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Aichfeld


Das Aichfeld, auch Aichfeld–Murboden, Judenburg–Knittelfelder-Becken ist ein ausgedehntes Becken im obersteirischen Murtal.

Zum Begriff

Der in der Fachliteratur verwendete, etwas sperrige Name Judenburg–Knittelfelder-Becken wird für das größte inneralpine Becken der Steiermark kaum verwendet, man spricht eher vom Raum Aichfeld–Murboden. Dabei steht Aichfeld  für den Teil nördlich der Mur, Murboden  dagegen für jenen südlich des Flusses. Sonst ist aber „Aichfeld“ für das ganze Becken im Sprachschatz verankert.

Geographie

Das Becken liegt an der obersten Mur, die im Osten, aus dem salzburgischen Lungau durch ein Engtal kommend, bei Judenburg in eine weite Schwemmebene tritt. Bei Knittelfeld schließt nordwestlich das Seckauer Becken an, dann verengt sich das Tal wieder, aber nicht mehr so stark, erst ab dem Murknie bei Bruck wird das Murtal wieder schluchtartig.
Im Norden wird das Becken vom Ostende der Murberge der Niederen Tauern begrenzt (Hölzlberg 1589 m ü. A. ), im Süden von den Vorbergen des Zirbitzkogels (2396 m ü. A. ) und Ameringkogels (2187 m ü. A. ), der Stubalpe und der westlichen Gleinalpe (Speikkogel 1988 m ü. A. ).

Das Becken umfasst den wesentlichen Teil des von der Statistik Austria als Stadtregion Knittelfeld klassifizierten Siedlungsraumes.

Geologie

Geologisch gesehen beinhaltet der Begriff nur Teile des Beckens. Die Beckenfüllung besteht vorwiegend aus fluvioglazialen Sedimenten, die ausgedehnte Terrassenfluren aufbauen, am Rande aber auch aus tertiärem Lockermaterial mit Riedelrelief. Große Teile dieses Tertiärs der Region werden aus Gründen ihrer hohen Reliefenergie dem Steirischen Randgebirge zugeordnet, vor allem die Gebiete um den unteren Feistritz-, Lobming- und Gleinbach.

Der Lebensraum

Im Aichfeld finden sich die eine Region bildenden Gemeinden Judenburg, Fohnsdorf, Zeltweg, Spielberg und Knittelfeld, die zusammen einen alpinen Ballungsraum mit rund 50.000 Einwohnern bilden. Im Einzugsbereich finden sich zudem einige kleine, eher ländlich geprägte Gemeinden, sodass im Aichfeld rund 80.000 Menschen beheimatet sind. In letzter Zeit kommt es zu einer engeren Kooperation der Gemeinden, da diese wirtschaftlich voneinander abhängig sind. So wurde 1996 mit dem Regionalbus Aichfeld ein gemeinsames öffentliches Verkehrsmittel geschaffen, die Arena am Waldfeld in Fohnsdorf zieht als größtes Einkaufszentrum der Steiermark außerhalb des Raumes Graz auch Besucher aus anderen Regionen an.

Bedeutend ist das Aichfeld auch als Standort des Flughafens Zeltweg, einem der wichtigsten österreichischen Militärstützpunkte.

Neben den deutschsprachigen Städten Berlin, Frankfurt und München findet man seit 2010 auch die Region Aichfeld[1] in der virtuellen Welt Second Life. Hierbei wird das 3D-Internet hauptsächlich als Kommunikationsplattform (soziale Interaktion, Meeting und E-Learning) eingesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Location-Based Linking in Second Life . SLurl. Abgerufen am 18. Dezember 2010.

Kategorien: Becken in Österreich | Region in der Steiermark | Tal in der Steiermark | Gurktaler Alpen | Seckauer Tauern | Pack- und Stubalpe | Seetaler Alpen | Bezirk Murtal | Region in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Aichfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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