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Alberobello


Alberobello
Staat: Italien
Region: Apulien
Metropolitanstadt: Bari (BA)
:
Höhe: 428 m s.l.m.
Fläche: 40 km²
Einwohner: 10.745 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 269 Einw./km²
Stadtviertel Coreggia
Angrenzende Gemeinden Castellana Grotte, Fasano (BR), Locorotondo, Martina Franca (TA), Monopoli, Mottola (TA), Noci
Postleitzahl: 70011
Vorwahl: 080
ISTAT-Nummer: 072003
Volksbezeichnung: Alberobellesi oder Selvesi
Schutzpatron: Santi Cosma e Damiano
Website: Alberobello

Alberobello ist eine Stadt in Apulien (Italien) mit 10.745 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015 ) in der Metropolitanstadt Bari.

Lage und Daten

Die Nachbargemeinden sind: Castellana Grotte, Fasano (BR), Locorotondo, Martina Franca (TA), Monopoli, Mottola (TA) und Noci.

Trulli

Die Stadt ist vor allem durch ihre Kegelbauten (Trulli) (Einzahl Trullo) berühmt, die nach dem Vorbild der Bauweise von Hirtenhütten in dieser Gegend gehäuft entstanden. In Alberobello bestehen ganze Stadtteile aus Trulli. Darum gehört der Ort heute zum UNESCO-Weltkulturerbe, hat aber durch den Touristenansturm viel von seinem ursprünglichen Reiz verloren.

Trulli gibt es nicht nur in Alberobello selber, sondern auch im Umland, doch in Alberobello treten sie massiv auf. Trulli sind zumeist runde, aber auch auf rechteckigem Grundriss errichtete, weiß gestrichenen Bauten mit charakteristischen Kegeldächern aus Kalksteinplatten, die ohne Mörtel in Form eines falschen Gewölbes aufeinander geschichtet sind. Diese Bauweise gleicht in gewisser Weise den urtümlichen Wohnbauten der Menschheit, wie man sie auch an anderen Orten rund um das Mittelmeer findet, z.B. in Sardinien in Form der Nuraghen oder in Südfrankreich als Bories.

Es ist nicht eindeutig belegt, seit wann es in Apulien diese Trulli gibt. Für die gehäufte Verbreitung dieser Bauart in Alberobello gibt es einen besonderen Grund: Giangirolamo II. Acquaviva, als Graf von Conversano Feudalherr der Gegend, wollte damit im 17. Jhdt. eine im Königreich Neapel geltende Bestimmung umgehen, wonach es verboten war, neue Ortschaften ohne Erlaubnis zu gründen. Diese Erlaubnis kostete Geld.

Nun ließen sich aber um Alberobello herum immer mehr neue Siedler nieder. Girolamo machte ihnen allen zur Pflicht, bei der Bauweise dieser Trulli zu bleiben. Diese waren ebenso schnell zu demontieren wie wieder aufzubauen. Und wenn sich eine kaiserliche Kontrollkommission ankündigte, wurden die Dächer auseinandergenommen, um den Geldeintreibern zu demonstrieren, dass man eine armselige Ansammlung von halben Wänden nicht als neue Siedlung bezeichnen könne. Mithin mussten keine Steuern bezahlt werden. Der Erfolg dieser Maßnahme führte zu der Anordnung, in Alberobello überhaupt keinen Mörtel zu verwenden, und so wurde diese Bauform zur Tradition.

Geschichte

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Alberobello ein Internierungslager (campo di concentramento). Die Internierten waren in einer ehemaligen Landwirtschaftsschule, der Casa Rossa, untergebracht, die sich einige Kilometer vom Ortskern entfernt im Weiler Alberto della Croce befand. Von 1940 bis 1943 waren insgesamt 208 Insassen in Alberobello interniert. Die ersten Internierten – Engländer, Iren, Malteser und Inder – wurden alsbald verlegt, um für italienische und ausländische Juden, Angehörige der slawischen Minderheiten in den italienischen Grenzprovinzen und Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten Platz zu machen. Antifaschisten befanden sich ebenfalls im Lager. Im Sommer 1942 wurden die jüdischen Internierten nach Kalabrien, ins Internierungslager Ferramonti di Tarsia, überstellt. Die Belegung erreichte ihren Höchststand im Juli 1942 mit 105 Personen. Es gab Latrinen und eine Toilette. Die medizinische Versorgung war eingeschränkt, denn es gab kein Krankenzimmer. Die Räume waren nicht beheizbar und es mangelte an warmem Wasser. Als im August 1942 „ex-Jugoslawen“ in Alberobello eintrafen, wurde das Lager mit Stacheldraht umzäunt. Die letzten Internierten verließen Alberobello am 6. September 1943. [2]

Politik

Bürgermeister der Stadt ist seit Mai 2012 Michele Maria Longo.

Wirtschaft

Hauptwirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr.

Städtepartnerschaften

Weblinks

 Commons: Alberobello  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 235-236; Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945 (Band 2), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 59-60; Francesco Terzulli, La casa rossa. Un campo di concentramento ad Alberobello, Milano 2003 (Mursia)

Kategorien: Weltkulturerbe in Italien | Provinz Bari | Gemeinde in Apulien | Ort in Apulien

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Alberobello (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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