Actio in personam - LinkFang.de





Actio in personam


Die actio in personam war ein Iudex ad quem des römischen Privatrechts.

Die actio in personam richtete sich als Leistungsklage gegen einen Verpflichteten und machte eine obligatorische Forderung (obligatio) geltend. Die gerichtlich durchsetzbare Obligation konnte aus einer Geschäfts- und Garantenhaftung, aber auch aus einer Deliktshaftung entstanden sein.

Nach römisch-rechtlichem Verständnis, wurde der den der legis actio zugrunde liegende Anspruch gegen einen bestimmten Adressaten mit seiner Geltendmachung vor dem Prätor legalisiert und das geltend gemachte Recht durch die erhobene actio in personam nach einem Urteil durchgesetzt. Die Eröffnung des Verfahrens konnte nach dem Zwölftafelgesetz mit der Zwangsvorführung des Verpflichteten vor den Prätor durch den Klagenden herbeigeführt werden, wenn der Beklagte schuldhaft der vorausgegangenen Ladung vor Gericht (in ius vocatio) nicht gefolgt war.

Das Gegenstück zur actio in personam war die actio in rem, mit welcher der Anspruch auf eine Sache gegen jeden, der dem Berechtigten das zustehende Recht vorenthielt oder beeinträchtigte, gerichtlich geltend gemacht wurde. Eine direkte Zugriffsgewalt auf die Sache bestand bis zu einer prätorischen Entscheidung allerdings nicht.

Die actio in personam konnte also nur zur Durchsetzung relativer Rechte gegen eine verantwortliche Person herangezogen werden, während die actio in rem der Durchsetzung absoluter Rechte an einer Sache diente.

Siehe auch

Literatur

  • Max Kaser: Das Römische Privatrecht. 2. Auflage. C.H. Beck, München/Würzburg 1971, ISBN 3-406-01406-2, § 32, S. 126-131, § 39, S. 146-150, § 40, S. 150-155.

Kategorien: Römisches Recht

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