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Adrian Newey


Adrian Newey, OBE[1] (* 26. Dezember 1958 in Stratford-upon-Avon, Warwickshire, England) ist ein britischer Motorsportingenieur und seit rund 30 Jahren in der Formel 1 tätig. Seit 2006 ist Newey Leiter von Red Bull Technology, der Design-Abteilung des Formel-1-Rennstalls Red Bull Racing. Zuvor war er bereits als Technischer Direktor für namhafte Teams wie Williams und McLaren tätig und zeichnete für zahlreiche Erfolge und insgesamt über 100 Grand-Prix-Siege mitverantwortlich.

Newey gilt in der Formel-1-Szene als „Design-Guru“, da von ihm entworfene Rennwagen zumeist ein Erfolgsgarant waren. Seit Beginn der 1990er Jahre gewannen seine Fahrzeuge zehn Fahrer- und zehn Konstrukteurs-Weltmeistertitel sowie acht bzw. sieben Vizetitel.

Karriere

1980 schloss Newey seine Ausbildung zum Luftfahrt-Ingenieur an der University of Southampton mit höchster Auszeichnung ab. Direkt im Anschluss begann er seine Arbeit im Motorsport zunächst beim Fittipaldi-Team für die Formel 1 und später bei March als Renningenieur in der Formel-2-Europameisterschaft. Im March-Werksteam betreute er 1982 das Auto von Johnny Cecotto, der im Laufe der Saison wiederholt die Fahrerwertung anführte und den Meistertitel im letzten Rennen an seinen Teamkollegen Corrado Fabi verlor.[2] Gleich sein erstes Projekt, der March GTP, war ein sehr erfolgreiches Design, mit dem einige Rennen gewonnen werden konnten.

Ab 1983 wechselte er bei March zum IndyCar-Projekt. Sein 85C-Chassis war in den folgenden Jahren ebenfalls sehr erfolgreich. Ende der 1980er-Jahre wurde er für March in der Formel 1 aktiv, wo er insbesondere einige Verbesserungen der Aerodynamik erreichte. Hier bekam er erstmals den Rang eines Technischen Direktors für ein Formel-1-Team.

Als 1990 die Erfolge von March aufgrund der chronischen Unterfinanzierung zurückgingen, wurde Newey entlassen, aber sofort bei Williams eingestellt. Dort war er Anfang der 1990er-Jahre an den erfolgreichen Konstruktionen maßgeblich beteiligt.

Zu den schwärzesten Stunden Neweys gehört der Unfall Ayrton Sennas beim Großen Preis von San Marino 1994 und die danach folgenden Gerichtsverfahren. Die Unfallursache ist bis heute nicht vollständig geklärt, eine Fehlkonstruktion von Newey bei der Lenksäule wird immer wieder als mögliche Ursache genannt.[3] Er dachte kurzzeitig über einen Rücktritt nach, blieb der Formel 1 dann aber doch erhalten.[4]

1997 wechselte er zu McLaren, wo er entscheidend an den Erfolgen der folgenden Jahre beteiligt war.

Anfang 2006 wechselte Newey als Technischer Direktor zum relativ neuen Team Red Bull Racing. Das Team gewann von 2010 bis 2013 viermal die Konstrukteursweltmeisterschaft und Sebastian Vettel erzielte in diesem Zeitraum ebenfalls vier Weltmeistertitel im Red Bull.

Formel-1-Weltmeistertitel

Bisher gewannen von Newey designte Autos zehn Fahrer- und zehn Konstrukteurs-Weltmeistertitel.

Jahr Konstrukteur Fahrzeug Fahrertitel Konstrukteurstitel
1992 Williams FW14B
1993 Williams FW15C
1994 Williams FW16
1996 Williams FW18
1997 Williams FW19
1998 McLaren MP4/13
1999 McLaren MP4/14
2010 Red Bull RB6
2011 Red Bull RB7
2012 Red Bull RB8
2013 Red Bull RB9

Persönliche Rennsportaktivitäten

Adrian Newey ist auch selbst ein begeisterter Sportwagensammler und -fahrer. So nahm er schon mehrfach bei den Le-Mans-Legend-Rennen teil. 2006 fuhr er mit einem Ford GT40 mit, zerstörte allerdings den Wagen und verletzte sich am Finger. Später verunglückte er auch mit einem Jaguar E-Type beim Goodwood Revival Meeting.

2007 wandte er sich den modernen Autorennen zu und wurde Fahrer im AF Corse Team, das bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Ferrari F430 teilnahm. Newey und seine Fahrerkollegen wurden insgesamt 22. und 4. in ihrer Klasse.

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung
2007 Italien AF Corse Ferrari 430 GT Vereinigtes Konigreich Joe Macari Vereinigtes Konigreich Ben Aucott Rang 22

Persönliches

Neweys Sohn Harrison Newey ist Automobilrennfahrer.

Weblinks

 Commons: Adrian Newey  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. „Britischer Verdienstorden für Newey und Mansell“ (Motorsport-Total.com am 31. Dezember 2011)
  2. Eberhard Reuß, Ferdi Kräling: Formel 2. Die Story von 1964 bis 1984, Delius Klasing, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-7688-3865-8, S. 189.
  3. Speedweek: Newey: Neuer Blick auf Senna-Todesunfall , zuletzt abgerufen am 26. November 2012.
  4. auto motor und sport ONLINE: Adrian Newey - Beinahe-Rücktritt nach Senna-Tod , zuletzt abgerufen am 26. November 2012.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Adrian Newey (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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