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Albertslund Kommune


 Albertslund Kommune

Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Hovedstaden
Einwohner: 27.880 (2016[1])
Fläche: 23,20 km² (2014[2])
Bevölkerungsdichte: 1.202 Einwohner je km²
Kommunenummer: 165
Sitz der Verwaltung: Albertslund
Anschrift: Nordmarks Allé
2620 Albertslund
Bürgermeister: Steen Christiansen
(Socialdemokraterne)
Website: www.albertslund.dk

Albertslund Kommune ist eine dänische Kommune in der Region Hovedstaden und Bestandteil des Hauptstadtgebiets (Hovedstadsområdet). Sie erstreckt sich über eine Fläche von 23,20 km²[2], auf der 27.880 Einwohner (Stand 1. Januar 2016 [1]) leben. Der Sitz der Verwaltung ist in Albertslund, ein etwa 14 km westlich gelegener Vorort von Kopenhagen.

Geschichte und Spezifika der Stadt

Von einem Dorf mit etwa 3000 Einwohnern ist Albertslund im Laufe von nur wenigen Jahrzehnten zu einer Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern angewachsen. Der Ursprung waren die Dörfer Herstedøster, Vridsløselille und Risby, einst kleine selbständige Gemeinwesen mit Landwirtschaft und Gartenbau als Haupterwerbszweige, symbolisiert durch einen Hahn im Albertslunder Stadtwappen.

Mit dem Bau von über 1500 Atrium- und Reihenhäusern in Süd-Albertslund zu Beginn der 1960er Jahre kamen der soziale Wohnungsbau und der Zuzug nach Albertslund in Gang. Fast 30 größere und kleinere Wohnkomplexe liegen inzwischen rundum in der Gemeinde verteilt mit insgesamt über 6000 Sozial- und fast 6000 Eigentumswohnungen. Hyldespjældet weist knapp 400 Wohnungen mit 1, 2 und 3 Geschossen auf.

Die Kommune entstand im Zuge der dänischen Kommunalreform 1970 durch Zusammenlegung der Sognkommunen Herstedvester Sogn, Herstedøster Sogn und Opstandelseskirkens Sogn, zunächst unter dem Namen „Herstedernes Kommune“, also sinngemäß „Kommune der (beiden) Herstede“. Im Jahre 1973 wurde der Name offiziell in „Albertslund Kommune“ geändert, da das dänische Innenministerium keinen Kommunennamen in Plural-Form akzeptieren wollte.

Mitte der 1970er Jahre gab es in den zehn Schulen circa 6700 Schüler, 1988 nur noch 4500. Dadurch konnte in steigendem Maße Erwachsenenunterricht in den Schulen stattfinden und neuer Bedarf beispielsweise an Fachräumen für Schulkinder gedeckt werden. Innerhalb weniger Jahre stieg die Anzahl der Tagesstätten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren auf achtzig. Seitdem hat sich die Zahl wegen der fallenden Kinderzahl wieder etwas verringert. Seit 1972 sind alle Krippen, Kindergärten, Freizeitheime und Klubs in kommunaler Hand.

In der Stadt Albertslund liegen ungefähr 1200 größere und kleinere Gewerbebetriebe, mit der größten Konzentration im Industriezentrum Herstedøster.

Zwei Drittel der Bodenfläche von Albertslund sind von Menschen angelegte Grünflächen. Das größte Areal, Vestskoven (der Westwald) mit 1500 ha, wird seit 1967 nach und nach bepflanzt.

Albertslund Centrum, das größte in der Stadt, umfasst Einkaufszentrum, Rathaus und ein Kulturhaus „Albertslundhuset“ mit Hauptbibliothek, kommunalen Kinos sowie Theater-, Konzert und Kongresssaal für 1200 Besucher. Es ist sich in kommunalen Besitz befindliche Zentrum in Dänemark.

In Albertslund sind Radfahrer- und Fußgängerverkehr vollständig getrennt. Die Gemeinde hat genau so viele Kilometer Wege wie Straßen, nämlich 65 km. Seit 2012 ist Albertslund Ausgangspunkt des ersten fertiggestellten Fahrradschnellweges (cykelsupersti, dt. etwa: Fahrrad-Super-Pfad), der von hier in das Zentrum Kopenhagens führt.

Die Kommune liegt zwischen Glostrup und Taastrup und 5 km von der Ostsee (Vallensbæk). Außerdem durchzieht der Roskildevej den Stadtteil und die Autobahn E47/E55 verläuft im Abstand von 2 km an Albertslund vorbei, wodurch eine günstige Verkehrsanbindung gegeben ist.

Albertslund wurde ursprünglich als Industriegebiet gegründet, erst die Wohnungspreise in Kopenhagen Zentrum zwangen viele, in die außenliegende Stadtteile wie Albertslund zu ziehen. Der Bürgermeister, der den Stadtteil 1972 gründete, ist noch immer im Amt, was in seinem Sprechen von „seinem“ Stadtteil herauszuhören ist.

In Sachen Kultur ist Albertslund sehr aktiv und veranstaltet viele Volksfeste und Kulturnächte auf dem zentralen Marktplatz.

In Albertslund befindet sich die (Justizvollzugs)Anstalt bei Herstedvester (Gefangener in psychiatrischer Behandlung) und das Staatsgefängnis in Vridsløselille, das aus der dänischen Einbrecherserie Olsenbande bekannt geworden ist. Heute ist das Gefängnis nach einem Ausbruch, der durch ein Rammen der Mauer mit einem LKW verursacht wurde, nur noch schwer zugänglich. Die Straße, welche zum Gefängnis führt wurde nach dem Tod von Ove Sprogøe 2004 von Vridsløselille-Staatsgefängnis (eigentlich Fængselsvej: Gefängnisstraße) in „Egon Olsens Vej“ (Egon-Olsen-Straße) umbenannt.

2007 erhielt die Kommune den Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates, weil sie die Umweltarbeit unter Mitbürgern und Unternehmen verankert hat, indem sie z.B. den Kohlendioxidausstoß in der Gemeinde halbierte.

Einwohnerentwicklung

In der Kommune leben derzeit 27.880 Einwohner (Stand 1. Januar 2016 ).[1] Auf dem Gemeindegebiet liegen die folgenden Kirchspielsgemeinden (dän.: Sogn):

Nr. Kirchspiel Einwohner[3]
01 Herstedvester Sogn 9.022
02 Herstedøster Sogn 9.671
03 Opstandelseskirkens Sogn 9.127

Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):

  • 1980 – 30.425
  • 1985 – 29.138
  • 1990 – 29.413
  • 1995 – 29.389
  • 1999 – 29.315
  • 2000 – 29.331
  • 2003 – 28.839
  • 2005 – 28.146
  • 2011 – 27.800

Partnerstädte

Die Albertslund Kommune unterhält mit folgenden Städten und Gemeinden Partnerschaften:[4]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. 2,0 2,1 Statistikbanken -> Geografi, miljø og energi -> ARE207: Areal efter område (dänisch)
  3. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> KM1: Befolkningen 1. januar, 1. april, 1. juli og 1. oktober efter sogn og folkekirkemedlemsskab (dänisch)
  4. Albertslund Kommune: Informationer om venskabsbyerne , abgerufen am 13. Mai 2012 (dänisch)

Weblinks

 Commons: Albertslund Kommune  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Kommune in Dänemark | Dänische Kommune (1970–2006)

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