Air Zermatt - LinkFang.de





Air Zermatt


Air Zermatt AG
IATA-Code:
ICAO-Code: AZF
Rufzeichen: AIR ZERMATT
Gründung: 1968
Sitz: Zermatt, Schweiz Schweiz
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Mitarbeiterzahl: 65 (2016)
Flottenstärke: Hubschrauber
Ziele: national
Website: www.air-zermatt.ch

Air Zermatt (voller Name: Air Zermatt AG) ist eine Schweizer Fluggesellschaft und Flugschule[1] mit Sitz in Zermatt, die 1968 gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt im Kanton Wallis über je eine Basis in Raron, Sion, Gampel und Zermatt, und beschäftigt ca. 65 Mitarbeiter.[2] Die Air Zermatt führt mit ihren Hubschraubern Rettungs-, Transport- und Touristenflüge durch und ist als Partner der Kantonalen Walliser Rettungs-Organisation KWRO für die Luftrettung im Oberwallis zuständig. Mit zwei Ambulanzen wird zudem der bodengebundene Rettungsdienst im inneren Nikolaital abgedeckt.

Weiterhin kommen die Hubschrauber der Air Zermatt bei Naturkatastrophen im Wallis wie zum Beispiel bei den Unwettern im Herbst 2000 zum Einsatz.

1973 führte die Air Zermatt die Medikalisation in der Helikopterrettung ein. Als erstes Rettungsunternehmen in der Schweiz beschäftigt sie festangestellte Ärzte und Anästhesiepfleger, die die Helikopterbesatzungen auf ihren Rettungseinsätzen begleiten.

Flotte

Die Air Zermatt verfügt über neun Hubschrauber:

  • 5 Eurocopter AS 350 B3 für Rund-, Taxi-, Transport- und Rettungsflüge.
  • 1 Aérospatiale SA-315 B Lama für Rund-, Transport- und Rettungsflüge.
  • 1 Eurocopter EC 135 T3 für Rettungs- und Taxiflüge. Ausgestattet mit moderner Medizintechnik & Seilwinde.
  • 1 Eurocopter EC 130 T2 für Rund- und Taxiflüge.
  • 1 Bell 429 für Rettungs- und Taxiflüge. Verfügt über Suchscheinwerfer, Infrarotkamera, Nachtsichtvorrichtung, 90 Meter Seilwinde, moderne Medizintechnik. Die Maschine ist für den Blindflug zugelassen.

Zwei Aérospatiale SA-315 B Lama wurden in den letzten zwei Jahren verkauft. Beide wurden für Transport-, Rettungs- und Rundflüge genutzt.[3]

Einsätze

Besondere Aufmerksamkeit in den Medien erreichten die Einsätze der Air Zermatt im Rahmen des Bergrutsches in Gondo am 14. Oktober 2000 und bei dem Waldbrand oberhalb von Leuk im August 2003. Die Air Zermatt leistete durch Material- und Personentransporte auch einen großen Beitrag zum Bau der Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn.

Nach diversen Übungen im Jahr 1970 gelang dem Air-Zermatt-Piloten Günther Amann 1971 als erstes eine Direktrettung mit Hilfe einer Seilwinde aus der gefährlichen Eiger-Nordwand. Er wurde dafür anschließend in den USA ausgezeichnet.

Im November 2005 leistete die Air Zermatt weitere Pionierarbeit. Im Rahmen des A1 GP in Dubai wurden havarierte Fahrzeuge am Seil einer Lama geborgen.[4]

Am 8. März 2011 erhielten der Air-Zermatt-Pilot Daniel Aufdenblatten und Bergretter Richard Lehner für die Rettung von drei Alpinisten im Annapurna-Gebiet im April 2010 den Heroism Award für die bisher höchste Bergrettung in 7'000 Metern Höhe mit einem Hubschrauber. Als letztes hatte Chesley B. Sullenberger diesen Preis für die sichere Notlandung von US-Airways-Flug 1549 erhalten. Aufdenblatten und Lehner befanden sich im April 2010 für eine Rettungsschulung der Air Zermatt in Nepal, als sie einen Notruf erhielten. Sie kamen den Alpinisten zu Hilfe, obwohl bis dahin unklar war, ob eine Rettung in so grosser Höhe mit einem Hubschrauber überhaupt möglich ist.[5]

Medien

Von Juli bis August 2006 drehte das Schweizer Fernsehen DRS eine Doku-Serie namens «Die Bergretter – unterwegs mit der Air Zermatt» über dieselbige und ihre Mitarbeiter. Die siebenteilige Serie wurde ab Mai 2007 ausgestrahlt. Im Winter 2007/2008 folgte eine Fortsetzung die im Februar 2007 als „Winterstaffel“ gedreht wurde. Die bisher letzte Dokumentation des SRF über die Bergretter war:Die Bergretter im Himalaya die über den Aufbau einer Rettungsstation in Nepal erzählt.

Der ehemalige Pilot der Air Zermatt Siegfried Stangier, schrieb ein Buch mit dem Titel Retter, die vom Himmel kommen (Veröffentlichung 1986), das einen Einblick in die Tätigkeit der Air Zermatt in den 1970er bis Mitte der 80er Jahre gibt. Die von ihm 1972 vorgestellte Long Line-Rettungsmethode (ein bis zu 220 Meter langes Rettungsseil direkt am Hubschrauber) rettete inzwischen unzähligen in Not geratenen das Leben.

Der CEO und Pilot Gerold Biner schrieb auch ein Buch. Es heisst "Fliegen zwischen Leben und Tod" und ist im Webshop der Air Zermatt erhältlich.

Siehe auch

Literatur

  • Siegfried Stangier: Retter, die vom Himmel kommen. Scherz, München 1986, ISBN 978-3-502-19693-8.
  • Gerold Biner: Fliegen um Leben und Tod, Bergretter zwischen Everest und Matterhorn. Verlag Orell Füssli, ISBN 978-3-280-05525-0.

Weblinks

 Commons: Air Zermatt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Flugschule Air Zermatt
  2. Wer ist die Air Zermatt?
  3. Die „Papa Juliette“ hat ausgedient , Air Zermatt, Mai 2015, abgerufen am 21. Juli 2015
  4. Dino Kessler: Wüsten-Show: Air Zermatt hilft mit… In: Blick.ch. 11. Dezember 2005, abgerufen am 30. November 2009.
  5. Heli-Pilot und Bergretter erhalten Heroism Award , 8. März 2011, Zermatt.ch

Kategorien: Hilfsorganisation (Schweiz) | Luftrettungsorganisation | Bergrettungsorganisation | Fluggesellschaft (Schweiz) | Verkehr (Kanton Wallis) | Gegründet 1968

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Air Zermatt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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