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Abaiang


Abaiang
Satellitenbild von Abaiang
Gewässer Pazifischer Ozean
Archipel Gilbertinseln
Anzahl der Inseln 15
Hauptinsel Teiro
Landfläche 17,48 km²
Lagunenfläche 74,2 km²
Gesamtfläche 302 km²
Einwohner 5502 (2010[1])
Abaing gehört zu den nördlichen Gilbertinseln, oberhalb des Äquators

Abaiang (früher Charlotte Island), auch Apaiang oder Apia, ist ein im westlichen zentralen Pazifischen Ozean nahe am Äquator gelegenes Korallenatoll Kiribatis.

Geographie

Abaiang besteht aus 11 Inseln der nördlichen Gilbertinseln mit einer Landfläche von zusammengenommen 17,48 km².[2] Die zentrale Lagune, mit Hauptdurchfahrt zum offenen Meer im Westen, hat hingegen eine Fläche von etwa 74,2 km². Die Gesamtfläche des Atolls einschließlich Korallenriff beträgt rund 302 km².[3]

Neben der Hauptinsel Teiro und den übrigen bewohnten Inseln Nuotaea und Ribono gibt es noch die kleinen, unbewohnten Inseln Eke, Iaia, Iku, Manra, Nanikirata, Ouba, Taete und Teirio.[4] Ouba und Teirio haben kleine Hotelanlagen, sind aber ansonsten unbewohnt.

Geschichte

Entdeckt wurde das Atoll 1788 von Kapitän Thomas Gilbert, der es Matthew’s Island nach dem Besitzer seines Schiffes Charlotte benannte. Der Lagune gab er den Namen Charlotte Bay. Später war das Atoll als Charlotte Island bekannt.

Der erste bedeutende Missionar, der Abaiang aufsuchte, war der Amerikaner Hiram Bingham; dieser erreichte im November 1857 auf dem Missionsschiff Morning Star[5] zusammen mit seiner Frau Clara sowie dem hawaiianischen Hilfsmissionar Kanoa und dessen Frau das Atoll, worauf die protestantische Missionierung der Gilbertinseln begann.[6]

Während des Zweiten Weltkrieges besetzten die Japaner das Atoll vom Dezember 1941 bis November 1943.

Bevölkerung

Nach der Volkszählung von 2010 leben auf Abaiang 5502 Menschen, genau so viele wie 2005. Einzelne Dörfer dagegen verzeichneten Zu- und Abnahmen. Mit Ausnahme der auf den gleichnamigen Inseln Nuotaea und Ribono gelegenen Dörfer liegen alle übrigen 16 Dörfer auf der Hauptinsel Teiro am Ostrand des Atolls (nicht zu verwechseln mit der kleinen Insel Teirio).

Bevölkerungsstatistik

Siedlungen und Einwohnerzahlen
Zensus 1978[7] 2005[8] 2010[1]
Nuotaea 254 481 559
Ribono 192 271 341
Takarano 253 300 348
Ubanteman/Ubwanteman 70 112 126
Tebunginako 408 358 424
Borotiam 205 338 375
Aonobuaka 174 372 328
Koinawa 317 453 312
Morikao 121 400 233
Kuria 135
Ewena 219 166
Taburao (Hauptort) 144 221 322
Tebero 70 167 157
Tabwiroa 27 324 237
Tuarabu 461 484 560
Tanimaiaki 182 276 274
Tebanga/Tebwanga 234 287 310
Aoneaba 48 51
Tabontebike mit Aoneaba 200
Tabontebike 391 379
Gesamt 3447 5502 5502

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung für die Jahre 1947–2010[9][1]
Zensus 1947 1963 1968 1973 1978 1985 1990 1995 2000 2005 2010
Gesamt 2823 3370 3271 3296 3447 4386 5233 6020 5794 5502 5502

Kultur

Verkehr

Im mittleren Teil der Hauptinsel Abaiang liegt der regionale Flugplatz Abaiang Atoll Airport zwischen den Siedlungen Tabwiroa und Tuarabu, unweit des Hauptortes Taburao.

Abaing wird zweimal wöchentlich von der Air Kiribati vom Drehkreuz Bonriki International Airport in South Tarawa angeflogen; ab Januar 2009 dreimal wöchentlich auch von der neugegründeten Privatfluggesellschaft Coral Sun Airways. Die Flugdauer beträgt nur 7 Minuten.[10]

Durch die Nähe zur kiribatischen Hauptstadt South Tarawa wird Abaiang häufig auch als Touristenziel von Schnellbooten über die Häfen in Betio und Bairiki angelaufen.

Literatur

  • Thomas Gilbert: Voyage from New South Wales to Canton in the year 1788. With views of the islands discovered. Israel u.a., Amsterdam 1968. Nachdruck der Ausgabe: London 1789. (Bibliotheca Australiana. 44, Thomas Gilbert).
  • Thomas Gilbert: Gilbert's Tagebuch seiner Reise von Neu-Süd-Wales nach Canton. In: Arthur Philipp's neueste Reise nach der Botany-Bay, Port-Jackson und der Norfolks-Insel in den Jahren 1787 und 1788 ... als e. Forts. d. Cookischen Reisen um die Welt. Weigel und Schneider, Leipzig 1791.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 National Statistics Office: Report on the Kiribati 2010 Census of Population and Housing. Bairiki, August 2012, S. 31. (PDF; 6,6 MB). Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  2. National Statistics Office: Report on the Kiribati 2010 Census of Population and Housing. Bairiki, August 2012, S. 223. (PDF; 6,6 MB). Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  3. Republic of Kiribati Island Report Series: Abaiang , S.6
  4. Islas de Abaiang
  5. Hiram Bingham, Jr.: Story of the Morning Star. The Children's Missionary Vessel. American Board Missionary House, Boston 1866. Darin: Kapitel 10 Her Visit to Apaiang. Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  6. Sandra Rennie: Missionaries and War Lords: A Study of Cultural Interaction on Abaiang and Tarawa. In: Oceania, Band 60, 1989, Nr. 2, S. 125–138. (JSTOR 40331148 ). Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  7. Report of the 1978 Census of population and housing. Republic of Kiribati 1980, Vol. 1, S. 4-5 (Zeitpunkt Unabhängigkeit)
  8. Kiribati 2005 Census of Population and Housing. Provisional Tables. Abgerufen am 29. März 2010 (englisch).
  9. Kiribati: 2005 Census. Vol. 2: Analytical Report. 2007 Final Report, S. 106. Abgerufen am 17. April 2010 (englisch).
  10. Information des Kiribati National Tourist Office (PDF; 149 kB). Abgerufen 17. April 2010 (englisch).

Kategorien: Inselgruppe (Kiribati) | Inselgruppe (Gilbertinseln) | Inselgruppe (Pazifischer Ozean) | Inselgruppe (Australien und Ozeanien) | Atoll

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Abaiang (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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