Akcja Wyborcza Solidarność - LinkFang.de





Akcja Wyborcza Solidarność


Die Wahlaktion Solidarność (pl. Akcja Wyborcza Solidarność; AWS) war ein 1996 gegründetes Wahlbündnis in Polen. Es bestand aus etwa 40 bis 50 Gruppierungen aus dem Post-Solidarność-Lager, der ehemaligen Regimeopposition in der Volksrepublik Polen. Ihre Ausrichtung war christlich, konservativ und liberal.[1] Von 1997 bis 2001 stellte die AWS mit Jerzy Buzek den Premierminister, mit Maciej Płażyński den Sejmmarschall und mit Alicja Grześkowiak den Senatsmarschall. 2003 löste sie sich auf nationaler Ebene auf.

Geschichte

Nachdem die Parteien des Post-Solidarność-Lagers aufgrund der neu eingeführten Sperrklauseln bei den Parlamentswahlen 1993 fast alle den Einzug in den Sejm verpasst hatten und ihr Präsidentschaftskandidat Lech Wałęsa bei den Wahlen 1995 gegen den SLD-Kandidaten Aleksander Kwaśniewski unterlegen war, initiierte der Vorsitzende der Gewerkschaft Solidarność, Marian Krzaklewski, 1996 die Gründung eines Wahlbündnisses, welches die zahlreichen Gruppierungen der ehemaligen Regimeopposition zusammenfassen sollte. Die daraus entstandene Wahlaktion Solidarność vereinte schließlich nationalliberale, nationalkonservative, christlich-demokratische und nationalistische Kräfte. Vorsitzender wurde Marian Krzaklewski.

Aus den Sejm-Wahlen von 1997 ging die AWS mit 33,8 % tatsächlich als stärkste Partei hervor und bildete zusammen mit der Freiheitsunion (UW) eine Koalition unter Ministerpräsident Jerzy Buzek. Obwohl die Koalition aufgrund mangelnder Fraktionsdisziplin der AWS - v.a. die Christlich-Nationale Vereinigung (ZChN) stimmte häufig gegen Regierungsvorlagen - während der Legislaturperiode auseinanderbrach und Buzek zuletzt mit einer Minderheitsregierung regieren musste, blieb er als erster Premierminister bis zum Ende des Legislaturperiode im Amt.

Die von seiner Regierung betriebenen innenpolitischen Reformen sowie der Beitritt zur NATO (1999) und die Annäherung an die EU führte zu innerparteilichen Gegensätzen. 2001 begann die AWS aufgrund programmatischer und insbesondere auch persönlicher Differenzen zu zerfallen. Wichtige Persönlichkeiten traten zur neu gegründeten Bürgerplattform (PO) sowie zur Recht und Gerechtigkeit (PiS) über. Zusammen mit der Bewegung für den Wiederaufbau Polens (ROP) bildete die AWS nun das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność Prawicy (Wahlaktion Solidarność der Rechten; AWSP).

Die Wahlen von 2001 wurden jedoch zu einem Fiasko für die AWSP. Das Wahlbündnis schaffte mit nur noch 5,6 % nicht einmal mehr den Einzug in den Sejm. Seither ist AWSP nur noch auf lokaler Ebene aktiv.

Parteivorsitzende

  • 1996–2001: Marian Krzaklewski
  • 2001–2003: Jerzy Buzek

Wahlergebnisse in Wahlen zum Sejm

  • 1997: 33,83 %
  • 2001: 05,60 %

Einzelnachweise

  1. Klaus Ziemer: Das politische System Polens. Eine Einführung. Springer VS, Wiesbaden 2013, S. 193.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Akcja Wyborcza Solidarność (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.