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Absberg


Dieser Artikel behandelt die mittelfränkische Marktgemeinde Absberg. Weitere Bedeutungen siehe unter Absberg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-GunzenhausenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Gunzenhausen
Höhe: 467 m ü. NHN
Fläche: 18,99 km²
Einwohner: 1340 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91720
Vorwahl: 09175
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 111
Marktgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Reutbergstr. 34
91710 Gunzenhausen
Webpräsenz: www.absberg.de
Bürgermeister: Helmut Schmaußer
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Absberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen mit 1308 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2014).

Geographie

Geographische Lage

Absberg liegt im Norden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen zentral inmitten des Fränkischen Seenlands auf einem Bergsporn oberhalb des Kleinen Brombachsees. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch der Igelsbachsee und der Große Brombachsee. Die nächsten Städte sind das 5 Kilometer entfernte Spalt und das 9 Kilometer entfernte Gunzenhausen. Nördlich von Absberg liegt die Grenze zum benachbarten Landkreis Roth. Das Gelände ist hügelig und von Wiesen und Feldern geprägt. Im Gemeindegebiet befinden sich mehrere Quellen, darunter die des Igelsbachs. Höchste Erhebung der Gemeinde ist der Reckenberg, Namensgeber der Reckenberggruppe. Die Gemeinde liegt im Spalter Hügelland.

Auf dem Gemeindegebiet am Südufer des kleinen Brombachsees befindet sich das Naturschutzgebiet Halbinsel im Kleinen Brombachsee. Nördlich von Absberg liegt das geschützte Gebiet Stauwurzel des Igelsbachsees. Auf der anderen Seeseite liegt das Naturschutzgebiet Sägmühle.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde hat zehn amtliche Ortsteile:[2]

Es existieren die Gemarkungen Absberg, Kalbensteinberg und Igelsbach.

Geschichte

948 wird Absberg erstmals urkundlich erwähnt. 1455 bekam der Ort das Recht auf den Blutbann.[3] Nach dem Aussterben der Familie von Absberg 1647, deren Stammsitz die abgegangene Burg Absberg war, wurde 1651 nach mehrjährigen Erbstreitigkeiten der Deutsche Orden mit dem Reichslehen zu Absberg belehnt. 1725 erbaute Karl Heinrich von Hornstein das Schloss Absberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Es war ein von Preußen 1796 besetztes Amt der Kommende Ellingen des Deutschen Ordens, die mit dem Fürstentum Ansbach im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch wie andere Teile Frankens auch zum Königreich Bayern kam. Die Rechte des Deutschen Ordens wurden 1806 von Bayern sequestriert, obwohl dessen Aufhebung de jure erst 1809 erfolgte.

Eingemeindungen

Bis zur Gemeindegebietsreform gehörte Absberg zum ehemaligen Landkreis Gunzenhausen. Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kalbensteinberg mit ihrem Ortsteil Igelsbach eingegliedert.[4] Alle Orte kamen zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung[5]
Jahr 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2001 2005 2010 2012 2014
Einwohner 1185 1267 1592 1335 1224 1179 1324 1298 1311 1288 1308

Politik

Gemeinderat

Dem Gemeinderat, gewählt bei der Kommunalwahl 2014, gehören 12 Mitglieder an. Die Liste Neues Dorf stellt sechs Gemeinderäte, die Wählergruppe Kalbensteinberg vier und die Wählergruppe Igelsbach zwei Gemeinderäte.[6]

Gemeindefinanzen

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 672.000 Euro, davon waren 75.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen

Hauptartikel: Wappen des Marktes Absberg

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber über schwarzem Dreiberg ein eingeschweifter roter Sparren.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Absberg besitzt zwei sehenswerte Kirchen, die evangelisch-lutherische Christuskirche aus der Zeit der Spätgotik, 1597/98 erbaut, und die katholische Pfarrkirche St. Ottilia als einstige Schlosskapelle ein Rokoko-Sakralraum von 1724 bis 1726. Sie befindet sich im barocken Schloss Absberg, der ehemaligen Vogtei des Deutschen Ordens, das im Ortskern zu finden ist. Im Ortsteil Kalbensteinberg befindet sich die Rieterkirche.

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus

Der Markt Absberg ist seit 1998 staatlich anerkannter Erholungsort und wird aufgrund seiner zentralen Lage (direkt am Kleinen Brombachsee, jeweils ca. 2 km zum Großen Brombachsee und Igelsbachsee) insbesondere im Sommer durch Urlaubsgäste, besonders aus der Region Nürnberg, zur Naherholung stark frequentiert. Der Urlaub dort wird überwiegend zum Baden, Segeln, Surfen, Wandern, Radfahren und Campen genutzt. Absberg verfügt über 57 registrierte Übernachtungsmöglichkeiten, darunter Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Pensionen.

Wirtschaft

2010 gab es im produzierenden Gewerbe 65 und im Bereich Handel und Verkehr 72 Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 403 Personen beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 441. Im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden 33 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 694 Hektar. Davon waren 417 Hektar Ackerfläche und 258 Hektar Dauergrünfläche. Eine Einrichtung der Regens-Wagner-Stiftung im Ortsteil Müssighof ermöglicht es behinderten Menschen zu arbeiten.

Verkehr

Durch Absberg führen mehrere Kreisstraßen, die den Ort mit den umliegenden Orten sowie mit der Staatsstraße 2222 und der Bundesstraße 466 verbindet. Zu touristischen Zwecken verkehrt in den Sommermonaten auf dem Großen Brombachsee die MS Brombachsee, ein Trimaran, der mit seiner Architektur und Konstruktion in Europa einmalig ist, zwischen den Anlegestellen Ramsberg, Absberg, Enderndorf, Allmannsdorf und Pleinfeld.

Bildung

  • Im Gemeindekindergarten mit 50 Kindergartenplätze werden 31 Kinder in zwei Gruppen betreut.
  • Absberg ist Mitglied des Schulverbandes Absberg-Haundorf. Die Grund- und Hauptschule befindet sich in Gräfensteinberg, einem Ortsteil der Gemeinde Haundorf.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Walter Bauer (Hg.): Absberg – eine tausendjährige Geschichte, Wendelsheim 1993

Weblinks

 Commons: Absberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Von der Freyung zu Absperg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Geschichtliches zu Absberg , abgerufen am 26. Januar 2016
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
  5. 09 577 111 Absberg Statistik kommunal 2013 Markt Absberg
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Markt Absberg , abgerufen am 6. Februar 2015

Kategorien: Fränkisches Rittergut bis 1806 | Absberg | Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Absberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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