Ahaggar - LinkFang.de





Ahaggar


Ahaggar

Iharen, Phonolith bei Tamanrasset

Höchster Gipfel Tahat (2908 m )
Lage Algerien
}
p1
p5

Das Ahaggar (auch Hoggar, arabisch جبال هقار, tamazight ⵉⴷⵓⵔⴰⵔ ⵏ ⴰⵀⴰⴳⴳⴰⵔ Idurar n Ahaggar) ist ein Gebirge vulkanischen Ursprungs im Süden Algeriens. Zum größten Teil liegt das Ahaggar in Algerien, umfasst aber auch Teile des Niger im Süden und im Nordosten Libyen.

Natur und Kultur

Sein höchster Berg (2908 m ) ist der Tahat im Atakor-Vulkanfeld. Das Ahaggar ist bekannt für seine bizarren Felslandschaften, wobei es sich bezüglich seiner markanten Erhebungen um erodierte Vulkanschlote handelt. Das Ahaggar liegt auf Höhe des nördlichen Wendekreises, etwa 1500 km südlich der algerischen Hauptstadt Algier. Das Gebiet wird überwiegend von Tuareg bewohnt. Seine Fläche umfasst etwa die Größe Frankreichs, denn es erstreckt sich west-östlich auf knapp 2100 km und in nord-südlich auf über 1500 km.[1][2] Die größte Oase der Ahaggarregion ist Tamanrasset. Weitere bewohnte Oasen sind Ideles, Hirhafok, In Ekker und Tit.

Der Gipfel des Berges Assekrem ist ein besonders häufig besuchter Ort, da dort Charles de Foucauld 1911 eine Einsiedelei errichtet hat.[3]

In den 1960er Jahren war In Ekker Kernwaffentest-Gelände des französischen Atomwaffenprogramms in Algerien. Radioaktiver Fallout kontaminierte das Gelände und weite Landstriche.

Fauna

Etwas westlich des Ahaggar in den Teffedest-Bergen überlebte bis in das 20. Jahrhundert der in diversen Felsgravuren auftretende afrikanische Wildhund. Er scheint allerdings mittlerweile in dieser Region ausgerottet zu sein.[4] Äußerst selten sind noch Geparden anzutreffen.[5]

Kulturelle Bedeutung

Aus dem Ahaggar sind zahlreiche Felsbilder bekannt. Archäologische Fundstellen belegen die Besiedlung seit dem Paläolithikum. Es sind Felsmalereien und -gravuren erhalten, die darauf hindeuten, dass prähistorische Ansiedlungen bereits um 6000 v. Chr. vorhanden waren.[6] Das Ahaggar-Massiv ist insbesondere der Lebensraum der Kel Ahaggar. Das Grab von Tin Hinan, einer Vorfahrin der Tuareg am Abalessa liegt in der Nähe von Tamanrasset. Sie war die mythische Ahnin und die erste Königin der Ahaggar-Tuareg und gründete in der Region die Gemeinschaft der Kel Ahaggar.[7]

Umfeld

Das Ahaggargebirge besteht vornehmlich aus Bergen vulkanischen Ursprungs. Heiße Sommer und kalte Winter prägen die klimatischen Bedingungen. Regen fällt allenfalls sporadisch und stellt eine Seltenheit dar. Auch in den Höhenlagen der Ahaggar-Region sind nur Trockentäler zu finden. Eines von ihnen ist dem Wadi Igharghar zuzuordnen. Gleichwohl hat sich eine Biodiversität ausgebildet, die es vermochte eine kaum erhalten gebliebene Artenvielfalt zu fördern. Heute bildet die Region einen Nationalpark in Algerien.

Siehe auch

Literatur

  • Abalessa. In: Hellmut Brunner, Klaus Flessel, Friedrich Hiller (Hrsg.): Lexikon Alte Kulturen. Bd. 1. Meyers Lexikonverlag, Mannheim 1990, ISBN 3-411-07301-2, S. 10.

Einzelnachweise

  1. Birgit Agada, Adolf Schuster: Algerien: Kultur und Natur zwischen Mittelmeer und Sahara, Der Ahaggar
  2. R. W. McColl: Encyclopedia of World Geography, Band 1, Ahaggar Mountains
  3. Anthony Ham Sattin, Anthony Nana Luckham, Algeria (Lonely Planet. Seite 188, 2007) ISBN 1741790999
  4. C. Michael Hogan, PhD
  5. A Report from the sahelo saharan interest Group - Parc National De L’Ahaggar survey , Algeria (März 2005) (PDF; 557 kB)
  6. Peter Haggett, Encyclopedia of World Geography (s. Lit.)
  7. herausgegeben von Christian Elfie Reder, Institut Semotan für Medienkunst, Wien, Kunst- und Wissenstransfer Sahara: Text- und Bildessays, S. 343

Weblinks

 Commons: Ahaggar Mountains  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Vulkangebiet | Gebirge in Afrika | Archäologischer Fundplatz in Algerien | Gebirge in Algerien | Geologie Afrikas

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ahaggar (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.