100
Vorwahl: (+30) 25510
Sitz: Alexandroupoli
LAU-1-Code-Nr.: 0301
Gemeindebezirke: 3 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: 3 Stadtbezirke
14 Ortsgemeinschaften
Website: www.alexpolis.gr
Lage in der Region Ostmakedonien und Thrakien
f9f10f8

Alexandroupoli (griechisch Αλεξανδρούπολη [alɛksanˈðrupɔli] (f. sg.) , älter auch Alexandroupolis Αλεξανδρούπολις, türkisch Dedeağaç, bulgarisch Dedeagatsch Дедеагач, gr. bis 1920 Dedeagats Δεδέαγατς) ist eine griechische Hafenstadt und Gemeinde (dimos δήμος) in Westthrakien sowie ehemaliger Sitz der Präfektur Evros.

Geografie

Alexandroupoli liegt direkt am Thrakischen Meer, einem Nebenmeer der Ägäis. Es bildet die Südgrenze der Stadt. Im Westen grenzt Alexandroupoli an die Gemeinden Arriana und Maronia-Sapes im Regionalbezirk Rodopi, im Norden an die Gemeinde Soufli und im Osten an die türkische Provinz Edirne.

Geschichte

Die Stadt wurde im Jahr 1871 unter dem Namen Dedeağaç als Teil des osmanischen Vilâyet Edirne gegründet. Der Name setzt sich zusammen aus den türkischen Wörtern, Dede – einer Ehrenbezeichnung – und Ağaç (Baum). Die Stadt wurde während der Fertigstellung des Dedeağaç-Zweiges der Rumelien-Eisenbahn, der ab 1872 genutzt wurde, gegründet.[2][3] Der Handel in der Stadt florierte, so dass Dedeağaç bereits 1883 Dimetokas Bedeutung als Zentrum des Sandschak des Vilâyet Edirne verdrängte. 1894 bestand der Sandschak Dedeağaç aus den Kazas (Landkreisen) Dedeağaç, Enez und Sofrulu. Der Kaza Dedeağaç bestand aus den drei Nahies (Kommunen) Ferecik, Meğri und Semadirek und 41 Dörfern.[4] 1870 begann der Bau der Strecke EdirneSelanikIstanbul (Konstantinopel) der Orientbahn, der die Entwicklung der Stadt einleitete.

Im Ersten Balkankrieg wurde die Stadt Ende 1912 von Bulgarien besetzt und war fortan als Дедеагач/Dedeagatsch wichtigster Ägäishafen des Landes.[5] Zu dieser Zeit lebten in Westthrakien 185.000 Türken, 25.500 Bulgaren, 22.000 Griechen und 2.200 Bewohner anderer Ethnien.[5] Wegen des drohenden Anschlusses an Bulgarien formte sich Widerstand in der muslimisch-türkischen Bevölkerung, der in die Provisorische Regierung Westthrakien mündete. Griechenland unterstützte die Etablierung einer solchen Republik mit dem Ziel, die zur selben Zeit in Konstantinopel laufenden Verhandlungen zwischen dem Osmanischen Reich und Bulgarien dahingehend zu beeinflussen, dass es zu keinem Frieden zwischen beiden Ländern kommt.

Im Frieden von Neuilly vom 27. November 1919 musste Bulgarien die Stadt an die Entente abtreten. Laut der Volkszählung, die von der französischen Verwaltung Anfang 1920 durchgeführt wurde, hatte die Stadt 7222 Einwohner, davon 3900 Bulgaren, 2500 Griechen, 512 Armenier, 165 Juden, 195 Türken.[6] Im Vertrag von Sèvres vom 10. August 1920 wurde die Stadt Griechenland zugesprochen und in Alexandroupolis – nach König Alexander I. – umbenannt. Anschließend mussten gemäß dem im Vertrag von Neuilly-sur-Seine vereinbarten Bevölkerungsaustausch Bulgaren die Stadt verlassen. Aus Gesamtgriechenland wurden nach 1920 53.000 Bulgaren vertrieben, 46.000 Griechen wurden aus Bulgarien vertrieben.[7]

Verwaltungsgliederung

Die Gemeinde Alexandroupoli entstand im Rahmen der Verwaltungsreform 2010 aus den bisherigen Gemeinden Alexandroupoli, Traianoupoli und Feres. Diese haben seither den Status von Gemeindebezirken. Verwaltungssitz der Gemeinde ist die Stadt Alexandroupoli.

Gemeindebezirke griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2001 Einwohner 2011 Stadtbezirke / Ortsgemeinschaften
(Δημοτική /Τοπική Κοινότητα)
Lage
Alexandroupoli Δημοτική Ενότητα Αλεξανδρούπολης 030101 642,245 52.720 61.702 Alexandroupoli, Avas, Esymi, Kirki, Makri, Sykorrachi
Traianoupoli Δημοτική Ενότητα Τραϊανουπόλης 030102 163,549 03.335 02.706 Anthia, Doriko, Loutros, Nipsa
Feres Δημοτική Ενότητα Φερών 030103 411,160 09.839 08.551 Feres, Peplos, Ardani, Doriskos, Kavisos, Pylea, Tryfilli
Gesamt 0301 1.216,954 65.894 72.959

Verkehr

Straße

Alexandroupoli liegt an der historischen Via Egnatia. Weitere Anschlüsse gibt es zur:

Ihren Anfang bzw. ihr Ende nehmen in Alexandroupoli:

Die Nationalstraße 2 in ihrem Verlauf nach Osten bis Ardanio und die Nationalstraße 51 sind als Europastraße 85 ausgewiesen, die Autobahn 2 als Europastraße 90.

Der Busbahnhof von Alexandroupoli liegt in einer Parallelstraße zur Hauptstraße Liof. Dimokratias und ist Ausgangspunkt für verschiedene Fernbuslinien, unter anderem nach Thessaloniki (Fahrzeit etwa 4:15h). Im Stadtgebiet existiert eine hohe Zahl von Stadtbuslinien.

Bahn

Alexandroupoli liegt an der Bahnstrecke Thessaloniki – Pythion – Swilengrad. In Pythion zweigt eine Strecke nach Istanbul ab. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der grenzüberschreitende Zugverkehr in die Türkei im Jahr 2011 eingestellt.

Hafen

Vom Hafen bestehen Schiffsverbindungen nach Samothraki, Límnos und Rhodos. Die Verbindung zur Nachbarinsel Samothraki wird je nach Wochentag bis zu zwei Mal täglich befahren und die Überfahrt dauert etwa 2:15h.

Flughafen

Der Flughafen Alexandroupolis befindet sich etwas 7 km östlich des Stadtzentrums.

Stadtentwicklung

Alexandroupolis ist mittlerweile eine der am stärksten aufstrebenden Städte in Griechenland. Eines der Wahrzeichen ist der Leuchtturm der Stadt, der Fáros (griech. Φάρος) am Hafen.

Die Stadt soll auch Teil der strategisch wichtigen Burgas-Alexandroupolis-Ölpipeline sein. Sie soll die Stadt Alexandroupolis mit der Schwarzmeer-Stadt Burgas verbinden.

Söhne und Töchter der Stadt

Partnerstädte

Siehe auch

Quellen

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Tayyib Gökbilgin in Encyclopaedia of Islam, Artikel Dede AghacDede Aghac, now Alexandroupolis, town on the Aegean coast of Thrace, founded in 1871, after the construction of the branch railway from the main Rumeli line.
  3. Türkische Eisenbahnen
  4. Tayyib Gökbilgin in Encyclopaedia of Islam, Artikel Dede Aghac
  5. 5,0 5,1 Katrin Boeckh: Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. Kleinstaatenpolitik und ethnische Selbstbestimmung am Balkan. Oldenbourg Verlag, München 1996, ISBN 3-486-56173-1.
  6. Atanas Razbojnikow/ Spas Razbojnikow: Населението на Южна Тракия с оглед на народностните отношения в 1830, 1878, 1912 и 1920 година (aus dem bulg. etwa: Die Bevölkerung und ethnische Zusammensetzung Südthrakiens in den Jahren 1830, 1878, 1912 und 1920), Sofia1999, S. 162.
  7. Geographische Studie (PDF-Datei; 289 kB) S. 9 – According to the figures of the Mixed Commission, 53,000 Bulgarians, in addition to 39,000 who left Greece earlier, availed themselves of the agreement. The number of Greeks leaving Bulgaria after World War I was listed as 46,000, amounting to practically the entire Greek minority at the time.

Weblinks

 Commons: Alexandroupoli  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandroupoli (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.