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Albig


Dieser Artikel beschreibt eine Ortsgemeinde. Für weitere Bedeutungen, siehe Albig (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-WormsVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Alzey-Land
Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 10,24 km²
Einwohner: 1628 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06731
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 001
Adresse der Verbandsverwaltung: Weinrufstraße 38
55232 Alzey
Webpräsenz: www.ortsgemeinde-albig.de
Ortsbürgermeister: Günther Trautwein (SPD)
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Albig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alzey-Land an.

Geographische Lage

Der Weinort Albig liegt in Rheinhessen und ist zum großen Teil von Weinbergen umgeben.

Geschichte

Spuren jungsteinzeitlicher (Spiralkeramik) und eisenzeitlicher Besiedlung (vermutlich durch die Kelten) wurden in Albig gefunden. Einige Funde, so auch Fibel, Ring und Gefäße aus einem Spätlatènezeitlichen Grab sind im Landesmuseum Mainz ausgestellt. Auf einem Hügel in der Nähe von Albig wurden die Grundmauern einer römischen Villa rustica entdeckt und in der irrigen Annahme, es handele sich um eine mittelalterliche Burgruine, „Schloss Hammerstein“ genannt.

Die erste urkundliche Erwähnung von Albig datiert aus dem Jahre 767 auf einer Weinbergs-Schenkungsurkunde für das Kloster Lorsch. Die Albiger Liebfrauenkirche wird zum ersten Mal im Jahre 962 urkundlich erwähnt. Das Patronatsrecht stand der Reichsabtei St. Maximin in Trier zu.[2]

Vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort landesherrlich zur Kurpfalz und unterstand der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit des Oberamtes Alzey. 1766 wurde für die katholischen Christen eine Kapelle im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet. Diese Kombination aus Rathaus und Kirche ist eine Besonderheit in der Umgegend.[3]

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen wurde die Region 1797 von Frankreich annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte Albig zum Kanton Alzey im Departement Donnersberg. Albig wurde Hauptort einer Mairie, der auch Bermersheim angehörte.

Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region, damit auch die Gemeinde Albig, zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Alzey, zu dem er bis 1969 gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Albig, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 722
1835 1.053
1871 948
1905 1.061
1939 1.117
Jahr Einwohner
1950 1.383
1961 1.296
1970 1.270
1987 1.317
2005 1.660

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Albig besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 6 4 6 16 Sitze
2009 7 3 6 16 Sitze
2004 7 4 5 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Ortsgemeinde Albig e.V.

Ortsbürgermeister

  • Günther Trautwein (SPD)

Wappen

Das Wappen ist geteilt und zeigt im oberen Feld den Kurpfälzer Löwen und im unteren Feld einen stilisierten, dem Buchstaben A ähnlichen Galgen. Weiterentwicklung eines Albiger Gerichtssiegels aus dem 17. Jahrhundert.

Gemeindepartnerschaft

Seit 1975 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Signy-l’Abbaye (Département Ardennes).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen
  • Wein- und Sonnenblumenfest am vorletzten Wochenende im Juli
  • Kerb (Kirchweih) am zweiten Sonntag im September
  • Albig ist weithin berühmt für eine besondere rheinhessische Spezialität, die Albiger Backesgrumbeere.

Siehe auch:

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

Albig gehört zum „Weinbaubereich Nierstein“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 24 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 345 Hektar. Etwa 72 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2010). Im Jahre 1979 waren noch 77 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 284 Hektar.[4]

Weinlagen

Die Rebflächen liegen auf Mergel- und Kalksteinböden in der Großlage Petersberg, die aus folgenden Einzellagen besteht:

  • Homberg, 52 Hektar[6]
  • Hundskopf, 141 Hektar[7]
  • Schloß Hammerstein, 160 Hektar[8]

In der Weinlage Hundskopf steht am höchsten Punkt der Turm „Auf dem Fels“, ein 2001 eingeweihter Weinbergs- und Aussichtsturm.

Verkehr

Im Ort befindet sich der Haltepunkt Albig, an dem die Regionalbahnen der Bahnstrecken Alzey–Mainz und Worms–Alzey–Bingen (Rhein) Stadt halten.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Albig befindet sich das Autobahnkreuz Alzey. Die nächsten beiden Autobahnanschlussstellen sind aber trotzdem gut zwei bis drei Kilometer entfernt, diese sind: Biebelnheim für die A 63 und Bornheim für die A 61. Am westlichen Ortsrand führt die Bundesstraße 271 am Ort vorbei.

Literatur

Weblinks

 Commons: Albig  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Albib Tourismus und Kultur, abgerufen am 6. März 2016
  3. Denise Frommeyer: Von den Römern bis in die Gegenwart Ortsporträt in:Allgemeine Zeitung Mainz vom 2. März 2016.
  4. 4,0 4,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Albig Homberg auf rheinhessen.de
  7. Albig Hundskopf auf rheinhessen.de
  8. Albig, Alzey Schloß Hammerstein auf rheinhessen.de

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Albig (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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