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Albert Meyer (FDP)


Albert Meyer (* 13. März 1870 in Fällanden; † 22. Oktober 1953 in Zürich, heimatberechtigt in Fällanden und Zürich) war ein Schweizer Politiker (FDP) und Alt-Bundesrat.

Leben

Albert Meyer ist der Sohn des Johann Jakob, der Landwirt, Gemeindepräsident und Kantonsrat war. Er studierte Jurisprudenz und Volkswirtschaft an den Universitäten von Zürich, Berlin und Leipzig. Im Jahre 1895 promovierte er. Meyer heiratete im Jahre 1900 Elisabeth von Orelli, die die Tochter des Kreisforstmeisters von Zürich, Kaspar Adolf, war. Ab 1897 war er als Handelsredaktor bei der Neuen Zürcher Zeitung tätig und wurde dort 1915 zum Chefredaktor ernannt.

Sein erstes politisches Amt nahm er von 1907 bis 1927 als Mitglied des Grossen Stadtrats von Zürich wahr. Im Jahre 1915 wurde er für den Kanton Zürich in den Nationalrat gewählt. Neben diesen Tätigkeiten übernahm er ab 1923 bis 1929 das Amt des Parteipräsidenten der FDP Schweiz. Zudem war er von 1927 bis 1929 Mitglied des Bankrats und des Bankausschusses der Schweizerischen Nationalbank.

Bei den Wahlen vom 12. Dezember 1929 wurde er nach vier Wahlgängen mit 100 von 199 gültigen Stimmen[1] zum Bundesrat gewählt. Er setzte sich damit gegen den offiziellen FDP-Kandidaten Oskar Wettstein und gegen den SP-Kandidaten Emil Klöti durch. Er ersetzte den abtretenden Bundesrat Robert Haab und übernahm das Eidgenössische Departement des Innern. Ab 1934 führte er das Eidgenössische Finanz- und Zolldepartement. Meyer war im Jahre 1935 Vize- und im Jahre 1936 Bundespräsident.

Während der Amtszeit von Albert Meyer fand die Weltwirtschaftskrise statt. Er war ein Verfechter des Goldstandards und stabiler Wechselkurse und bekämpfte die Abwertung des Schweizer Frankens. Nach einem Mehrheitsbeschluss des Gesamtbundesrats im September 1936 musste er dies aber trotzdem durchführen. Seine weitreichende Bundesfinanzreform, welche die verschiedenen ab 1915 erfolgten provisorischen Regelungen ersetzten sollte, wurde vom Nationalrat im Juni 1938 abgelehnt. Die im Anschluss erarbeitete befristete Übergangslösung wurde hingegen vom Schweizer Stimmvolk im November 1938 angenommen.

Zum 31. Dezember 1938 gab Albert Meyer seinen Rücktritt bekannt. Er erkrankte schwer und verbrachte seine letzten Lebensjahre zurückgezogen. Er verstarb im Oktober 1953.

Als pflichtgetreuer Politiker hat er sich über die Parteigrenzen hinweg ein grosses Ansehen erarbeitet. In der Schweizer Armee war er Oberstleutnant der Infanterie.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Albert Meyer. admin.ch, abgerufen am 14. Oktober 2014.
VorgängerAmtNachfolger
Robert HaabMitglied im Schweizer Bundesrat
19301938
Ernst Wetter


Kategorien: Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern | Stadtrat (Zürich) | Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements | Bundespräsident (Schweiz) | Parteipräsident (Schweiz) | Gestorben 1953 | Geboren 1870 | Nationalrat (Zürich) | FDP-Mitglied (Schweiz) | Schweizer | Mann

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