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APC-Resistenz


Klassifikation nach ICD-10
D68.5 Primäre Thrombophilie; Resistenz gegen aktiviertes Protein C
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

APC-Resistenz (aktivierte-Protein-C-Resistenz) bezeichnet die Widerstandsfähigkeit des aktivierten Faktors V (FVa) der Gerinnungskaskade gegenüber aktiviertem Protein C (APC). Sie ist eine Blutgerinnungsstörung (Thrombophilie), die sich durch ein erhöhtes Vorkommen von Thrombosen (venösen Blutgerinnseln) auszeichnet.

Häufigste Ursache (> 95 %) ist ein genetisch bedingter Strukturdefekt, der den Blutgerinnungsfaktor V verändert - die sogenannte Faktor-V-Leiden-Mutation. Leiden steht dabei für die niederländische Stadt, in der 1994 die Erstbeschreibung der Mutation gelang. Protein C hat normalerweise in der Gerinnungskaskade die Aufgabe, gemeinsam mit dem Co-Faktor Protein S eine überschießende Gerinnungsreaktion zu verhindern. Durch die Mutation in der "Andockstelle" für das aktivierte Protein C wird der aktivierte Gerinnungsfaktor V deutlich schlechter abgebaut, es besteht also eine erhöhte Thromboseneigung, eine Thrombophilie. Hiervon klar abzugrenzen ist ein Mangel des Gerinnungsfaktors V, der mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergeht.

Besonders bei jüngeren Patienten (20 bis 40 Jahre) ist die APC-Resistenz für bis zu 30 % aller Thrombosen verantwortlich. Bei zusätzlicher Einnahme hormoneller Kontrazeptiva erhöht sich das Thromboserisiko bei heterozygoten Frauen erheblich, bei einer homozygoten Frau um das bis zu 200-fache.

Eine Möglichkeit zur ursächlichen Therapie der APC-Resistenz besteht nicht. Je nach Risiko und Begleitumständen (Übergewicht, Operation, lange Flugreise, Bettlägerigkeit) kann eine Thromboseprophylaxe, z.B. mit Heparinspritzen, angezeigt sein. Im Rahmen einer Schwangerschaft wird aufgrund der gesteigerten Thrombosegefahr bei Frauen mit zusätzlichen genetischen Defekten der Blutgerinnung wegen der geringeren Nebenwirkungen niedermolekulares Heparin eingesetzt. Der Gendefekt wird von den Eltern an Kinder beider Geschlechter weitergegeben, es kommt bei Kindern beiderlei Geschlechts zur Mutation des Faktor V. Als Therapie nach einer Thrombose oder Lungenembolie eignet sich eine Antikoagulation mit z. B. Heparinen, Phenprocoumon oder den neuen oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban und Dabigatran.

Bei der Notwendigkeit einer lebenslangen Therapie können Patienten auf eine Selbstmessung der Blutgerinnung geschult werden und so ihre Antikoagulation selbst einstellen. Dies kann gerade bei jungen, berufstätigen Menschen von Vorteil sein, da sie so einige Arztbesuche mit Blutentnahme vermeiden können.

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Kategorien: Krankheitsbild in Hämatologie und Onkologie

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